EUR/USD: Deutlicher Ausverkauf hält an, aber Baisse-Tendenz bleibt bestehen

By: Crispus Nyaga
Crispus Nyaga
Crispus ist ein aktiver Trader, wo er bei Capital.com verfolgt und kopiert wird. Er lebt in Nairobi mit seiner… mehr lesen.
on Nov 23, 2021
  • Das EUR/USD-Paar erlebte einen bemerkenswerten Ausverkauf
  • Der Rückgang hielt am Dienstag nach den starken europäischen EMI-Daten an
  • Der Abwärtstrend dürfte sich in den kommenden Tagen fortsetzen

Der EUR/USD-Kurs stabilisierte sich am Dienstag, als der Markt auf die relativ starken EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in Europa reagierte. Der Kurs reagierte auch auf die Entscheidung von Präsident Biden, Jerome Powell zum Vorsitzenden der Fed zu ernennen. Er liegt bei 1,1247 und damit einige Punkte über dem Wochentief von 1,1225.

Produktion der Eurozone steigt

Die Europäische Union stand diese Woche im Rampenlicht, da sich die Anleger auf den anhaltenden Anstieg des Covid-19-Fälle konzentrierten. In den letzten Tagen haben weitere europäische Länder wie Deutschland, die Niederlande und Österreich weitere Covid-Fälle gemeldet. Infolgedessen haben Länder wie Österreich mit Lockfowns begonnen, die den Aufschwung beeinträchtigen.

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Am Dienstag zeigten die von Markit veröffentlichten Flash-Zahlen, dass das verarbeitende Gewerbe und der Dienstleistungssektor in der Region im November gut abgeschnitten haben. Der EMI für das verarbeitende Gewerbe in der Region stieg von 58,3 im Oktober auf 58,6 im November. Dieser Anstieg war besser als die mittlere Schätzung von 57,3. 

Der Dienstleistungssektor, in dem die meisten Menschen in Europa beschäftigt sind, hat sich im November ebenfalls gut entwickelt. Der EMI stieg von 54,6 auf 56,6 und war damit besser als die erwarteten 53,5. Diese Leistung trug dazu bei, dass der Gesamt-EMI auf 58,6 stieg.

Diese breite Erholung war in den meisten Ländern zu beobachten. So stieg der EMI für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland auf 57,6 und in Frankreich auf 54,6. Ein EMI-Wert von 50 und mehr ist in der Regel ein Zeichen für eine Verbesserung des Sektors.

Doch der EUR/USD-Kurs ist deutlich gesunken, da die Anleger glauben, dass die EZB zu den letzten Banken gehören wird, die mit der Straffung der Geldpolitik beginnen. In der Tat hat Christine Lagarde in jüngsten Äußerungen angedeutet, dass die Bank im Jahr 2022 wahrscheinlich keine Straffung vornehmen wird, auch wenn die Inflation weiterhin Anlass zur Sorge gibt.

In der Zwischenzeit erwarten Analysten, dass Jerome Powell die Zinsen in den kommenden Monaten weiter straffen wird. 

EUR/USD-Prognose

EUR/USD

Am 10. November gelang es dem EUR/USD-Währungspaar, die wichtige Unterstützungsmarke von 1,1527 zu durchbrechen. Dies war ein wichtiges Niveau, da es der niedrigste Stand seit Oktober war. Seitdem ist das Paar um mehr als 2,47% gefallen und befindet sich derzeit auf dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr.

Es ist auch unter den 25-Tage gleitenden Durchschnitt gefallen, was darauf hindeutet, dass die Baissiers immer noch die Kontrolle haben. Gleichzeitig hat es sich zwischen der unteren und der mittleren Linie der Bollinger Bänder bewegt, während der Relative Strength Index (RSI) leicht über dem überverkauften Bereich liegt. Daher wird der Kurs in naher Zukunft wahrscheinlich weiter sinken.

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