Interactive Brokers Übersicht
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Verfügbarkeit | Deutschland sowie über 200 weitere Länder und Regionen weltweit |
| Aufsichtsbehörden | Central Bank of Ireland (für EU-Kunden), SEC, FINRA und CFTC (USA), FCA (Großbritannien), bei der BaFin registriert |
| Anlegerschutz | Getrennte Verwahrung von Kunden- und Unternehmensgeldern. EU-Kunden sind über das Irish Investor Compensation Scheme bis zu 20.000 € geschützt. |
| Mindesteinzahlung | 0 € |
| Gebühren für Aktien und ETFs | Ab 0,05 % des Fördervolumens bei europäischen Aktien und ETFs, Mindestgebühr ab 3 € pro Order |
| Gebühren für Forex und CFDs | Volumenabhängige Gebühren mit engen Interbank-Spreads. CFDs ab 0,05 % pro Ausführung, abhängig vom gehandelten Markt |
| Krypto-Gebühren | Abhängig vom Handelsvolumen und dem jeweiligen Kryptowert |
| Auszahlungsgebühren | Eine Auszahlung pro Kalendermonat in der Regel kostenlos, weitere Auszahlungen können kostenpflichtig sein |
| Inaktivitätsgebühren | Keine |
| Handelsplattformen | Trader Workstation (Desktop), Client Portal (Webplattform), IBKR Mobile App, IBKR GlobalTrader App, TradingView-Integration sowie API-Schnittstellen |
| Dauer der Kontoeröffnung | In der Regel 1 bis 3 Werktage nach erfolgreicher Verifizierung |
Interactive Brokers Vor- und Nachteile
Für wen eignet sich Interactive Brokers?
- Aktive Trader, die regelmäßig handeln und Wert auf niedrige Handelskosten legen
- Internationale Anleger, die an zahlreichen Börsen außerhalb Deutschlands investieren möchten
- Erfahrene Investoren, die professionelle Handels- und Analysewerkzeuge benötigen
Für wen ist Interactive Brokers nicht ideal?
- Anfänger, die eine besonders einfache und intuitive Handelsplattform bevorzugen
- Anleger, die eine automatische Steuerabführung durch den Broker erwarten
- Nutzer, die hauptsächlich per ETF- oder Aktiensparplan langfristig investieren möchten
Ist Interactive Brokers sicher und reguliert?
Ja, Interactive Brokers gilt als gut regulierter Broker mit einer langen Unternehmensgeschichte und Aufsicht durch mehrere führende Finanzbehörden weltweit. Für deutsche Anleger erfolgt die Betreuung über Interactive Brokers Ireland Limited (IBIE), das von der Central Bank of Ireland reguliert wird. Kundengelder und Wertpapiere werden getrennt vom Unternehmensvermögen verwahrt, wodurch sie im Falle einer Unternehmensinsolvenz geschützt bleiben. Der größte Nachteil für deutsche Anleger ist, dass Interactive Brokers kein deutscher Broker ist und die Abgeltungssteuer daher nicht automatisch abführt.
Deutsche Kunden eröffnen ihr Konto in der Regel bei Interactive Brokers Ireland Limited, der europäischen Tochtergesellschaft des Unternehmens. Diese wird von der Central Bank of Ireland beaufsichtigt und ist berechtigt, ihre Dienstleistungen in Deutschland anzubieten.
Auf Gruppenebene unterliegt Interactive Brokers zusätzlich der Aufsicht mehrerer internationaler Finanzbehörden, darunter:
- Central Bank of Ireland (Irland)
- Securities and Exchange Commission (SEC, USA)
- Financial Industry Regulatory Authority (FINRA, USA)
- Commodity Futures Trading Commission (CFTC, USA)
- Financial Conduct Authority (FCA, Vereinigtes Königreich)
Interactive Brokers ist zudem an der NASDAQ-Börse notiert und zählt zu den größten börsennotierten Online-Brokern weltweit. Das Unternehmen verwaltet Kundenvermögen in Milliardenhöhe und verfügt über eine starke Kapitalbasis.
Für Kunden von Interactive Brokers Ireland gilt das Irish Investor Compensation Scheme (ICS). Dieses Entschädigungssystem schützt berechtigte Anleger im unwahrscheinlichen Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Brokers mit bis zu 20.000 € pro Person.
Darüber hinaus profitieren Kunden von weiteren Schutzmaßnahmen:
- Getrennte Verwahrung von Kundengeldern und Unternehmensvermögen
- Regelmäßige regulatorische Prüfungen und Kapitalanforderungen
- Strenge Anforderungen an Risikomanagement und Compliance
- Verschlüsselte Datenübertragung und Kontosicherheit
Wertpapiere werden als Sondervermögen behandelt und gehören weiterhin dem Anleger. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse des Unternehmens.
Interactive Brokers gibt an, Kundengelder strikt von den eigenen Unternehmensmitteln zu trennen. Dieses Verfahren ist ein zentraler Bestandteil der regulatorischen Anforderungen und soll sicherstellen, dass Kundengelder auch bei finanziellen Problemen des Brokers geschützt bleiben.
Wertpapiere werden bei Verwahrstellen und Depotbanken im Namen der Kunden gehalten. Da sie als Sondervermögen gelten, können sie bei einer Insolvenz des Brokers grundsätzlich an die rechtmäßigen Eigentümer übertragen werden.
Für Privatkunden innerhalb der Europäischen Union gelten die ESMA-Vorschriften (European Securities and Markets Authority). Diese beinhalten einen Schutz vor negativem Kontostand für gehebelte Produkte wie CFDs.
Zusätzlich gelten maximale Hebelgrenzen für Privatkunden:
- Bis zu 1:30 für wichtige Währungspaare
- Bis zu 1:20 für große Aktienindizes
- Bis zu 1:5 für einzelne Aktien-CFDs
- Bis zu 1:2 für Kryptowährungs-CFDs, sofern verfügbar
Diese Regeln sollen verhindern, dass Privatanleger mehr Geld verlieren, als sich auf ihrem Handelskonto befindet.
Interactive Brokers gehört zu den am stärksten regulierten Brokern für deutsche Anleger. Die Kombination aus internationaler Aufsicht, getrennten Kundengeldern, Anlegerschutzsystemen und einer langjährigen Unternehmenshistorie sorgt für ein hohes Sicherheitsniveau. Anleger sollten jedoch beachten, dass die steuerliche Abwicklung in Deutschland eigenständig erfolgen muss und der Broker stärker auf erfahrene Investoren als auf absolute Einsteiger ausgerichtet ist.
Was kostet die Nutzung von Interactive Brokers?
Interactive Brokers gehört zu den günstigeren Brokern für aktive Anleger und Trader, insbesondere beim Handel an internationalen Börsen. Statt einer pauschalen Ordergebühr nutzt der Broker ein Festpreis-Modell (Fixed) und ein volumenabhängiges Modell (Tiered). Die meisten Kosten entstehen beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren, während für die Depotführung, Kontoeröffnung und Inaktivität keine Gebühren anfallen.
Handelsgebühren und Transaktionskosten
Die Handelskosten hängen vom gewählten Gebührenmodell, dem Handelsplatz und dem Ordervolumen ab. Für deutsche Anleger sind vor allem Aktien- und ETF-Orders an europäischen Börsen relevant.
Fixed-Modell
Beim Fixed-Modell fällt eine feste Gebühr pro Order an, unabhängig vom Handelsvolumen.
Typische Gebühren:
- Europäische Aktien und ETFs: ab 0,05 % des Ordervolumens
- Xetra-Orders: ab 3 € pro Transaktion
- US-Aktien: ab 0,005 US-Dollar pro Aktie
- Optionen: ab 0,65 US-Dollar pro Kontrakt
- Futures: ab 0,85 US-Dollar pro Kontrakt
Dieses Modell eignet sich vor allem für Anleger, die Wert auf transparente und vorhersehbare Kosten legen.
Tiered-Modell
Beim Tiered-Modell sinken die Gebühren mit steigendem Handelsvolumen. Zusätzlich werden Börsen-, Clearing- und Regulierungsgebühren separat weitergegeben.
Typische Kosten:
- Europäische Aktien und ETFs: ab etwa 0,05 % des Handelsvolumens zzgl. Fremdspesen
- US-Aktien: ab 0,005 US-Dollar pro Aktie zzgl. Börsengebühren
Dieses Modell ist häufig für aktive Trader und Anleger mit größeren Ordervolumina günstiger.
Gebühren für Devisenhandel und Währungsumrechnung
Interactive Brokers ist für seine günstigen Fremdwährungsgebühren bekannt. Währungsumrechnungen werden zu Interbankenkursen durchgeführt, während lediglich eine geringe Provision anfällt.
Typische Kosten:
- Währungsumrechnung ab etwa 0,002 % des umgerechneten Betrags
- Keine zusätzlichen Aufschläge auf die Wechselkurse
- Zugang zu über 100 handelbaren Währungspaaren
Für Anleger, die regelmäßig US-Aktien oder andere internationale Wertpapiere handeln, können die niedrigen Wechselkurskosten ein wichtiger Vorteil sein.
Sonstige Gebühren
Neben den Handelskosten erhebt Interactive Brokers nur wenige zusätzliche Gebühren.
| Gebühr | Kosten |
|---|---|
| Kontoeröffnung | Kostenlos |
| Depotführung | Kostenlos |
| Inaktivität | Kostenlos |
| Dividendengutschriften | Kostenlos |
| Erste Auszahlung pro Monat | Kostenlos |
| Zusätzliche Auszahlungen | Können kostenpflichtig sein |
| Echtzeit-Marktdaten | Teilweise kostenpflichtig, abhängig von der Börse |
Gebührenvergleich mit Alternativen
| Merkmal | Interactive Brokers | Trade Republic | Scalable Capital |
|---|---|---|---|
| Depotführung | 0 € | 0 € | 0 € |
| Aktien- und ETF-Orders | Ab 3 € bzw. 0,05 % | 1 € Fremdkostenpauschale | Ab 0,99 € |
| Internationale Börsen | Über 150 Börsen weltweit | Sehr begrenzt | Begrenzte Auswahl |
| Währungsumrechnung | Sehr günstige Interbankenkurse | Nicht für alle Märkte relevant | Höhere Gesamtkosten bei Auslandsinvestments |
| Inaktivitätsgebühr | 0 € | 0 € | 0 € |
Gebührenfazit
Interactive Brokers bietet eine der wettbewerbsfähigsten Gebührenstrukturen für aktive Anleger und internationale Investoren. Während deutsche Neobroker bei kleinen Standardorders häufig günstiger sind, profitieren Vieltrader und Anleger mit Fokus auf internationale Märkte von niedrigen Handelskosten, günstigen Währungsumrechnungen und dem Zugang zu einer großen Zahl globaler Börsenplätze.
Welche Anlageklassen und Märkte sind bei Interactive Brokers verfügbar?
Interactive Brokers bietet eines der breitesten Produktangebote unter den Online-Brokern. Über ein einziges Konto erhalten Anleger Zugang zu Aktien, ETFs, Anleihen, Investmentfonds, Optionen, Futures, Devisen, CFDs und ausgewählten Krypto-Produkten. Besonders hervorzuheben ist der Zugang zu mehr als 150 Börsenplätzen in über 30 Ländern. Die größten Einschränkungen betreffen die vergleichsweise komplexe Produktauswahl für Einsteiger sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit von direkten Krypto-Spot-Angeboten in einigen Regionen.
Aktien und ETFs
Interactive Brokers ermöglicht den Handel mit Aktien und ETFs an über 90 Börsen weltweit. Dazu gehören wichtige deutsche Handelsplätze wie Xetra, die Frankfurter Wertpapierbörse und Tradegate sowie internationale Börsen wie die New York Stock Exchange (NYSE), NASDAQ, London Stock Exchange und Hong Kong Stock Exchange.
Anleger profitieren von:
- Tausenden Aktien aus Nordamerika, Europa und Asien
- Tausenden ETFs verschiedener Anbieter
- Aktienbruchstücken (Fractional Shares) bei vielen US-Werten
- Direkten Börsenzugang statt Market-Maker-Modell
- Handel in mehreren Währungen über ein Konto
Forex und CFDs
Interactive Brokers gehört zu den etablierten Anbietern im Devisenhandel und bietet Zugang zu mehr als 100 Währungspaaren.
Verfügbar sind unter anderem:
- EUR/USD
- GBP/USD
- USD/JPY
- AUD/USD
- USD/CHF
Im CFD-Bereich können Anleger auf verschiedene Märkte spekulieren:
- Aktien-CFDs
- Index-CFDs
- Forex-CFDs
- Edelmetall-CFDs
Für Privatkunden innerhalb der EU gelten die ESMA-Hebelbeschränkungen und der Schutz vor negativem Kontostand.
Optionen und Futures
Interactive Brokers ist besonders bei professionellen Tradern für sein Angebot an Optionen und Futures bekannt.
Verfügbar sind:
- Aktienoptionen
- Indexoptionen
- Futures auf Indizes
- Futures auf Rohstoffe
- Futures auf Anleihen
- Futures auf Währungen
- Mini- und Micro-Futures
Der Broker bietet spezielle Werkzeuge wie OptionTrader, Strategy Builder und Probability Lab, die auf den Handel komplexer Optionsstrategien ausgelegt sind.
Fonds und Anleihen
Langfristig orientierte Anleger erhalten Zugang zu einer großen Auswahl klassischer Anlageprodukte.
Produktangebot:
| Anlageklasse | Verfügbarkeit |
|---|---|
| Investmentfonds | Über 46.000 Fonds weltweit |
| Anleihen | Mehr als 1 Million Staats-, Unternehmens- und Kommunalanleihen |
| Geldmarktprodukte | Verfügbar |
| Festverzinsliche Wertpapiere | Verfügbar |
Viele Fonds können ohne zusätzliche Transaktionsgebühren gehandelt werden, wobei produktabhängige Kosten weiterhin anfallen können.
Kryptowährungen
Interactive Brokers bietet Zugang zu Kryptowährungen über ausgewählte Partner und regulierte Handelslösungen. Je nach Wohnsitzland können Anleger direkt oder indirekt in digitale Vermögenswerte investieren.
Zu den unterstützten Kryptowährungen gehören unter anderem:
- Bitcoin (BTC)
- Ethereum (ETH)
- Litecoin (LTC)
- Bitcoin Cash (BCH)
Darüber hinaus sind verschiedene börsengehandelte Krypto-Produkte (ETPs) und andere regulierte Krypto-Investments verfügbar.
An welchen Märkten können deutsche Anleger handeln?
Einer der größten Vorteile von Interactive Brokers ist der Zugang zu internationalen Börsenplätzen.
| Region | Anzahl der Handelsplätze |
|---|---|
| Deutschland | Frankfurt, Xetra, Tradegate und weitere |
| Europa | Über 25 Börsenplätze |
| USA | Über 18 Börsenplätze |
| Asien-Pazifik | Börsen in Hongkong, Tokio, Singapur und Australien |
| Kanada | Toronto Stock Exchange und weitere |
| OTC-Märkte | Mehrere außerbörsliche Handelsplätze |
Insgesamt können Anleger über Interactive Brokers an mehr als 150 Börsen weltweit handeln, was deutlich über dem Angebot der meisten deutschen Online-Broker liegt.
Märkte und Produkte im Überblick
| Anlageklasse | Verfügbar |
|---|---|
| Aktien | ✓ |
| ETFs | ✓ |
| Anleihen | ✓ |
| Investmentfonds | ✓ |
| Optionen | ✓ |
| Futures | ✓ |
| Forex | ✓ |
| CFDs | ✓ |
| Kryptowährungen | ✓ |
| Rohstoffe über Futures | ✓ |
Fazit zum Produktangebot
Interactive Brokers bietet eines der umfangreichsten Markt- und Produktangebote für Privatanleger in Deutschland. Während viele deutsche Broker vor allem auf Aktien, ETFs und Sparpläne fokussiert sind, ermöglicht Interactive Brokers zusätzlich den Handel mit Optionen, Futures, Devisen, Anleihen und internationalen Wertpapieren an Börsen rund um den Globus. Dadurch eignet sich die Plattform besonders für Anleger, die Zugang zu globalen Märkten und einer breiten Auswahl an Anlageklassen suchen.
Wie funktionieren Ein- und Auszahlungen bei Interactive Brokers?
Interactive Brokers unterstützt Ein- und Auszahlungen per Banküberweisung und bietet Zugang zu mehreren Basiswährungen, darunter Euro. Einzahlungen sind in der Regel kostenlos und werden meist innerhalb von ein bis drei Werktagen gutgeschrieben. Die erste Auszahlung pro Kalendermonat ist normalerweise kostenlos, während für zusätzliche Auszahlungen Gebühren anfallen können. Die wichtigsten Einschränkungen sind, dass keine Zahlungen per Kreditkarte oder PayPal möglich sind und vor jeder Überweisung eine Zahlungsankündigung im Kundenportal hinterlegt werden muss.
Welche Einzahlungsmethoden werden unterstützt?
Interactive Brokers setzt primär auf klassische Banküberweisungen und richtet sich damit stärker an Anleger und Trader als an Nutzer, die schnelle EWallet-Einzahlungen bevorzugen.
Verfügbare Einzahlungsmethoden:
| Einzahlungsmethode | Verfügbar | Gebühren |
|---|---|---|
| Banküberweisung (SEPA) | ✓ | Kostenlos |
| Internationale Banküberweisung | ✓ | Abhängig von der Bank |
| Kreditkarte | ✗ | Nicht verfügbar |
| Debitkarte | ✗ | Nicht verfügbar |
| PayPal | ✗ | Nicht verfügbar |
| Skrill | ✗ | Nicht verfügbar |
| Neteller | ✗ | Nicht verfügbar |
Es gibt keine vorgeschriebene Mindesteinzahlung für Privatkunden. Das Konto kann bereits mit kleinen Beträgen eröffnet und genutzt werden.
Wie lange dauern Einzahlungen?
Die Bearbeitungszeit hängt von der gewählten Zahlungsmethode und der Bank ab.
| Zahlungsmethode | Typische Bearbeitungszeit |
|---|---|
| SEPA-Überweisung | 1 bis 2 Werktage |
| Internationale Überweisung | 1 bis 3 Werktage |
Vor jeder Einzahlung muss im Client Portal eine Einzahlungsmeldung erstellt werden. Dadurch kann Interactive Brokers die Zahlung schneller zuordnen.
Wie funktionieren Auszahlungen?
Auszahlungen erfolgen auf ein zuvor verifiziertes Bankkonto. Aus Sicherheitsgründen können Gelder grundsätzlich nur an Konten überwiesen werden, die auf den Namen des Kontoinhabers lauten.
Wichtige Merkmale:
- Erste Auszahlung pro Kalendermonat in der Regel kostenlos
- Zusätzliche Auszahlungen können gebührenpflichtig sein
- Auszahlung nur auf verifizierte Bankkonten
- Hohe Sicherheitsstandards zur Betrugsprävention
| Auszahlungsart | Bearbeitungszeit | Gebühren |
|---|---|---|
| SEPA-Überweisung | 1 bis 3 Werktage | Erste Auszahlung meist kostenlos |
| Internationale Überweisung | 1 bis 4 Werktage | Zusätzliche Gebühren möglich |
Welche Basiswährungen werden unterstützt?
Ein großer Vorteil von Interactive Brokers ist die Unterstützung zahlreicher Kontowährungen. Anleger können Vermögenswerte in verschiedenen Währungen halten, ohne jede Position automatisch in Euro umrechnen zu müssen.
Zu den wichtigsten Basiswährungen gehören:
- Euro (EUR)
- US-Dollar (USD)
- Britisches Pfund (GBP)
- Schweizer Franken (CHF)
- Kanadischer Dollar (CAD)
- Australischer Dollar (AUD)
- Japanischer Yen (JPY)
Dies ist besonders für Anleger interessant, die regelmäßig an internationalen Börsen handeln.
Kosten für Währungsumrechnungen
Interactive Brokers zählt zu den günstigsten Brokern für Fremdwährungsumrechnungen. Statt hoher Aufschläge auf den Wechselkurs werden Interbankenkurse verwendet und lediglich eine geringe Provision berechnet.
Typische Merkmale:
- Sehr geringe Umrechnungskosten im Vergleich zu vielen deutschen Brokern
- Zugang zu Interbankenkursen
- Geeignet für den regelmäßigen Handel von US-Aktien und internationalen Wertpapieren
- Währungsumtausch direkt innerhalb des Kontos möglich
Fazit zu Ein- und Auszahlungen
Interactive Brokers bietet einen sicheren und kostengünstigen Ein- und Auszahlungsprozess, der besonders für internationale Anleger geeignet ist. Die fehlende Unterstützung für Kreditkarten, PayPal oder andere E-Wallets macht die Plattform weniger flexibel als einige Neobroker. Dafür profitieren Nutzer von kostenlosen Einzahlungen, günstigen Währungsumrechnungen und der Möglichkeit, mehrere Währungen innerhalb eines einzigen Kontos zu verwalten.
Wie einfach ist die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers?
Die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers erfolgt vollständig online und dauert in der Regel zwischen einem und drei Werktagen, sofern alle Dokumente korrekt eingereicht werden. Es gibt keine Mindesteinzahlung für Privatanleger. Wie bei allen regulierten Brokern müssen Neukunden einen KYC-Prozess (Know Your Customer) durchlaufen, der die Identitäts- und Adressprüfung sowie Angaben zur finanziellen Situation und Handelserfahrung umfasst.
So läuft die Kontoeröffnung ab
Die Registrierung erfolgt über die Website oder die mobile App von Interactive Brokers und umfasst mehrere Schritte:
- Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse und Passwort erstellen
- E-Mail-Adresse bestätigen
- Persönliche Daten und Kontaktdaten eingeben
- Angaben zu Einkommen, Vermögen und Steuerwohnsitz machen
- Informationen zu Anlagezielen und Handelserfahrung bereitstellen
- Bankverbindung hinterlegen
- Identitätsprüfung abschließen
- Konto freischalten und erste Einzahlung vornehmen
Die meisten Anträge werden innerhalb weniger Werktage geprüft. In Einzelfällen kann die Verifizierung länger dauern, wenn zusätzliche Dokumente benötigt werden.
Welche Dokumente werden benötigt?
Aufgrund der regulatorischen Vorgaben der Central Bank of Ireland sowie internationaler Geldwäschevorschriften müssen alle Kunden ihre Identität nachweisen.
Typischerweise werden folgende Dokumente verlangt:
| Dokument | Beispiele |
|---|---|
| Identitätsnachweis | Reisepass oder Personalausweis |
| Adressnachweis | Kontoauszug, Steuerbescheid oder Versorgerrechnung (nicht älter als sechs Monate) |
| Steuerinformationen | Steueridentifikationsnummer und Steuerwohnsitz |
| Finanzangaben | Informationen zu Einkommen, Vermögen und Anlageerfahrung |
Die Dokumente werden digital hochgeladen und im Rahmen des Verifizierungsprozesses geprüft.
Welche Kontotypen stehen zur Verfügung?
Interactive Brokers bietet verschiedene Kontomodelle für unterschiedliche Anlegertypen an.
| Kontotyp | Geeignet für |
|---|---|
| Einzelkonto | Privatanleger |
| Gemeinschaftskonto | Paare und Gemeinschaftsanleger |
| Firmenkonto | Unternehmen und juristische Personen |
| Beraterkonto | Vermögensverwalter und Finanzberater |
| Professionelles Konto | Erfahrene Anleger, die bestimmte regulatorische Voraussetzungen erfüllen |
Die meisten deutschen Nutzer eröffnen ein Standard-Einzelkonto.
Gibt es ein Demokonto?
Ja, Interactive Brokers bietet ein kostenloses Demokonto, das als Paper-Trading-Konto bezeichnet wird. Nutzer erhalten ein virtuelles Guthaben und können die Handelsplattform mit Echtzeit- oder simulierten Marktdaten testen, ohne eigenes Kapital zu riskieren.
Das Demokonto eignet sich besonders für:
- Neue Nutzer, die die Trader Workstation kennenlernen möchten
- Anleger, die Handelsstrategien testen wollen
- Trader, die sich mit den zahlreichen Ordertypen vertraut machen möchten
Im Gegensatz zu vielen Brokern ist das Papier-Trading-Konto nicht auf wenige Tage begrenzt.
Wer kann ein Konto eröffnen?
Interactive Brokers akzeptiert Kunden aus Deutschland sowie aus den meisten Ländern weltweit. Antragsteller müssen volljährig sein und die regulatorischen Anforderungen zur Identitätsprüfung erfüllen.
Für bestimmte Produkte wie Optionen, Futures oder Marginhandel können zusätzliche Eignungsprüfungen erforderlich sein. Interactive Brokers bewertet dabei die Handelserfahrung und die finanziellen Kenntnisse des Antragstellers.
Fazit zur Kontoeröffnung
Die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers ist unkompliziert, aber umfangreicher als bei vielen deutschen Neobrokern. Während die Registrierung vollständig digital erfolgt und keine Mindesteinzahlung erforderlich ist, verlangt der Broker detaillierte Angaben zu Finanzen, Anlagezielen und Handelserfahrung. Das kostenlose Demokonto und die breite Auswahl an Kontotypen machen den Einstieg sowohl für erfahrene Anleger als auch für internationale Investoren attraktiv.
Wie gut sind die App und die Handelsplattform von Interactive Brokers im Alltag?
Interactive Brokers bietet mehrere Plattformen für unterschiedliche Anlegertypen an, von der einfachen mobilen App bis zur professionellen Trader Workstation (TWS). Die Plattformen sind leistungsstark und ermöglichen nahezu jede Handelsaktivität, die ein Privatanleger oder aktiver Trader benötigt. Während erfahrene Nutzer von den umfangreichen Funktionen profitieren, kann die Benutzeroberfläche für Einsteiger komplexer wirken als bei deutschen Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital.
Welche Plattformen stehen zur Verfügung?
Interactive Brokers bietet vier zentrale Plattformen:
| Plattform | Geeignet für |
|---|---|
| Trader Workstation (TWS) | Aktive Trader und professionelle Anleger |
| Client Portal | Webbasierter Handel und Kontoverwaltung |
| IBKR Mobile | Vollwertiger Handel per Smartphone |
| IBKR GlobalTrader | Vereinfachte App für langfristige Anleger und Einsteiger |
Zusätzlich können Kunden ihr Konto direkt mit TradingView verbinden und Orders aus der Chartsoftware heraus platzieren.
Ordertypen und Handelsfunktionen
Interactive Brokers gehört zu den Brokern mit dem umfangreichsten Angebot an Orderarten.
Verfügbare Ordertypen umfassen unter anderem:
- Market-Orders
- Limit-Orders
- Stop-Loss-Orders
- Trailing-Stop-Orders
- Bracket Orders
- One-Cancels-Other (OCO)
- Algorithmische Orders
- Bedingte Orders
Insgesamt unterstützt die Plattform mehr als 100 verschiedene Ordertypen und Handelsalgorithmen. Das ist deutlich mehr als bei den meisten deutschen Brokern.
Besonders aktive Anleger profitieren von:
- Smart Routing zur automatischen Auswahl des günstigsten Handelsplatzes
- Direktem Marktzugang an internationalen Börsen
- Echtzeit-Risikomanagement
- Margin- und Optionshandel
Charting- und Analysewerkzeuge
Die Trader Workstation zählt zu den leistungsfähigsten Handelsplattformen für Privatanleger.
Zu den wichtigsten Analysefunktionen gehören:
- Über 120 technische Indikatoren
- Individuell anpassbare Charts
- Fundamentaldaten von Unternehmen
- Analystenschätzungen und Ratings
- Unternehmenskennzahlen
- Nachrichten-Feeds
- Optionsanalyse-Tools
- Risiko- und Portfoliomanagement
Für Optionshändler stehen zusätzlich spezialisierte Werkzeuge wie OptionTrader, Probability Lab und Strategy Builder zur Verfügung.
Watchlists, Alarme und Portfolioübersicht
Die Plattform bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Marktbeobachtung und Depotverwaltung.
Funktionen im Überblick:
| Funktion | Verfügbar |
|---|---|
| Watchlists | ✓ |
| Kursalarme | ✓ |
| Preisbenachrichtigungen | ✓ |
| Portfolioanalyse | ✓ |
| Performanceberichte | ✓ |
| Steuerberichte | ✓ |
| Individuelle Dashboards | ✓ |
Im Client Portal erhalten Anleger eine übersichtliche Darstellung ihrer Konten, offenen Positionen, Renditen und Transaktionen.
Mobile App im Test
Die IBKR Mobile App bietet nahezu alle Funktionen der Desktop-Version an einer mobilen Oberfläche.
Über die App können Nutzer:
- Wertpapiere kaufen und verkaufen
- Kurse in Echtzeit verfolgen
- Kursalarme erstellen
- Charts analysieren
- Ein- und Auszahlungen verwalten
- Berichte abrufen
- Optionen und Futures handeln
Im Vergleich zur Trader Workstation ist die App deutlich einfacher zu bedienen und eignet sich gut für den täglichen Gebrauch unterwegs.
Sprache und Benutzerfreundlichkeit
Interactive Brokers bietet eine vollständig lokalisierte deutsche Benutzeroberfläche für Webplattform, Mobile App und Client Portal.
Verfügbar sind:
- Deutsche Sprache
- Mobile Apps für iOS und Android
- Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Biometrische Anmeldung auf Mobilgeräten
- Individuell anpassbare Arbeitsbereiche
Die größte Schwäche bleibt die Lernkurve der Trader Workstation. Die Plattform richtet sich klar an erfahrene Anleger und bietet deutlich mehr Funktionen als viele Wettbewerber, was den Einstieg anspruchsvoller machen kann.
Plattformvergleich
| Merkmal | Interactive Brokers | Trade Republic | Scalable Capital |
|---|---|---|---|
| Desktop-Plattform | ✓ | ✗ | ✓ |
| Webplattform | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mobile App | ✓ | ✓ | ✓ |
| TradingView-Anbindung | ✓ | ✗ | Teilweise |
| Erweiterte Ordertypen | ✓ | Begrenzt | Begrenzt |
| Professionelle Chartanalyse | ✓ | Begrenzt | Mittel |
| Optionen und Futures | ✓ | ✗ | Teilweise |
Fazit zur Benutzerfreundlichkeit
Interactive Brokers bietet eine der leistungsfähigsten Handelsplattformen am Markt. Die Kombination aus Trader Workstation, Client Portal, mobilen Apps und TradingView-Integration deckt nahezu jeden Anwendungsfall ab. Für aktive Trader und erfahrene Anleger gehören die Analyse- und Handelswerkzeuge zu den stärksten der Branche. Einsteiger sollten jedoch etwas Zeit für die Einarbeitung einplanen, da die Plattform deutlich komplexer ist als typische Neobroker-Apps.
Welche Funktionen heben Interactive Brokers von ähnlichen Brokern ab?
Interactive Brokers unterscheidet sich von vielen deutschen und europäischen Brokern durch seinen globalen Marktzugang, professionelle Handelswerkzeuge und die große Flexibilität für aktive Anleger. Während viele Wettbewerber vor allem auf einfache Aktien- und ETF-Investments ausgerichtet sind, kombiniert Interactive Brokers Zugang zu über 150 Börsen weltweit mit fortgeschrittenen Analysewerkzeugen, mehr als 100 Ordertypen und einer leistungsfähigen API für automatisierten Handel.
Globaler Zugang zu internationalen Börsen
Eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale ist der Zugang zu einem außergewöhnlich breiten Spektrum an Märkten.
Anleger können über ein einziges Konto handeln:
- Aktien und ETFs an mehr als 150 Börsen weltweit
- Optionen und Futures an über 30 Terminbörsen
- Devisen an globalen Forex-Märkten
- Anleihen, Fonds und Geldmarktprodukte
- Internationale Märkte in Nordamerika, Europa und Asien
Im Vergleich dazu beschränken viele deutsche Neobroker den Handel auf wenige Handelsplätze oder einen einzelnen Market Maker.
Professionelle Ordertypen und Handelswerkzeuge
Interactive Brokers bietet mehr als 100 verschiedene Ordertypen und Handelsalgorithmen. Das ist deutlich umfangreicher als bei den meisten klassischen Online-Brokern.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Limit- und Stop-Orders
- Trailing Stops
- Bracket Orders
- One-Cancels-Other-Orders (OCO)
- Algorithmische Handelsstrategien
- Smart Routing zur automatischen Auswahl des besten Handelsplatzes
Diese Funktionen können besonders für aktive Trader und Anleger interessant sein, die ihre Handelsausführung präzise steuern möchten.
Trader Workstation und spezialisierte Analyse-Tools
Die Trader Workstation (TWS) zählt zu den umfangreichsten Handelsplattformen für Privatanleger.
Zu den wichtigsten Werkzeugen gehören:
| Tool | Funktion |
|---|---|
| OptionTrader | Analyse und Handel von Optionen |
| Strategy Builder | Erstellung komplexer Optionsstrategien |
| Probability Lab | Wahrscheinlichkeitsanalyse für Optionen |
| Risk Navigator | Portfolio- und Risikomanagement |
| ChartTrader | Direkter Handel aus dem Chart |
| Fundamentals Explorer | Unternehmens- und Fundamentalanalyse |
Diese Werkzeuge sind insbesondere für Anleger relevant, die über klassische Aktienkäufe hinausgehen möchten.
API und automatisierter Handel
Ein weiterer Unterschied zu vielen Wettbewerbern ist die offene API-Infrastruktur von Interactive Brokers.
Unterstützt werden unter anderem:
- Python
- Java
- C++
- C#
- ActiveX
Dadurch können Anleger eigene Handelsalgorithmen entwickeln, Strategien automatisieren oder externe Software mit ihrem Brokerkonto verbinden. Solche Funktionen sind bei den meisten deutschen Brokern nicht verfügbar.
TradingView-Integration
Interactive Brokers gehört zu den wenigen großen Brokern, die eine direkte Anbindung an TradingView unterstützen.
Dadurch können Nutzer:
- Charts in TradingView analysieren
- Orders direkt aus TradingView platzieren
- Watchlists synchronisieren
- Technische Analysen mit der Handelsausführung verbinden
Für viele aktive Anleger bietet dies eine deutlich flexiblere Arbeitsumgebung als die ausschließliche Nutzung der brokerinternen Plattform.
Vergleich mit typischen Online-Brokern
| Funktion | Interactive Brokers | Typischer Online-Broker |
|---|---|---|
| Internationale Börsen | Über 150 | Oft nur wenige |
| Erweiterte Ordertypen | Über 100 | Grundlegende Auswahl |
| Optionen und Futures | ✓ | Häufig eingeschränkt |
| API für automatisierten Handel | ✓ | Selten verfügbar |
| TradingView-Anbindung | ✓ | Nicht immer verfügbar |
| Professionelle Risikowerkzeuge | ✓ | Meist nicht vorhanden |
Fazit zu den Besonderheiten
Die größten Unterschiede liegen im internationalen Börsenzugang, den professionellen Handelswerkzeugen, der TradingView-Integration und den Möglichkeiten für automatisierten Handel. Diese Funktionen machen Interactive Brokers besonders interessant für erfahrene Anleger und aktive Trader, während Einsteiger viele dieser Werkzeuge im Alltag möglicherweise nicht benötigen.
Für wen eignet sich Interactive Brokers am besten?
Interactive Brokers eignet sich vor allem für Anleger, die Zugang zu internationalen Märkten, niedrige Handelskosten und professionelle Werkzeuge suchen. Im Gegensatz zu vielen deutschen Neobrokern richtet sich die Plattform weniger an Gelegenheitsanleger und stärker an Nutzer, die über verschiedene Anlageklassen und Börsenplätze hinweg investieren oder handeln möchten.
Aktive Trader
Interactive Brokers ist besonders für aktive Trader geeignet, die regelmäßig Aktien, Optionen, Futures oder Devisen handeln.
Wichtige Vorteile für diese Nutzergruppe:
- Zugang zu mehr als 150 Börsen weltweit
- Über 100 Ordertypen und Handelsalgorithmen
- Wettbewerbsfähige Gebühren bei hohen Handelsvolumen
- Professionelle Plattformen wie die Trader Workstation (TWS)
- TradingView- und API-Integration
Gerade Daytrader und Swing-Trader profitieren von den umfangreichen Handels- und Analysefunktionen.
Internationale Anleger
Anleger, die über Deutschland hinaus investieren möchten, gehören zur Kernzielgruppe von Interactive Brokers.
Die Plattform ermöglicht den direkten Handel an Börsen in:
- Deutschland
- USA
- Kanada
- Großbritannien
- Hongkong
- Japan
- Australien
- Weitere internationale Märkte
Wer regelmäßig US-Aktien, internationale ETFs oder ausländische Anleihen handelt, findet bei Interactive Brokers deutlich mehr Auswahl als bei den meisten deutschen Brokern.
Options- und Futures-Händler
Nur wenige Broker in Deutschland bieten ein vergleichbar umfangreiches Angebot für Derivate.
Interactive Brokers stellt spezielle Werkzeuge bereit für:
- Aktienoptionen
- Indexoptionen
- Futures auf Indizes
- Rohstoff-Futures
- Währungs-Futures
Tools wie OptionTrader, Strategy Builder und Probability Lab sind speziell auf die Anforderungen fortgeschrittener Derivatehändler ausgelegt.
Vermögende und erfahrene Investoren
Anleger mit größeren Portfolios profitieren von der breiten Produktauswahl und den professionellen Funktionen zur Portfolioverwaltung.
Dazu gehören:
- Über 46.000 Investmentfonds
- Mehr als 1 Million Anleihen
- Multi-Währungs-Konten
- Erweiterte Risiko- und Performanceanalysen
- Günstige Währungsumrechnungen für internationale Investments
Übersicht: Für wen eignet sich Interactive Brokers?
| Anlegertyp | Eignung |
|---|---|
| Aktive Trader | Sehr hoch |
| Internationale Anleger | Sehr hoch |
| Options- und Futures-Händler | Sehr hoch |
| Erfahrene Investoren | Hoch |
| Langfristige Aktienanleger | Hoch |
| ETF-Sparer | Mittel |
| Einsteiger | Eher begrenzt |
Fazit
Interactive Brokers eignet sich am besten für aktive Trader, internationale Anleger, Derivatehändler und erfahrene Investoren, die Zugang zu globalen Märkten und professionellen Handelswerkzeugen suchen. Wer hingegen hauptsächlich einen einfachen Broker für gelegentliche Aktienkäufe oder ETF-Sparpläne benötigt, findet bei vielen deutschen Neobrokern eine unkomplizierte Alternative.
Wann ist Interactive Brokers nicht die richtige Wahl?
Interactive Brokers ist nicht die beste Wahl für Anleger, die eine sehr einfache Broker-App, automatische deutsche Steuerabwicklung oder einen starken Fokus auf Sparpläne suchen. Die Plattform ist leistungsfähig, aber komplex. Wer nur gelegentlich deutsche Aktien oder ETFs kaufen möchte, findet bei vielen deutschen Neobrokern oft eine einfachere und günstigere Lösung.
Für Anfänger mit wenig Börsenerfahrung
Interactive Brokers kann für Einsteiger überfordernd wirken. Die Trader Workstation bietet mehr als 100 Ordertypen, professionelle Analysewerkzeuge und Zugang zu vielen internationalen Märkten, was für neue Anleger nicht immer notwendig ist.
Ein einfacherer Broker kann besser passen, wenn Nutzer:
- nur wenige Aktien oder ETFs kaufen möchten
- keine komplexen Ordertypen benötigen
- eine App mit sehr einfacher Menüführung bevorzugen
- keine Zeit in die Einarbeitung investieren wollen
Für Anleger, die automatische Steuerabwicklung erwarten
Interactive Brokers führt die deutsche Abgeltungssteuer nicht automatisch ab. Deutsche Anleger müssen Kapitalerträge, Dividenden, Zinsen und realisierte Gewinne selbst in der Steuererklärung angeben.
Das ist besonders wichtig, weil in Deutschland auf Kapitalerträge grundsätzlich 25 % Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer anfällt. Wer keine eigene Dokumentation führen möchte, ist mit einem deutschen Broker oft besser bedient.
Für reine ETF-Sparplan-Anleger
Interactive Brokers ist weniger passend für Anleger, die hauptsächlich monatlich automatisiert in ETFs investieren möchten. Zwar ist langfristiges Investieren über die Plattform möglich, der Broker ist aber stärker auf aktiven Handel, internationale Märkte und professionelle Werkzeuge ausgelegt.
Ein deutscher Sparplan-Broker kann sinnvoller sein, wenn Nutzer:
- regelmäßig kleine Beträge investieren möchten
- eine einfache Sparplanverwaltung suchen
- automatische Steuerabführung wünschen
- nur deutsche oder europäische Standard-ETFs benötigen
Für Nutzer, die deutschsprachigen Support priorisieren
Interactive Brokers bietet deutschsprachige Inhalte und Supportkanäle, der Kundenservice ist jedoch nicht immer vollständig oder sofort auf Deutsch verfügbar. Je nach Tageszeit und Thema kann die Kommunikation auf Englisch erfolgen.
Das kann ein Nachteil sein für Nutzer, die:
- komplexe Fragen nur auf Deutsch klären möchten
- telefonischen Support mit kurzen Wartezeiten erwarten
- persönliche Betreuung wie bei einer deutschen Bank bevorzugen
Übersicht: Wann passt Interactive Brokers eher nicht?
| Nutzertyp | Warum Interactive Brokers weniger geeignet ist |
|---|---|
| Anfänger | Plattform und Produktauswahl sind komplex |
| Steuerlich passive Anleger | Keine automatische Abführung der deutschen Abgeltungssteuer |
| Reine Sparplan-Nutzer | Weniger bequem als spezialisierte deutsche Sparplan-Broker |
| Nutzer mit Fokus auf deutschen Support | Support kann je nach Thema und Uhrzeit englischsprachig sein |
Fazit
Interactive Brokers ist weniger geeignet für Anleger, die maximale Einfachheit, automatische Steuerabwicklung und eine stark vereinfachte App erwarten. Wer vor allem deutsche Standardwerte oder ETFs kaufen und sich nicht mit Steuerberichten, Währungen oder professionellen Handelsfunktionen beschäftigen möchte, findet bei deutschen Brokern häufig eine passende Alternative.
So starten Sie mit Interactive Brokers
Der Einstieg bei Interactive Brokers erfolgt vollständig online und kann meist innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden. Es gibt keine Mindesteinzahlung, sodass Anleger bereits mit kleinen Beträgen starten können. Vor dem ersten Handel müssen jedoch die Identitätsprüfung und einige regulatorische Angaben abgeschlossen werden.
- Konto auf der Interactive-Brokers-Website oder in der App erstellen.
- Persönliche Daten, Steuerinformationen und Angaben zur Handelserfahrung eingeben.
- Identität mit einem gültigen Ausweis und einem Adressnachweis verifizieren.
- Das Konto per Banküberweisung aufladen.
- Nach Freischaltung Wertpapiere suchen und die erste Order platzieren.
Für die Kontoeröffnung werden in der Regel folgende Informationen und Dokumente benötigt:
- Personalausweis oder Reisepass
- Adressnachweis (nicht älter als sechs Monate)
- Steueridentifikationsnummer
- Angaben zu Einkommen, Vermögen und Anlageerfahrung
- Bankverbindung für Ein- und Auszahlungen
Die Registrierung selbst dauert meist 10 bis 20 Minuten. Nach erfolgreicher Verifizierung wird das Konto in der Regel innerhalb von ein bis drei Werktagen freigeschaltet. Anschließend kann die erste Einzahlung vorgenommen und direkt mit dem Handel begonnen werden.
Ja. Interactive Brokers bietet ein kostenloses Paper-Trading-Konto mit virtuellem Guthaben an. Damit können Nutzer die Trader Workstation, die mobile App und verschiedene Handelsstrategien testen, ohne eigenes Kapital zu riskieren.
Wer noch keine Erfahrung mit professionellen Handelsplattformen hat, sollte zunächst das Demokonto nutzen und sich mit der Trader Workstation oder dem Client Portal vertraut machen. Die Plattform bietet deutlich mehr Funktionen als typische Neobroker und benötigt etwas Einarbeitungszeit.
Fazit
Interactive Brokers ist ein internationaler Broker mit Zugang zu einer außergewöhnlich breiten Auswahl an Märkten und Anlageklassen. Die Plattform eignet sich besonders für aktive Trader, internationale Anleger und erfahrene Investoren, die Wert auf professionelle Handelswerkzeuge und wettbewerbsfähige Gebühren legen.
Der größte Nachteil für deutsche Nutzer ist die fehlende automatische Abführung der Abgeltungssteuer sowie die vergleichsweise hohe Komplexität der Plattform. Im Vergleich zu einfacheren Alternativen wie Trade Republic oder Scalable Capital bietet Interactive Brokers deutlich mehr Funktionen und Marktzugang, erfordert dafür aber mehr Einarbeitung.
Für Anleger, die regelmäßig an internationalen Börsen handeln und eine leistungsstarke Handelsumgebung suchen, gehört Interactive Brokers zu den stärksten Optionen auf dem deutschen Markt.
FAQs
Ja, Interactive Brokers gilt in Deutschland als seriöser Broker. Deutsche Kunden werden über Interactive Brokers Ireland Limited betreut, das von der Central Bank of Ireland reguliert wird. Zudem ist die Unternehmensgruppe börsennotiert und wird von mehreren führenden Finanzaufsichtsbehörden weltweit überwacht.
Die größten Nachteile sind die fehlende automatische Abführung der deutschen Abgeltungssteuer und die vergleichsweise komplexe Handelsplattform. Anleger, die eine besonders einfache App oder eine vollständige deutsche Nutzererfahrung suchen, finden bei einigen Neobrokern möglicherweise einen leichteren Einstieg.
Interactive Brokers verfügt über ein hohes Sicherheitsniveau durch regulatorische Aufsicht, getrennte Verwahrung von Kundengeldern und verschiedene Anlegerschutzmechanismen. Wertpapiere werden als Sondervermögen gehalten, während EU-Kunden zusätzlich durch das Irish Investor Compensation Scheme geschützt sind.
Ja, deutsche Anleger können problemlos ein Konto bei Interactive Brokers eröffnen. Die Plattform ist auf Deutsch verfügbar und ermöglicht den Handel an deutschen sowie internationalen Börsen über ein einziges Konto.
Interactive Brokers ist grundsätzlich auch für Anfänger zugänglich, richtet sich jedoch stärker an erfahrene Anleger und aktive Trader. Die Plattform bietet sehr viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, was für Einsteiger zunächst anspruchsvoll sein kann.
Ja, Interactive Brokers eignet sich sowohl für langfristiges Investieren als auch für aktiven Handel. Anleger erhalten Zugang zu Aktien, ETFs, Anleihen, Fonds und zahlreichen internationalen Märkten, wodurch sich breit diversifizierte Portfolios aufbauen lassen.
Wie wir getestet haben und unsere Methodik
Interactive Brokers wurde anhand eines standardisierten Bewertungsrahmens geprüft, um eine konsistente und vergleichbare Bewertung mit anderen Brokern sicherzustellen. Die Analyse kombiniert praktische Tests der Plattform, eine detaillierte Gebührenanalyse, die Bewertung von Funktionen und Produkten sowie die Überprüfung regulatorischer und sicherheitsrelevanter Faktoren.
Jede Kategorie wird auf einer Skala von 0 bis 5 bewertet. Die Einzelbewertungen werden anschließend gewichtet, um die Gesamtbewertung der Plattform zu ermitteln.
Die Bewertung basiert auf den folgenden Kategorien:
- Anlagemöglichkeiten
- Plattformen und Benutzerfreundlichkeit
- Produkte und Märkte
- Sicherheit und Zuverlässigkeit
- Ein- und Auszahlungen
- Recherche- und Analysetools
- Gebühren und Kosten
- Bildungs- und Lernangebote
Im Rahmen des Testverfahrens wurden die Kontoeröffnung, die Handelsplattformen, die verfügbaren Märkte, die Gebührenstruktur, die Ein- und Auszahlungsprozesse sowie die regulatorischen Schutzmaßnahmen analysiert. Zusätzlich wurden Funktionen wie Charting-Tools, Ordertypen, mobile Anwendungen und Bildungsressourcen mit denen vergleichbarer Broker verglichen, um die Stärken und Schwächen der Plattform objektiv zu bewerten.