Laut Wongopasi könnte die Besteuerung von Krypto-Geschäften Investoren abschrecken

By: Jinia Shawdagor
Jinia Shawdagor
Jinia ist eine Nachrichtenreporterin bei Invezz, die über den Kryptowährungsmarkt und die Blockchain-Industrie berichtet. Mit jahrelanger Erfahrung hat sie… mehr lesen.
on Jan 22, 2022
  • Laut Wongopasi sollte Verbrauchsteuerbehörde eine sorgfältige Prüfung durchführen, bevor sie Steuern erhebt
  • Der CEO von iTax, Yutthana Srisavat, schlägt die Einführung einer Körperschafts- oder Mehrwertsteuer vor
  • Die Verbrauchsteuerbehörde behauptet, dass sie die Besteuerung von Kryptowährungen sorgfältig prüft

Die Abgeordnete der thailändischen Regierungspartei, Watanya Wongopasi, hat davor gewarnt, dass Krypto-Investoren davor zurückschrecken könnten, Geld in den Sektor zu investieren, wenn die Verbrauchssteuerbehörde beginnt, den Handel zu besteuern. Sie sagte dies in einem Facebook-Post am 20. Januar und forderte die Verbrauchssteuerbehörde auf, eine Due-Diligence-Prüfung durchzuführen, bevor sie Steuern auf den Krypto-Handel erhebt.

Der Facebook-Beitrag enthielt eine Zusammenfassung eines virtuellen Treffens von Mitgliedern des thailändischen Ausschusses für Währungsangelegenheiten, Finanzen, Finanzinstitute und Finanzmarkt. Bei dem Treffen diskutierten die Ausschussmitglieder verschiedene Aspekte der Krypto-Besteuerung.

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Während des Treffens wies Paiboon Nalinthrangkurn, der Vorsitzende der Federation of Thai Capital Market Organizations, darauf hin, dass die Besteuerung des Handels mit Aktien und digitalen Assets die Marktliquidität um bis zu 40% verringern könnte, da ausländische und kurzfristige Investoren aufgrund der hohen Handelskosten verschwinden würden. Er fügte hinzu, dass die Besteuerung ausländische Händler stärker treffen würde, da die Handelskosten um mehr als 160% steigen würden.

iTax-Gründer und -Geschäftsführer Yutthana Srisavat sagte, es wäre besser, eine Körperschaftssteuer oder eine Mehrwertsteuer zu erheben, anstatt den Handel zu besteuern. Seiner Meinung nach würde ein solcher Ansatz der thailändischen Kryptoindustrie helfen, international wettbewerbsfähiger zu werden.

Außerdem merkte Srisavat an, dass die dezentrale Natur von Kryptowährungen es schwierig macht, Daten und Verkäuferinformationen zu erhalten. Aus diesem Grund hält er es für nahezu unmöglich, Steuerinformationen zu sammeln.

Die Verbrauchsteuerbehörde hat bei der Besteuerung von Kryptowährungen kaum Fortschritte gemacht

Die thailändische Verbrauchssteuerbehörde sagte, dass sie den Großteil ihrer Ressourcen für die Besteuerung des Aktienmarktes einsetzt und bei der Besteuerung von Kryptowährungen kaum Fortschritte gemacht hat. Während die Behörde immer noch nach einer Möglichkeit sucht, den Krypto-Bereich zu regulieren, stellte sie fest, dass sie die Branche untersucht, um den richtigen Ansatz zu finden. Darüber hinaus stellte die Behörde fest, dass sie eine Besteuerung nur nach sorgfältiger Prüfung einführen würde.

Diese Nachricht kommt, da die thailändische Regierung die lukrative Kryptoindustrie besteuern will. Zuvor hatte die Regierung eine 15%ige Steuer auf Kryptogewinne vorgeschlagen. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf Ablehnung, da mehrere Experten, darunter der ehemalige thailändische SEC-Chef Tipsuda Thavaramara, dagegen waren.

Thavaramara sagte, die drei Formen der Krypto-Besteuerung, die das thailändische Finanzministerium entwickelt, seien zutiefst fehlerhaft. Nach Ansicht des ehemaligen SEC-Vorsitzenden sind die Kapitalertragssteuern unpraktisch und ungerecht, weil die Betreiber von Kryptobörsen nicht verpflichtet sind, die Investitionserträge an die Kunden auszuzahlen.

Sie fügte hinzu, dass die Besteuerung von Kapitalgewinnen zu Komplikationen im Massenzahlungssektor führen würde, da Krypto-Zahlungsdienste ihren Kunden Kapitalgewinne in Rechnung stellen müssten.

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