Goldpreis: Potenzieller Aufwärtstrend inmitten eines schwachen US-Dollars

By: Faith Maina
Faith Maina
Faith strebt danach, komplexe Entwicklungen aufzuschlüsseln, damit Investoren besser informierte Entscheidungen treffen können. Wenn Faith nicht in die Finanzmärkte eintaucht, genießt… read more.
on Mai 6, 2021
  • Der Goldpreis hat die Verluste vom Mittwoch wieder wettgemacht, bleibt jedoch unter 1.800$
  • Der Rückgang des US-Dollars hat als bullisher Katalysator für das Edelmetall gewirkt
  • Der Markt verdaut immer noch die Kommentare von Yellen über die Notwendigkeit einer Zinserhöhung

Der Goldpreis setzte die Gewinne der vorherigen Sitzung fort und notiert bei 1792,91; ein Plus von 0,33%. Am Mittwoch erreichte er ein Intraday-Tief von 1770, bevor er die Verluste wieder ausgleichen konnte. Das Edelmetall bewegt sich nun schon seit drei Wochen in einer engen Handelsspanne inmitten einer positiven Marktstimmung und Reflationsgesprächen.

Gerüchte über eine restriktive Geldpolitik der US-Notenbank

Die US-Notenbank hat die Zinssätze unverändert bei nahe Null belassen. Letzte Woche erklärte der Vorsitzende der US-Notenbank, dass sich die Wirtschaft zwar deutlich erholt habe, dies aber noch unvollständig und ungleichmäßig sei. Jerome Powell merkte an, dass die erwartete Inflation nur vorübergehend sein würde.

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Die Äußerungen der Finanzministerin am Dienstag haben jedoch die Inflationssorgen geweckt. Janet Yellen, die einst Vorsitzende der US-Notenbank war, erklärte, dass die Zentralbank möglicherweise die Zinsen anheben müsse, um eine Überhitzung der US-Wirtschaft zu verhindern. Allerdings stellte sie klar, dass ihre Kommentare weder eine Empfehlung noch ein Ratschlag an die US-Notenbank sind. Obwohl sie nicht in der Position ist, die Zentralbank zu leiten, ist ihre Meinung stark genug, um den Markt zu beeinflussen. Eine restriktive Politik wäre ein negativer Katalysator für den Goldpreis.

Schwächung des US-Dollars

Der Goldpreis hat eine umgekehrte Korrelation mit dem Wert des US-Dollars. Daher schafft ein schwacher Dollar ein positives Umfeld für das Edelmetall. Am Donnerstag lag der Dollar-Index um 0,25% niedriger bei 91,04$. Dies war ein Rückgang gegenüber seinem Intraday-Hoch von 91,38$. Die Schwäche des US-Dollars kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Risikobereitschaft verbessert. Infolgedessen ist die Nachfrage nach der Währung als „sicherer Hafen“ gesunken. Außerdem sind die Renditen der US-Staatsanleihen rückläufig. Die 10-jährige Benchmark-Anleiherenditen sind um 0,33% auf 1,56 gefallen.

Technischer Ausblick für den Goldpreis

Der Goldpreis bewegt sich seit Mitte April in einer engen Handelsspanne. Der Spot-Goldpreis schwankt seither zwischen 1.763,07 und 1.799,66. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels lag der Preis um 0,33% höher bei 1.792,91. Außerdem liegt er auf dem Drei-Stunden-Chart über dem 20- und 50-tägigen exponentiellen gleitenden Durchschnitt.

Im vergangenen Monat ist der Goldpreis um etwa 6,87% gestiegen. Nach einem dreiwöchigen Handel in einer engen Spanne muss er jedoch die wichtige Widerstandsmarke von 1.800 überwinden, um genügend Aufwärtsdynamik zu gewinnen.

In der Zwischenzeit erwarte ich, dass das Edelmetall innerhalb seiner aktuellen Spanne bleiben wird. Diese These wird durch eine Bewegung unter 1.755 ungültig.

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