Warren Buffett gibt Visa und Mastercard wegen Bitcoin-freundlicher Bank auf

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auf Feb 17, 2022
  • Buffetts Konglomerat hat Nubank-Aktien im Wert von 1 Mrd. $ gekauft
  • Nubank ist die größte Neobank in Lateinamerika
  • Er verkaufte im selben Quartal 1,8 Mrd. $ an Visa und 1,3 Mrd. $ an Mastercard

Der legendäre Investor und Milliardär Warren Buffett hält nichts von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum. Dennoch hat Berkshire Hathaway, Buffetts Unternehmen, im vierten Quartal 2021 Nubank-Aktien im Wert von 1 Mrd. $ gekauft. Durch die Investition in dieser Neobank hat sich Buffett indirekt doch noch für Bitcoin engagiert.

Umstellung auf Fintech

Aus einem Bericht an die amerikanische Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) vom vergangenen Montag geht hervor, dass das Investmentvehikel Aktien des Unternehmens im Wert von 1 Mrd. $ gekauft hat. Dabei handelt es sich um so genannte Klasse-A-Aktien. Außerdem verkaufte es im selben Quartal 1,8 Mrd. $ an Visa und 1,3 Mrd. $ an Mastercard. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass Berkshire sich von Kreditkartenunternehmen auf Fintechs verlagert.

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Buffett ist dafür bekannt, dass er Investitionshypes vermeidet. Der Milliardär konzentriert sich in erster Linie auf die Fundamentaldaten eines Unternehmens, bevor er einen Penny investiert. Offensichtlich beginnen aber auch Neobanken in diese Anlagestrategie zu passen. Im Juli 2021 investierte Berkshire ebenfalls 500 Mio. $ in Nubank.

Exposition gegenüber Bitcoin 

Es scheint, dass Buffett zunehmend an digitalen Finanzdienstleistungen interessiert ist. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er Kryptowährungen weiterhin kritisch gegenübersteht. Im Jahr 2018 verglich Buffett BTC mit Rattengift und nannte es „ekelhaft“. Seitdem hat er wiederholt betont, dass Bitcoin „keinen Wert“ hat. Dennoch ist Buffett mit seiner Investition in die NuBank der größten Kryptowährung auf dem Markt ausgesetzt. 

1 Mrd. $ Investition

Bemerkenswert ist, dass Buffett gleichzeitig Anteile an den traditionelleren Finanzdienstleistungsunternehmen verkaufte; er veräußerte VISA-Aktien im Wert von 1,8 Mrd. $ und Mastercard-Aktien im Wert von 1,3 Mrd. $.

Nubank

Nubank ist eine brasilianische Bank, die hauptsächlich „digital“ arbeitet, ähnlich wie Revolut und Monzo in Großbritannien. Sie ist die größte Neobank in Lateinamerika. Zurzeit hat sie 38 Millionen Kunden und wurde im Dezember 2021 mit 41,5 Mrd. $ bewertet.

Die Neobank erwarb 2020 die Handelsplattform Easynvest. Diese Plattform bietet seit Juni 2021 einen Bitcoin-ETF an. Das schafft zusätzliches Einkommen für die Muttergesellschaft NuBank, wovon Buffett profitiert.

So oder so: Krypto-Fonds sind auf dem Vormarsch. Nach Daten von Bloomberg Intelligence ist die Zahl von 35 auf 80 im Jahr 2021 gestiegen. Die Gesamtbewertung der von diesen Fonds gehaltenen Assets belief sich im vergangenen Jahr auf 63 Mrd. $, gegenüber 24 Mrd. $ zu Beginn des Jahres 2021.

Auch andere Finanzakteure im Portfolio von Berkshire Hathaway schenken den digitalen Währungen zunehmend Aufmerksamkeit. So investieren beispielsweise institutionelle Anleger der U.S. Bancorp, einer der Banken, an der Buffett Anteile hält, seit dem vergangenen Jahr in Kryptowährungen. Die Bank of America, eine weitere Bank im Portfolio des Milliardärs, richtete im Herbst 2021 eine Forschungsabteilung ein, die sich auf Kryptowährungen konzentriert.

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