EZB fördert digitalen Euro und beruhigt die Ängste

By: Daniela Kirova
on Dez 3, 2021
  • In dem Papier der EZB werden 3 grundlegende Faktoren genannt, die den Erfolg des CBDC sicherstellen würden
  • Die Europäer äußern Befürchtungen über Datenschutzverletzungen im Zusammenhang mit dem digitalen Euro
  • China und Nigeria haben einige der Empfehlungen der EZB umgesetzt

Im Dezember veröffentlichte die Europäische Zentralbank ein Papier, das aufzeigt, warum es ein Fehler ist, davon auszugehen, dass CBDCs und Fiat-Geld denselben Bedingungen unterliegen, berichtete CoinFi. Die Autoren des Papiers wiesen darauf hin, dass es eine schlechte Zeit für Gebühren ist, stellten jedoch die Frage, ob das CBDC ohne Gebühren- oder Kostendeckungsstruktur nachhaltig wäre.

In dem Papier hieß es:

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Bei Bargeld fallen für Händler keine Gebühren pro Transaktion an. Sie benötigen auch keine Abnahmevorrichtung. Dies ist bei CBDC möglicherweise nicht der Fall. Die Gestaltung der Kostendeckung und der Gebühren-/Ausgleichsstrukturen sollte auf einer umfassenden Analyse beruhen und alternative (und nur teilweise kompatible) Grundsätze berücksichtigen.

3 grundlegende Faktoren für den CBDC-Erfolg

In dem Papier der EZB werden 3 grundlegende Faktoren genannt, die den Erfolg des CBDC sicherstellen würden. Dadurch wurden Anreize für ausgewählte Vermittler geschaffen, dem CBDC eine Art Status als gesetzliches Zahlungsmittel verliehen und die Kundennachfrage nach CBDC-Zahlungsoptionen gefördert.

Europäer gegen digitalen Euro

Viele Europäer sind gegen die Idee eines digitalen Euro, da sie eine Verletzung der Privatsphäre befürchten. Die Zentralbank versuchte, diese mit der folgenden Behauptung zu beruhigen:

Als öffentliche und unabhängige Institutionen haben Zentralbanken kein Interesse daran, die Zahlungsdaten der Nutzer zu monetarisieren. Sie würden diese Daten nur in dem Umfang verarbeiten, der für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlich ist und in voller Übereinstimmung mit den Zielen des öffentlichen Interesses und den Rechtsvorschriften.

Das Papier machte auf die wachsende Popularität von Stablecoins und die Dominanz nichteuropäischer Unternehmen aufmerksam, die Zahlungen in Europa abwickeln. Zum Thema Wettbewerb zwischen Banken empfahl die EZB, einen digitalen Euro einzuführen, um ihn zu verbessern. Laut Notenbank würde die Einführung des digitalen Euro den Banken einen Anreiz geben, höhere Einlagenzinsen oder bessere Dienstleistungen anzubieten. Dadurch würden sich auch die wirtschaftlichen Ergebnisse verbessern.

Nigeria und China haben EZB-Empfehlungen umgesetzt

Sowohl Nigeria als auch China führen ihre eigenen CBDCs ein. Offenbar haben sie einige der Empfehlungen der EZB bereits umgesetzt. Eine solche Maßnahme bestand darin, CBDC-Guthaben und -Transaktionen zu begrenzen, um Banken vor Untergrabung zu schützen. Die EZB wies in dem Papier auf die Notwendigkeit von Limits hin.

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