Rohölpreis im überverkauften Bereich vor dem OPEC+-Treffen

By: Faith Maina
Faith Maina
Faith strebt danach, komplexe Entwicklungen aufzuschlüsseln, damit Investoren besser informierte Entscheidungen treffen können. Wenn Faith nicht in die Finanzmärkte… read more.
on Nov 30, 2021
  • Der Rohölpreis liegt mit einem RSI von 28 im überverkauften Bereich
  • Sowohl WTI- als auch Brent-Futures befinden sich als Reaktion auf die Omicron-Variante im Abwärtstrend
  • Die Anleger richten ihr Augenmerk auf das für Donnerstag angesetzte OPEC+-Treffen

Der Rohölpreis befindet sich vor der OPEC+-Sitzung weiterhin im Abwärtstrend. WTI-Futures liegen bei 68,06$; im letzten Monat um etwa 20% gesunken. Gleichzeitig liegt die Benchmark für globales Öl – Brent-Futures – mit ihrem aktuellen Niveau von 71,10$ im überverkauften Bereich.

crude oil price
Rohölpreis

COVID-19-Variante

Der Rohölpreis hat die Gewinne vom Montag zunichte gemacht, da der Markt weiterhin die Risiken im Zusammenhang mit der neuesten COVID-19-Variante – Omicron – in Betracht zieht. Einerseits sind die Anleger besorgt, dass die Variante die Nachfrage während der diesjährigen Weihnachtssaison verringern wird. Einige Analysten haben jedoch darauf hingewiesen, dass der Markt überreagiert.

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Amrita Sen, die Forschungsdirektorin von Energy Aspects, vertritt die letztgenannte Meinung. In einem kürzlichen Interview mit Bloomberg Markets erklärte die Analystin, dass „der Markt das schlimmstmögliche Szenario einpreist“. Anschließend merkte sie an, dass eine Bestätigung der Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die neue Variante den Rohölpreis wahrscheinlich wieder über 80$ pro Barrel treiben wird.

OPEC+-Treffen

Angesichts der anhaltenden Marktvolatilität richten die Anleger ihr Augenmerk auf die für Donnerstag angesetzte OPEC+-Sitzung. Die technischen Sitzungen wurden auf einen späteren Zeitpunkt in der Woche verlegt, da die Allianz mehr Informationen über die neueste COVID-19-Variante und ihre Auswirkungen auf den Rohölpreis und die Nachfrage sammeln möchte.

Außerdem werden Investoren gespannt sein, wie die Allianz auf die erwarteten SPR-Freigaben reagiert. Am Montag bestätigten die USA, dass sie trotz des verzeichneten Preisrückgangs an ihrem Plan festhalten werden, Rohöl aus ihren strategischen Erdölreserven freizugeben.

Inmitten der erhöhten Besorgnis über die Ölnachfrage und das Überangebot könnte die OPEC+ beschließen, ihren aktuellen Förderplan einzustellen. Auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 hielt der Konzern den Rohstoff als Preisausgleich zurück. Anschließend wurde die Produktion schrittweise um 400.000 bpd pro Monat erhöht. Das Treffen am Donnerstag wird ein entscheidender Faktor dafür sein, ob das festgelegte Tempo beibehalten wird.

Außerdem werden Investoren die am Montag begonnenen Atomgespräche mit dem Iran aufmerksam verfolgen. Enrique Mora, der EU-Beamte, der die Gespräche leitete, sagte, er sei „extrem positiv“. Die Aufhebung der von den USA gegen den Iran verhängten Sanktionen würde zu einem erheblichen Anstieg der Ölversorgung des Landes führen. Derzeit fördert das Land 2,5 Mio. BPD. Vor der Aufhebung der Sanktionen lag die Produktion bei 3,8 Mio. BPD.

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