Ein alter Entführungsfall mit Monero erfährt eine neue Wendung

Ein alter Entführungsfall mit Monero erfährt eine neue Wendung
Written by:
Ali Raza
29th April, 16:07
  • Tom Hagen, ein Energie-Tycoon aus Norwegen, wurde unter dem Verdacht verhaftet, seine Frau ermordet zu haben.
  • Seine Frau verschwand am 31. Oktober 2018, und der Vorfall wurde wie eine Entführung aussehen lassen.
  • Die Polizei schloss daraus, dass es keinen Entfuehrer gibt und dass Hagen wahrscheinlich seine Frau getoetet oder ihren Tod arrangiert hat.
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Vor etwa anderthalb Jahren untersuchte die norwegische Polizei einen Entführungsfall, bei dem es um die Kryptowährung Monero (XMR) ging. Damals konnte niemand aufdecken, was mit Anne-Elisabeth Hagen, einer 69-jährigen Frau von Tom Hagen, geschah.

Hagen verschwanden am 31. Oktober 2018 aus ihrem Haus in der Nähe der Stadt Oslo. Ihr Ehemann, ein bekannter Energie-Tycoon, soll unterdessen eine Lösegeldforderung gefunden haben.

Etwa 10 Wochen nach der Entführung gab die Polizei den Vorfall schließlich der Presse bekannt. Sie enthüllte auch, dass der Entführer 10,3 Millionen Dollar in einer Kryptowährung Monero (XMR) verlangte. Als so genannte Datenschutzmünze ist der Monero schwer aufzuspüren, was es dem Kriminellen ermöglichen könnte, mit dem Geld leichter zu verschwinden.

Die lokale Nachrichtenquelle VG enthüllte, dass die Entführer angeblich gedroht haben sollen, ihr Opfer zu töten, falls sich die Polizei einschaltet. Infolgedessen schwieg die Polizei monatelang, bevor sie es 10 Wochen nach dem Vorfall endlich enthüllte.

Ein Durchbruch in diesem Fall

Der Fall erlebte kürzlich einen Durchbruch, und zwar einen recht merkwürdigen. Die Polizei scheint zu glauben, dass Tom Hagen selbst etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hatte. Tatsächlich war die norwegische Polizei sogar so weit gegangen, ihn wegen Mordverdachts oder Beihilfe zum Mord zu verhaften.

Die Behörden kamen allmählich zu diesem Schluss, wobei sich der Fall im Laufe der Zeit langsam entwickelte und reifte. Zunächst behauptete die Polizei, es sei ihr gelungen, Kontakt zu den Entführern aufzunehmen und mit ihnen zu kommunizieren.

Ab Sommer 2019 kam die Polizei jedoch zu dem Schluss, dass Anne-Elisabeth Hagen wahrscheinlich tot war. Was das Lösegeld betrifft, so glauben sie nun, dass die Notiz nur dazu diente, die Ermittlungen aus der Bahn zu werfen.

Die Polizei sagt, dass es nie einen Entführer gab

Mit einem neuen Blickwinkel auf den Fall verdächtigt die Polizei nun Tom Hagen, in den Fall verwickelt zu sein. Die Vollzugsbeamten verhafteten ihn gestern, am 28. April, auf dem Weg zur Arbeit, wie aus den örtlichen Berichten hervorging.

Später am selben Tag hielt Inspektor Tommy Broeske eine Pressekonferenz ab, bei der er enthüllte, dass „es keine Entführung, keinen echten Verhandlungspartner und keine echten Verhandlungen gab.

Nachdem die Polizei festgestellt hatte, dass der Entfuehrer merkwuerdig ruhig mit den Forderungen umgeht, begann sie, Tom Hagen selbst zu ueberwachen. Nachdem sie ihn seit dem vergangenen Sommer genau beobachtet hatte, folgerte die Polizei, dass er für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich sei. Tatsächlich glauben sie, dass er ihren Mord monatelang geplant hat, möglicherweise zusammen mit mehreren anderen.

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