EUR/USD-Prognose im Zuge der laufenden Berichtssaison

By: Crispus Nyaga
Crispus Nyaga
Crispus ist ein aktiver Trader, wo er bei Capital.com verfolgt und kopiert wird. Er lebt in Nairobi mit seiner… read more.
on Okt 20, 2021
  • Das EUR/USD-Paar befand sich im Zuge der laufenden Berichtssaison im Aufwind
  • Unternehmen wie Netflix, Philip Morris und Goldman Sachs haben starke Ergebnisse veröffentlicht
  • Das Paar könnte um weitere 1% auf 1,1750 steigen

Der EUR/USD-Kurs stieg den sechsten Tag in Folge, da sich die Anleger auf die relativ soliden Unternehmensgewinne und die jüngsten Inflationsdaten der Eurozone konzentrierten. Das Währungspaar stieg auf einen Höchststand von 1,1670 und lag damit etwa 1% über dem Tiefststand in diesem Monat.

Die Berichtssaison geht weiter

Der US-Dollar hat nachgegeben, da die Anleger über die relativ starken Quartalsergebnisse aus den USA nachdachten. Am Dienstag gab Netflix, das riesige Streaming-Unternehmen, solide Ergebnisse bekannt, da die Nachfrage nach seinen Diensten wuchs. Das Unternehmen fügte im dritten Quartal 4,4 Millionen Abonnenten hinzu, während Umsatz und Rentabilität höher als erwartet waren.

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Letzte Woche gaben auch große Wall-Street-Banken wie Morgan Stanley, JP Morgan und Citigroup starke Ergebnisse bekannt. Das i-Tüpfelchen war Goldman Sachs, das bei steigenden Erträgen im Investmentbanking Rekordgewinne verzeichnete. Unternehmen, die diese Woche starke Ergebnisse bekannt gaben, sind Verizon, Bank of New York Mellon und Philip Morris.

Der EUR/USD stieg auch nach den relativ soliden Inflationszahlen aus der Europäischen Union. Daten von Eurostat zeigten, dass die Verbraucherpreise im September leicht gestiegen sind. Genau genommen stieg der Gesampt-VPI von 3% im August auf 3,4% im September. Der Kern-VPI, der die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg von 1,6% auf 1,9%.

Leider wird dieser Inflationsdruck noch eine Weile anhalten. Außerdem scheinen die Kosten für alles zu steigen, da die Unterbrechungen der Lieferkette andauern. Der Rohölpreis ist auch auf den höchsten Stand seit sieben Jahren gestiegen, während der Erdgaspreis auf ein Rekordhoch geklettert ist.

Analysten gehen daher davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank früher als erwartet mit der Straffung der Goldpolitik beginnen werden. Es wird erwartet, dass die Notenbank in diesem Jahr mit der Reduzierung der Anleihenkäufe beginnen wird. Der EUR/USD-Kurs wird als Nächstes auf den jüngsten Produktionsindex der US-Notenbank Piladelphia und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe reagieren.

EUR/USD-Prognose

EUR/USD

Das 2-Stunden-Chart zeigt, dass EUR/USD in der vergangenen Woche ein Double-Bottom-Musters bei 1,1530 gebildet hat. Seitdem befindet sich das Währungspaar in einem langsamen Aufwärtstrend und notiert derzeit bei 1,1645. Es ist dem Paar gelungen, sich über den Hauptwiderstand bei 1,1640 zu bewegen, der die Halslinie des Double-Bottom-Musters darstellte.

Der Kurs ist auch über die 25- und 50-Perioden gleitenden Durchschnitte gestiegen. Daher ist der Weg des geringsten Widerstands für dieses Paar nach oben gerichtet. Die nächste wichtige Widerstandsmarke liegt bei 1,1750, also etwa 1% über dem aktuellen Kurs.

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