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 Interactive Brokers Erfahrungen

Interactive Brokers Erfahrungen 2026

 Interactive Brokers Erfahrungen
Zugang zu mehr als 150 Börsen und einer der größten Auswahlen an handelbaren Märkten weltweit
Wettbewerbsfähige Gebührenstruktur, insbesondere für aktive Trader und größere Handelsvolumen
Umfangreiche Handelsplattformen mit professionellen Analyse- und Orderfunktionen
Keine Depotführungs- oder Inaktivitätsgebühren für Privatanleger
Hohe regulatorische Standards und starke Kapitalausstattung der Unternehmensgruppe
Aktualisiert am
11. Juni 2026

Interactive Brokers Übersicht

Kategorie Details
Verfügbarkeit Deutschland sowie über 200 weitere Länder und Regionen weltweit
Aufsichtsbehörden Central Bank of Ireland (für EU-Kunden), SEC, FINRA und CFTC (USA), FCA (Großbritannien), bei der BaFin registriert
Anlegerschutz Getrennte Verwahrung von Kunden- und Unternehmensgeldern. EU-Kunden sind über das Irish Investor Compensation Scheme bis zu 20.000 € geschützt.
Mindesteinzahlung 0 €
Gebühren für Aktien und ETFs Ab 0,05 % des Fördervolumens bei europäischen Aktien und ETFs, Mindestgebühr ab 3 € pro Order
Gebühren für Forex und CFDs Volumenabhängige Gebühren mit engen Interbank-Spreads. CFDs ab 0,05 % pro Ausführung, abhängig vom gehandelten Markt
Krypto-Gebühren Abhängig vom Handelsvolumen und dem jeweiligen Kryptowert
Auszahlungsgebühren Eine Auszahlung pro Kalendermonat in der Regel kostenlos, weitere Auszahlungen können kostenpflichtig sein
Inaktivitätsgebühren Keine
Handelsplattformen Trader Workstation (Desktop), Client Portal (Webplattform), IBKR Mobile App, IBKR GlobalTrader App, TradingView-Integration sowie API-Schnittstellen
Dauer der Kontoeröffnung In der Regel 1 bis 3 Werktage nach erfolgreicher Verifizierung

Interactive Brokers Vor- und Nachteile

Zugang zu mehr als 150 Börsen und einer der größten Auswahlen an handelbaren Märkten weltweit
Wettbewerbsfähige Gebührenstruktur, insbesondere für aktive Trader und größere Handelsvolumen
Umfangreiche Handelsplattformen mit professionellen Analyse- und Orderfunktionen
Keine Depotführungs- oder Inaktivitätsgebühren für Privatanleger
Hohe regulatorische Standards und starke Kapitalausstattung der Unternehmensgruppe
Keine automatische Abführung der deutschen Abgeltungssteuer
Die Handelsplattform kann für Einsteiger komplex und gewöhnungsbedürftig sein
Kundenservice ist nicht immer vollständig auf Deutsch verfügbar
Gebührenstruktur ist komplexer als bei vielen deutschen Neobrokern
Einige Funktionen und Marktdaten können zusätzliche Kosten verursachen

Für wen eignet sich Interactive Brokers?

Für wen ist Interactive Brokers nicht ideal?

Ist Interactive Brokers sicher und reguliert?

Ja, Interactive Brokers gilt als gut regulierter Broker mit einer langen Unternehmensgeschichte und Aufsicht durch mehrere führende Finanzbehörden weltweit. Für deutsche Anleger erfolgt die Betreuung über Interactive Brokers Ireland Limited (IBIE), das von der Central Bank of Ireland reguliert wird. Kundengelder und Wertpapiere werden getrennt vom Unternehmensvermögen verwahrt, wodurch sie im Falle einer Unternehmensinsolvenz geschützt bleiben. Der größte Nachteil für deutsche Anleger ist, dass Interactive Brokers kein deutscher Broker ist und die Abgeltungssteuer daher nicht automatisch abführt.

Deutsche Kunden eröffnen ihr Konto in der Regel bei Interactive Brokers Ireland Limited, der europäischen Tochtergesellschaft des Unternehmens. Diese wird von der Central Bank of Ireland beaufsichtigt und ist berechtigt, ihre Dienstleistungen in Deutschland anzubieten.

Auf Gruppenebene unterliegt Interactive Brokers zusätzlich der Aufsicht mehrerer internationaler Finanzbehörden, darunter:

  • Central Bank of Ireland (Irland)
  • Securities and Exchange Commission (SEC, USA)
  • Financial Industry Regulatory Authority (FINRA, USA)
  • Commodity Futures Trading Commission (CFTC, USA)
  • Financial Conduct Authority (FCA, Vereinigtes Königreich)

Interactive Brokers ist zudem an der NASDAQ-Börse notiert und zählt zu den größten börsennotierten Online-Brokern weltweit. Das Unternehmen verwaltet Kundenvermögen in Milliardenhöhe und verfügt über eine starke Kapitalbasis.

Für Kunden von Interactive Brokers Ireland gilt das Irish Investor Compensation Scheme (ICS). Dieses Entschädigungssystem schützt berechtigte Anleger im unwahrscheinlichen Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Brokers mit bis zu 20.000 € pro Person.

Darüber hinaus profitieren Kunden von weiteren Schutzmaßnahmen:

  • Getrennte Verwahrung von Kundengeldern und Unternehmensvermögen
  • Regelmäßige regulatorische Prüfungen und Kapitalanforderungen
  • Strenge Anforderungen an Risikomanagement und Compliance
  • Verschlüsselte Datenübertragung und Kontosicherheit

Wertpapiere werden als Sondervermögen behandelt und gehören weiterhin dem Anleger. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse des Unternehmens.

Interactive Brokers gibt an, Kundengelder strikt von den eigenen Unternehmensmitteln zu trennen. Dieses Verfahren ist ein zentraler Bestandteil der regulatorischen Anforderungen und soll sicherstellen, dass Kundengelder auch bei finanziellen Problemen des Brokers geschützt bleiben.

Wertpapiere werden bei Verwahrstellen und Depotbanken im Namen der Kunden gehalten. Da sie als Sondervermögen gelten, können sie bei einer Insolvenz des Brokers grundsätzlich an die rechtmäßigen Eigentümer übertragen werden.

Für Privatkunden innerhalb der Europäischen Union gelten die ESMA-Vorschriften (European Securities and Markets Authority). Diese beinhalten einen Schutz vor negativem Kontostand für gehebelte Produkte wie CFDs.

Zusätzlich gelten maximale Hebelgrenzen für Privatkunden:

  • Bis zu 1:30 für wichtige Währungspaare
  • Bis zu 1:20 für große Aktienindizes
  • Bis zu 1:5 für einzelne Aktien-CFDs
  • Bis zu 1:2 für Kryptowährungs-CFDs, sofern verfügbar

Diese Regeln sollen verhindern, dass Privatanleger mehr Geld verlieren, als sich auf ihrem Handelskonto befindet.

Interactive Brokers gehört zu den am stärksten regulierten Brokern für deutsche Anleger. Die Kombination aus internationaler Aufsicht, getrennten Kundengeldern, Anlegerschutzsystemen und einer langjährigen Unternehmenshistorie sorgt für ein hohes Sicherheitsniveau. Anleger sollten jedoch beachten, dass die steuerliche Abwicklung in Deutschland eigenständig erfolgen muss und der Broker stärker auf erfahrene Investoren als auf absolute Einsteiger ausgerichtet ist.

Was kostet die Nutzung von Interactive Brokers?

Interactive Brokers gehört zu den günstigeren Brokern für aktive Anleger und Trader, insbesondere beim Handel an internationalen Börsen. Statt einer pauschalen Ordergebühr nutzt der Broker ein Festpreis-Modell (Fixed) und ein volumenabhängiges Modell (Tiered). Die meisten Kosten entstehen beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren, während für die Depotführung, Kontoeröffnung und Inaktivität keine Gebühren anfallen.

Handelsgebühren und Transaktionskosten

Die Handelskosten hängen vom gewählten Gebührenmodell, dem Handelsplatz und dem Ordervolumen ab. Für deutsche Anleger sind vor allem Aktien- und ETF-Orders an europäischen Börsen relevant.

Fixed-Modell

Beim Fixed-Modell fällt eine feste Gebühr pro Order an, unabhängig vom Handelsvolumen.

Typische Gebühren:

Dieses Modell eignet sich vor allem für Anleger, die Wert auf transparente und vorhersehbare Kosten legen.

Tiered-Modell

Beim Tiered-Modell sinken die Gebühren mit steigendem Handelsvolumen. Zusätzlich werden Börsen-, Clearing- und Regulierungsgebühren separat weitergegeben.

Typische Kosten:

Dieses Modell ist häufig für aktive Trader und Anleger mit größeren Ordervolumina günstiger.

Gebühren für Devisenhandel und Währungsumrechnung

Interactive Brokers ist für seine günstigen Fremdwährungsgebühren bekannt. Währungsumrechnungen werden zu Interbankenkursen durchgeführt, während lediglich eine geringe Provision anfällt.

Typische Kosten:

Für Anleger, die regelmäßig US-Aktien oder andere internationale Wertpapiere handeln, können die niedrigen Wechselkurskosten ein wichtiger Vorteil sein.

Sonstige Gebühren

Neben den Handelskosten erhebt Interactive Brokers nur wenige zusätzliche Gebühren.

Gebühr Kosten
Kontoeröffnung Kostenlos
Depotführung Kostenlos
Inaktivität Kostenlos
Dividendengutschriften Kostenlos
Erste Auszahlung pro Monat Kostenlos
Zusätzliche Auszahlungen Können kostenpflichtig sein
Echtzeit-Marktdaten Teilweise kostenpflichtig, abhängig von der Börse

Gebührenvergleich mit Alternativen

Merkmal Interactive Brokers Trade Republic Scalable Capital
Depotführung 0 € 0 € 0 €
Aktien- und ETF-Orders Ab 3 € bzw. 0,05 % 1 € Fremdkostenpauschale Ab 0,99 €
Internationale Börsen Über 150 Börsen weltweit Sehr begrenzt Begrenzte Auswahl
Währungsumrechnung Sehr günstige Interbankenkurse Nicht für alle Märkte relevant Höhere Gesamtkosten bei Auslandsinvestments
Inaktivitätsgebühr 0 € 0 € 0 €

Gebührenfazit

Interactive Brokers bietet eine der wettbewerbsfähigsten Gebührenstrukturen für aktive Anleger und internationale Investoren. Während deutsche Neobroker bei kleinen Standardorders häufig günstiger sind, profitieren Vieltrader und Anleger mit Fokus auf internationale Märkte von niedrigen Handelskosten, günstigen Währungsumrechnungen und dem Zugang zu einer großen Zahl globaler Börsenplätze.

Welche Anlageklassen und Märkte sind bei Interactive Brokers verfügbar?

Interactive Brokers bietet eines der breitesten Produktangebote unter den Online-Brokern. Über ein einziges Konto erhalten Anleger Zugang zu Aktien, ETFs, Anleihen, Investmentfonds, Optionen, Futures, Devisen, CFDs und ausgewählten Krypto-Produkten. Besonders hervorzuheben ist der Zugang zu mehr als 150 Börsenplätzen in über 30 Ländern. Die größten Einschränkungen betreffen die vergleichsweise komplexe Produktauswahl für Einsteiger sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit von direkten Krypto-Spot-Angeboten in einigen Regionen.

Aktien und ETFs

Interactive Brokers ermöglicht den Handel mit Aktien und ETFs an über 90 Börsen weltweit. Dazu gehören wichtige deutsche Handelsplätze wie Xetra, die Frankfurter Wertpapierbörse und Tradegate sowie internationale Börsen wie die New York Stock Exchange (NYSE), NASDAQ, London Stock Exchange und Hong Kong Stock Exchange.

Anleger profitieren von:

Forex und CFDs

Interactive Brokers gehört zu den etablierten Anbietern im Devisenhandel und bietet Zugang zu mehr als 100 Währungspaaren.

Verfügbar sind unter anderem:

Im CFD-Bereich können Anleger auf verschiedene Märkte spekulieren:

Für Privatkunden innerhalb der EU gelten die ESMA-Hebelbeschränkungen und der Schutz vor negativem Kontostand.

Optionen und Futures

Interactive Brokers ist besonders bei professionellen Tradern für sein Angebot an Optionen und Futures bekannt.

Verfügbar sind:

Der Broker bietet spezielle Werkzeuge wie OptionTrader, Strategy Builder und Probability Lab, die auf den Handel komplexer Optionsstrategien ausgelegt sind.

Fonds und Anleihen

Langfristig orientierte Anleger erhalten Zugang zu einer großen Auswahl klassischer Anlageprodukte.

Produktangebot:

Anlageklasse Verfügbarkeit
Investmentfonds Über 46.000 Fonds weltweit
Anleihen Mehr als 1 Million Staats-, Unternehmens- und Kommunalanleihen
Geldmarktprodukte Verfügbar
Festverzinsliche Wertpapiere Verfügbar

Viele Fonds können ohne zusätzliche Transaktionsgebühren gehandelt werden, wobei produktabhängige Kosten weiterhin anfallen können.

Kryptowährungen

Interactive Brokers bietet Zugang zu Kryptowährungen über ausgewählte Partner und regulierte Handelslösungen. Je nach Wohnsitzland können Anleger direkt oder indirekt in digitale Vermögenswerte investieren.

Zu den unterstützten Kryptowährungen gehören unter anderem:

Darüber hinaus sind verschiedene börsengehandelte Krypto-Produkte (ETPs) und andere regulierte Krypto-Investments verfügbar.

An welchen Märkten können deutsche Anleger handeln?

Einer der größten Vorteile von Interactive Brokers ist der Zugang zu internationalen Börsenplätzen.

Region Anzahl der Handelsplätze
Deutschland Frankfurt, Xetra, Tradegate und weitere
Europa Über 25 Börsenplätze
USA Über 18 Börsenplätze
Asien-Pazifik Börsen in Hongkong, Tokio, Singapur und Australien
Kanada Toronto Stock Exchange und weitere
OTC-Märkte Mehrere außerbörsliche Handelsplätze

Insgesamt können Anleger über Interactive Brokers an mehr als 150 Börsen weltweit handeln, was deutlich über dem Angebot der meisten deutschen Online-Broker liegt.

Märkte und Produkte im Überblick

Anlageklasse Verfügbar
Aktien
ETFs
Anleihen
Investmentfonds
Optionen
Futures
Forex
CFDs
Kryptowährungen
Rohstoffe über Futures

Fazit zum Produktangebot

Interactive Brokers bietet eines der umfangreichsten Markt- und Produktangebote für Privatanleger in Deutschland. Während viele deutsche Broker vor allem auf Aktien, ETFs und Sparpläne fokussiert sind, ermöglicht Interactive Brokers zusätzlich den Handel mit Optionen, Futures, Devisen, Anleihen und internationalen Wertpapieren an Börsen rund um den Globus. Dadurch eignet sich die Plattform besonders für Anleger, die Zugang zu globalen Märkten und einer breiten Auswahl an Anlageklassen suchen.

Wie funktionieren Ein- und Auszahlungen bei Interactive Brokers?

Interactive Brokers unterstützt Ein- und Auszahlungen per Banküberweisung und bietet Zugang zu mehreren Basiswährungen, darunter Euro. Einzahlungen sind in der Regel kostenlos und werden meist innerhalb von ein bis drei Werktagen gutgeschrieben. Die erste Auszahlung pro Kalendermonat ist normalerweise kostenlos, während für zusätzliche Auszahlungen Gebühren anfallen können. Die wichtigsten Einschränkungen sind, dass keine Zahlungen per Kreditkarte oder PayPal möglich sind und vor jeder Überweisung eine Zahlungsankündigung im Kundenportal hinterlegt werden muss.

Welche Einzahlungsmethoden werden unterstützt?

Interactive Brokers setzt primär auf klassische Banküberweisungen und richtet sich damit stärker an Anleger und Trader als an Nutzer, die schnelle EWallet-Einzahlungen bevorzugen.

Verfügbare Einzahlungsmethoden:

Einzahlungsmethode Verfügbar Gebühren
Banküberweisung (SEPA) Kostenlos
Internationale Banküberweisung Abhängig von der Bank
Kreditkarte Nicht verfügbar
Debitkarte Nicht verfügbar
PayPal Nicht verfügbar
Skrill Nicht verfügbar
Neteller Nicht verfügbar

Es gibt keine vorgeschriebene Mindesteinzahlung für Privatkunden. Das Konto kann bereits mit kleinen Beträgen eröffnet und genutzt werden.

Wie lange dauern Einzahlungen?

Die Bearbeitungszeit hängt von der gewählten Zahlungsmethode und der Bank ab.

Zahlungsmethode Typische Bearbeitungszeit
SEPA-Überweisung 1 bis 2 Werktage
Internationale Überweisung 1 bis 3 Werktage

Vor jeder Einzahlung muss im Client Portal eine Einzahlungsmeldung erstellt werden. Dadurch kann Interactive Brokers die Zahlung schneller zuordnen.

Wie funktionieren Auszahlungen?

Auszahlungen erfolgen auf ein zuvor verifiziertes Bankkonto. Aus Sicherheitsgründen können Gelder grundsätzlich nur an Konten überwiesen werden, die auf den Namen des Kontoinhabers lauten.

Wichtige Merkmale:

Auszahlungsart Bearbeitungszeit Gebühren
SEPA-Überweisung 1 bis 3 Werktage Erste Auszahlung meist kostenlos
Internationale Überweisung 1 bis 4 Werktage Zusätzliche Gebühren möglich

Welche Basiswährungen werden unterstützt?

Ein großer Vorteil von Interactive Brokers ist die Unterstützung zahlreicher Kontowährungen. Anleger können Vermögenswerte in verschiedenen Währungen halten, ohne jede Position automatisch in Euro umrechnen zu müssen.

Zu den wichtigsten Basiswährungen gehören:

Dies ist besonders für Anleger interessant, die regelmäßig an internationalen Börsen handeln.

Kosten für Währungsumrechnungen

Interactive Brokers zählt zu den günstigsten Brokern für Fremdwährungsumrechnungen. Statt hoher Aufschläge auf den Wechselkurs werden Interbankenkurse verwendet und lediglich eine geringe Provision berechnet.

Typische Merkmale:

Fazit zu Ein- und Auszahlungen

Interactive Brokers bietet einen sicheren und kostengünstigen Ein- und Auszahlungsprozess, der besonders für internationale Anleger geeignet ist. Die fehlende Unterstützung für Kreditkarten, PayPal oder andere E-Wallets macht die Plattform weniger flexibel als einige Neobroker. Dafür profitieren Nutzer von kostenlosen Einzahlungen, günstigen Währungsumrechnungen und der Möglichkeit, mehrere Währungen innerhalb eines einzigen Kontos zu verwalten.

Wie einfach ist die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers?

Die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers erfolgt vollständig online und dauert in der Regel zwischen einem und drei Werktagen, sofern alle Dokumente korrekt eingereicht werden. Es gibt keine Mindesteinzahlung für Privatanleger. Wie bei allen regulierten Brokern müssen Neukunden einen KYC-Prozess (Know Your Customer) durchlaufen, der die Identitäts- und Adressprüfung sowie Angaben zur finanziellen Situation und Handelserfahrung umfasst.

So läuft die Kontoeröffnung ab

Die Registrierung erfolgt über die Website oder die mobile App von Interactive Brokers und umfasst mehrere Schritte:

  1. Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse und Passwort erstellen
  2. E-Mail-Adresse bestätigen
  3. Persönliche Daten und Kontaktdaten eingeben
  4. Angaben zu Einkommen, Vermögen und Steuerwohnsitz machen
  5. Informationen zu Anlagezielen und Handelserfahrung bereitstellen
  6. Bankverbindung hinterlegen
  7. Identitätsprüfung abschließen
  8. Konto freischalten und erste Einzahlung vornehmen

Die meisten Anträge werden innerhalb weniger Werktage geprüft. In Einzelfällen kann die Verifizierung länger dauern, wenn zusätzliche Dokumente benötigt werden.

Welche Dokumente werden benötigt?

Aufgrund der regulatorischen Vorgaben der Central Bank of Ireland sowie internationaler Geldwäschevorschriften müssen alle Kunden ihre Identität nachweisen.

Typischerweise werden folgende Dokumente verlangt:

Dokument Beispiele
Identitätsnachweis Reisepass oder Personalausweis
Adressnachweis Kontoauszug, Steuerbescheid oder Versorgerrechnung (nicht älter als sechs Monate)
Steuerinformationen Steueridentifikationsnummer und Steuerwohnsitz
Finanzangaben Informationen zu Einkommen, Vermögen und Anlageerfahrung

Die Dokumente werden digital hochgeladen und im Rahmen des Verifizierungsprozesses geprüft.

Welche Kontotypen stehen zur Verfügung?

Interactive Brokers bietet verschiedene Kontomodelle für unterschiedliche Anlegertypen an.

Kontotyp Geeignet für
Einzelkonto Privatanleger
Gemeinschaftskonto Paare und Gemeinschaftsanleger
Firmenkonto Unternehmen und juristische Personen
Beraterkonto Vermögensverwalter und Finanzberater
Professionelles Konto Erfahrene Anleger, die bestimmte regulatorische Voraussetzungen erfüllen

Die meisten deutschen Nutzer eröffnen ein Standard-Einzelkonto.

Gibt es ein Demokonto?

Ja, Interactive Brokers bietet ein kostenloses Demokonto, das als Paper-Trading-Konto bezeichnet wird. Nutzer erhalten ein virtuelles Guthaben und können die Handelsplattform mit Echtzeit- oder simulierten Marktdaten testen, ohne eigenes Kapital zu riskieren.

Das Demokonto eignet sich besonders für:

Im Gegensatz zu vielen Brokern ist das Papier-Trading-Konto nicht auf wenige Tage begrenzt.

Wer kann ein Konto eröffnen?

Interactive Brokers akzeptiert Kunden aus Deutschland sowie aus den meisten Ländern weltweit. Antragsteller müssen volljährig sein und die regulatorischen Anforderungen zur Identitätsprüfung erfüllen.

Für bestimmte Produkte wie Optionen, Futures oder Marginhandel können zusätzliche Eignungsprüfungen erforderlich sein. Interactive Brokers bewertet dabei die Handelserfahrung und die finanziellen Kenntnisse des Antragstellers.

Fazit zur Kontoeröffnung

Die Kontoeröffnung bei Interactive Brokers ist unkompliziert, aber umfangreicher als bei vielen deutschen Neobrokern. Während die Registrierung vollständig digital erfolgt und keine Mindesteinzahlung erforderlich ist, verlangt der Broker detaillierte Angaben zu Finanzen, Anlagezielen und Handelserfahrung. Das kostenlose Demokonto und die breite Auswahl an Kontotypen machen den Einstieg sowohl für erfahrene Anleger als auch für internationale Investoren attraktiv.

Wie gut sind die App und die Handelsplattform von Interactive Brokers im Alltag?

Interactive Brokers bietet mehrere Plattformen für unterschiedliche Anlegertypen an, von der einfachen mobilen App bis zur professionellen Trader Workstation (TWS). Die Plattformen sind leistungsstark und ermöglichen nahezu jede Handelsaktivität, die ein Privatanleger oder aktiver Trader benötigt. Während erfahrene Nutzer von den umfangreichen Funktionen profitieren, kann die Benutzeroberfläche für Einsteiger komplexer wirken als bei deutschen Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital.

Welche Plattformen stehen zur Verfügung?

Interactive Brokers bietet vier zentrale Plattformen:

Plattform Geeignet für
Trader Workstation (TWS) Aktive Trader und professionelle Anleger
Client Portal Webbasierter Handel und Kontoverwaltung
IBKR Mobile Vollwertiger Handel per Smartphone
IBKR GlobalTrader Vereinfachte App für langfristige Anleger und Einsteiger

Zusätzlich können Kunden ihr Konto direkt mit TradingView verbinden und Orders aus der Chartsoftware heraus platzieren.

Ordertypen und Handelsfunktionen

Interactive Brokers gehört zu den Brokern mit dem umfangreichsten Angebot an Orderarten.

Verfügbare Ordertypen umfassen unter anderem:

Insgesamt unterstützt die Plattform mehr als 100 verschiedene Ordertypen und Handelsalgorithmen. Das ist deutlich mehr als bei den meisten deutschen Brokern.

Besonders aktive Anleger profitieren von:

Charting- und Analysewerkzeuge

Die Trader Workstation zählt zu den leistungsfähigsten Handelsplattformen für Privatanleger.

Zu den wichtigsten Analysefunktionen gehören:

Für Optionshändler stehen zusätzlich spezialisierte Werkzeuge wie OptionTrader, Probability Lab und Strategy Builder zur Verfügung.

Watchlists, Alarme und Portfolioübersicht

Die Plattform bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Marktbeobachtung und Depotverwaltung.

Funktionen im Überblick:

Funktion Verfügbar
Watchlists
Kursalarme
Preisbenachrichtigungen
Portfolioanalyse
Performanceberichte
Steuerberichte
Individuelle Dashboards

Im Client Portal erhalten Anleger eine übersichtliche Darstellung ihrer Konten, offenen Positionen, Renditen und Transaktionen.

Mobile App im Test

Die IBKR Mobile App bietet nahezu alle Funktionen der Desktop-Version an einer mobilen Oberfläche.

Über die App können Nutzer:

Im Vergleich zur Trader Workstation ist die App deutlich einfacher zu bedienen und eignet sich gut für den täglichen Gebrauch unterwegs.

Sprache und Benutzerfreundlichkeit

Interactive Brokers bietet eine vollständig lokalisierte deutsche Benutzeroberfläche für Webplattform, Mobile App und Client Portal.

Verfügbar sind:

Die größte Schwäche bleibt die Lernkurve der Trader Workstation. Die Plattform richtet sich klar an erfahrene Anleger und bietet deutlich mehr Funktionen als viele Wettbewerber, was den Einstieg anspruchsvoller machen kann.

Plattformvergleich

Merkmal Interactive Brokers Trade Republic Scalable Capital
Desktop-Plattform
Webplattform
Mobile App
TradingView-Anbindung Teilweise
Erweiterte Ordertypen Begrenzt Begrenzt
Professionelle Chartanalyse Begrenzt Mittel
Optionen und Futures Teilweise

Fazit zur Benutzerfreundlichkeit

Interactive Brokers bietet eine der leistungsfähigsten Handelsplattformen am Markt. Die Kombination aus Trader Workstation, Client Portal, mobilen Apps und TradingView-Integration deckt nahezu jeden Anwendungsfall ab. Für aktive Trader und erfahrene Anleger gehören die Analyse- und Handelswerkzeuge zu den stärksten der Branche. Einsteiger sollten jedoch etwas Zeit für die Einarbeitung einplanen, da die Plattform deutlich komplexer ist als typische Neobroker-Apps.

Welche Funktionen heben Interactive Brokers von ähnlichen Brokern ab?

Interactive Brokers unterscheidet sich von vielen deutschen und europäischen Brokern durch seinen globalen Marktzugang, professionelle Handelswerkzeuge und die große Flexibilität für aktive Anleger. Während viele Wettbewerber vor allem auf einfache Aktien- und ETF-Investments ausgerichtet sind, kombiniert Interactive Brokers Zugang zu über 150 Börsen weltweit mit fortgeschrittenen Analysewerkzeugen, mehr als 100 Ordertypen und einer leistungsfähigen API für automatisierten Handel.

Globaler Zugang zu internationalen Börsen

Eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale ist der Zugang zu einem außergewöhnlich breiten Spektrum an Märkten.

Anleger können über ein einziges Konto handeln:

Im Vergleich dazu beschränken viele deutsche Neobroker den Handel auf wenige Handelsplätze oder einen einzelnen Market Maker.

Professionelle Ordertypen und Handelswerkzeuge

Interactive Brokers bietet mehr als 100 verschiedene Ordertypen und Handelsalgorithmen. Das ist deutlich umfangreicher als bei den meisten klassischen Online-Brokern.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

Diese Funktionen können besonders für aktive Trader und Anleger interessant sein, die ihre Handelsausführung präzise steuern möchten.

Trader Workstation und spezialisierte Analyse-Tools

Die Trader Workstation (TWS) zählt zu den umfangreichsten Handelsplattformen für Privatanleger.

Zu den wichtigsten Werkzeugen gehören:

Tool Funktion
OptionTrader Analyse und Handel von Optionen
Strategy Builder Erstellung komplexer Optionsstrategien
Probability Lab Wahrscheinlichkeitsanalyse für Optionen
Risk Navigator Portfolio- und Risikomanagement
ChartTrader Direkter Handel aus dem Chart
Fundamentals Explorer Unternehmens- und Fundamentalanalyse

Diese Werkzeuge sind insbesondere für Anleger relevant, die über klassische Aktienkäufe hinausgehen möchten.

API und automatisierter Handel

Ein weiterer Unterschied zu vielen Wettbewerbern ist die offene API-Infrastruktur von Interactive Brokers.

Unterstützt werden unter anderem:

Dadurch können Anleger eigene Handelsalgorithmen entwickeln, Strategien automatisieren oder externe Software mit ihrem Brokerkonto verbinden. Solche Funktionen sind bei den meisten deutschen Brokern nicht verfügbar.

TradingView-Integration

Interactive Brokers gehört zu den wenigen großen Brokern, die eine direkte Anbindung an TradingView unterstützen.

Dadurch können Nutzer:

Für viele aktive Anleger bietet dies eine deutlich flexiblere Arbeitsumgebung als die ausschließliche Nutzung der brokerinternen Plattform.

Vergleich mit typischen Online-Brokern

Funktion Interactive Brokers Typischer Online-Broker
Internationale Börsen Über 150 Oft nur wenige
Erweiterte Ordertypen Über 100 Grundlegende Auswahl
Optionen und Futures Häufig eingeschränkt
API für automatisierten Handel Selten verfügbar
TradingView-Anbindung Nicht immer verfügbar
Professionelle Risikowerkzeuge Meist nicht vorhanden

Fazit zu den Besonderheiten

Die größten Unterschiede liegen im internationalen Börsenzugang, den professionellen Handelswerkzeugen, der TradingView-Integration und den Möglichkeiten für automatisierten Handel. Diese Funktionen machen Interactive Brokers besonders interessant für erfahrene Anleger und aktive Trader, während Einsteiger viele dieser Werkzeuge im Alltag möglicherweise nicht benötigen.

Für wen eignet sich Interactive Brokers am besten?

Interactive Brokers eignet sich vor allem für Anleger, die Zugang zu internationalen Märkten, niedrige Handelskosten und professionelle Werkzeuge suchen. Im Gegensatz zu vielen deutschen Neobrokern richtet sich die Plattform weniger an Gelegenheitsanleger und stärker an Nutzer, die über verschiedene Anlageklassen und Börsenplätze hinweg investieren oder handeln möchten.

Aktive Trader

Interactive Brokers ist besonders für aktive Trader geeignet, die regelmäßig Aktien, Optionen, Futures oder Devisen handeln.

Wichtige Vorteile für diese Nutzergruppe:

Gerade Daytrader und Swing-Trader profitieren von den umfangreichen Handels- und Analysefunktionen.

Internationale Anleger

Anleger, die über Deutschland hinaus investieren möchten, gehören zur Kernzielgruppe von Interactive Brokers.

Die Plattform ermöglicht den direkten Handel an Börsen in:

Wer regelmäßig US-Aktien, internationale ETFs oder ausländische Anleihen handelt, findet bei Interactive Brokers deutlich mehr Auswahl als bei den meisten deutschen Brokern.

Options- und Futures-Händler

Nur wenige Broker in Deutschland bieten ein vergleichbar umfangreiches Angebot für Derivate.

Interactive Brokers stellt spezielle Werkzeuge bereit für:

Tools wie OptionTrader, Strategy Builder und Probability Lab sind speziell auf die Anforderungen fortgeschrittener Derivatehändler ausgelegt.

Vermögende und erfahrene Investoren

Anleger mit größeren Portfolios profitieren von der breiten Produktauswahl und den professionellen Funktionen zur Portfolioverwaltung.

Dazu gehören:

Übersicht: Für wen eignet sich Interactive Brokers?

Anlegertyp Eignung
Aktive Trader Sehr hoch
Internationale Anleger Sehr hoch
Options- und Futures-Händler Sehr hoch
Erfahrene Investoren Hoch
Langfristige Aktienanleger Hoch
ETF-Sparer Mittel
Einsteiger Eher begrenzt

Fazit

Interactive Brokers eignet sich am besten für aktive Trader, internationale Anleger, Derivatehändler und erfahrene Investoren, die Zugang zu globalen Märkten und professionellen Handelswerkzeugen suchen. Wer hingegen hauptsächlich einen einfachen Broker für gelegentliche Aktienkäufe oder ETF-Sparpläne benötigt, findet bei vielen deutschen Neobrokern eine unkomplizierte Alternative.

Wann ist Interactive Brokers nicht die richtige Wahl?

Interactive Brokers ist nicht die beste Wahl für Anleger, die eine sehr einfache Broker-App, automatische deutsche Steuerabwicklung oder einen starken Fokus auf Sparpläne suchen. Die Plattform ist leistungsfähig, aber komplex. Wer nur gelegentlich deutsche Aktien oder ETFs kaufen möchte, findet bei vielen deutschen Neobrokern oft eine einfachere und günstigere Lösung.

Für Anfänger mit wenig Börsenerfahrung

Interactive Brokers kann für Einsteiger überfordernd wirken. Die Trader Workstation bietet mehr als 100 Ordertypen, professionelle Analysewerkzeuge und Zugang zu vielen internationalen Märkten, was für neue Anleger nicht immer notwendig ist.

Ein einfacherer Broker kann besser passen, wenn Nutzer:

Für Anleger, die automatische Steuerabwicklung erwarten

Interactive Brokers führt die deutsche Abgeltungssteuer nicht automatisch ab. Deutsche Anleger müssen Kapitalerträge, Dividenden, Zinsen und realisierte Gewinne selbst in der Steuererklärung angeben.

Das ist besonders wichtig, weil in Deutschland auf Kapitalerträge grundsätzlich 25 % Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer anfällt. Wer keine eigene Dokumentation führen möchte, ist mit einem deutschen Broker oft besser bedient.

Für reine ETF-Sparplan-Anleger

Interactive Brokers ist weniger passend für Anleger, die hauptsächlich monatlich automatisiert in ETFs investieren möchten. Zwar ist langfristiges Investieren über die Plattform möglich, der Broker ist aber stärker auf aktiven Handel, internationale Märkte und professionelle Werkzeuge ausgelegt.

Ein deutscher Sparplan-Broker kann sinnvoller sein, wenn Nutzer:

Für Nutzer, die deutschsprachigen Support priorisieren

Interactive Brokers bietet deutschsprachige Inhalte und Supportkanäle, der Kundenservice ist jedoch nicht immer vollständig oder sofort auf Deutsch verfügbar. Je nach Tageszeit und Thema kann die Kommunikation auf Englisch erfolgen.

Das kann ein Nachteil sein für Nutzer, die:

Übersicht: Wann passt Interactive Brokers eher nicht?

Nutzertyp Warum Interactive Brokers weniger geeignet ist
Anfänger Plattform und Produktauswahl sind komplex
Steuerlich passive Anleger Keine automatische Abführung der deutschen Abgeltungssteuer
Reine Sparplan-Nutzer Weniger bequem als spezialisierte deutsche Sparplan-Broker
Nutzer mit Fokus auf deutschen Support Support kann je nach Thema und Uhrzeit englischsprachig sein

Fazit

Interactive Brokers ist weniger geeignet für Anleger, die maximale Einfachheit, automatische Steuerabwicklung und eine stark vereinfachte App erwarten. Wer vor allem deutsche Standardwerte oder ETFs kaufen und sich nicht mit Steuerberichten, Währungen oder professionellen Handelsfunktionen beschäftigen möchte, findet bei deutschen Brokern häufig eine passende Alternative.

So starten Sie mit Interactive Brokers

Der Einstieg bei Interactive Brokers erfolgt vollständig online und kann meist innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden. Es gibt keine Mindesteinzahlung, sodass Anleger bereits mit kleinen Beträgen starten können. Vor dem ersten Handel müssen jedoch die Identitätsprüfung und einige regulatorische Angaben abgeschlossen werden.

  1. Konto auf der Interactive-Brokers-Website oder in der App erstellen.
  2. Persönliche Daten, Steuerinformationen und Angaben zur Handelserfahrung eingeben.
  3. Identität mit einem gültigen Ausweis und einem Adressnachweis verifizieren.
  4. Das Konto per Banküberweisung aufladen.
  5. Nach Freischaltung Wertpapiere suchen und die erste Order platzieren.

Für die Kontoeröffnung werden in der Regel folgende Informationen und Dokumente benötigt:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Adressnachweis (nicht älter als sechs Monate)
  • Steueridentifikationsnummer
  • Angaben zu Einkommen, Vermögen und Anlageerfahrung
  • Bankverbindung für Ein- und Auszahlungen

Die Registrierung selbst dauert meist 10 bis 20 Minuten. Nach erfolgreicher Verifizierung wird das Konto in der Regel innerhalb von ein bis drei Werktagen freigeschaltet. Anschließend kann die erste Einzahlung vorgenommen und direkt mit dem Handel begonnen werden.

Ja. Interactive Brokers bietet ein kostenloses Paper-Trading-Konto mit virtuellem Guthaben an. Damit können Nutzer die Trader Workstation, die mobile App und verschiedene Handelsstrategien testen, ohne eigenes Kapital zu riskieren.

Wer noch keine Erfahrung mit professionellen Handelsplattformen hat, sollte zunächst das Demokonto nutzen und sich mit der Trader Workstation oder dem Client Portal vertraut machen. Die Plattform bietet deutlich mehr Funktionen als typische Neobroker und benötigt etwas Einarbeitungszeit.

Fazit

Interactive Brokers ist ein internationaler Broker mit Zugang zu einer außergewöhnlich breiten Auswahl an Märkten und Anlageklassen. Die Plattform eignet sich besonders für aktive Trader, internationale Anleger und erfahrene Investoren, die Wert auf professionelle Handelswerkzeuge und wettbewerbsfähige Gebühren legen.

Der größte Nachteil für deutsche Nutzer ist die fehlende automatische Abführung der Abgeltungssteuer sowie die vergleichsweise hohe Komplexität der Plattform. Im Vergleich zu einfacheren Alternativen wie Trade Republic oder Scalable Capital bietet Interactive Brokers deutlich mehr Funktionen und Marktzugang, erfordert dafür aber mehr Einarbeitung.

Für Anleger, die regelmäßig an internationalen Börsen handeln und eine leistungsstarke Handelsumgebung suchen, gehört Interactive Brokers zu den stärksten Optionen auf dem deutschen Markt.

FAQs

Ja, Interactive Brokers gilt in Deutschland als seriöser Broker. Deutsche Kunden werden über Interactive Brokers Ireland Limited betreut, das von der Central Bank of Ireland reguliert wird. Zudem ist die Unternehmensgruppe börsennotiert und wird von mehreren führenden Finanzaufsichtsbehörden weltweit überwacht.

Die größten Nachteile sind die fehlende automatische Abführung der deutschen Abgeltungssteuer und die vergleichsweise komplexe Handelsplattform. Anleger, die eine besonders einfache App oder eine vollständige deutsche Nutzererfahrung suchen, finden bei einigen Neobrokern möglicherweise einen leichteren Einstieg.

Interactive Brokers verfügt über ein hohes Sicherheitsniveau durch regulatorische Aufsicht, getrennte Verwahrung von Kundengeldern und verschiedene Anlegerschutzmechanismen. Wertpapiere werden als Sondervermögen gehalten, während EU-Kunden zusätzlich durch das Irish Investor Compensation Scheme geschützt sind.

Ja, deutsche Anleger können problemlos ein Konto bei Interactive Brokers eröffnen. Die Plattform ist auf Deutsch verfügbar und ermöglicht den Handel an deutschen sowie internationalen Börsen über ein einziges Konto.

Interactive Brokers ist grundsätzlich auch für Anfänger zugänglich, richtet sich jedoch stärker an erfahrene Anleger und aktive Trader. Die Plattform bietet sehr viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, was für Einsteiger zunächst anspruchsvoll sein kann.

Ja, Interactive Brokers eignet sich sowohl für langfristiges Investieren als auch für aktiven Handel. Anleger erhalten Zugang zu Aktien, ETFs, Anleihen, Fonds und zahlreichen internationalen Märkten, wodurch sich breit diversifizierte Portfolios aufbauen lassen.

Wie wir getestet haben und unsere Methodik

Interactive Brokers wurde anhand eines standardisierten Bewertungsrahmens geprüft, um eine konsistente und vergleichbare Bewertung mit anderen Brokern sicherzustellen. Die Analyse kombiniert praktische Tests der Plattform, eine detaillierte Gebührenanalyse, die Bewertung von Funktionen und Produkten sowie die Überprüfung regulatorischer und sicherheitsrelevanter Faktoren.

Jede Kategorie wird auf einer Skala von 0 bis 5 bewertet. Die Einzelbewertungen werden anschließend gewichtet, um die Gesamtbewertung der Plattform zu ermitteln.

Die Bewertung basiert auf den folgenden Kategorien:

Im Rahmen des Testverfahrens wurden die Kontoeröffnung, die Handelsplattformen, die verfügbaren Märkte, die Gebührenstruktur, die Ein- und Auszahlungsprozesse sowie die regulatorischen Schutzmaßnahmen analysiert. Zusätzlich wurden Funktionen wie Charting-Tools, Ordertypen, mobile Anwendungen und Bildungsressourcen mit denen vergleichbarer Broker verglichen, um die Stärken und Schwächen der Plattform objektiv zu bewerten.

James ist leitender Content-Editor bei Invezz, wo er Themen aus der gesamten Finanzwelt behandelt – vom Aktienmarkt über Kryptowährungen bis hin zu makroökonomischen Märkten. Er ist besonders daran interessiert, die Finanzwelt zu entmystifizieren und die grundlegenden Bausteine unserer globalisierten Wirtschaft zu erkunden, wie etwa Lieferketten und Infrastrukturprojekte. Er ist seit Anfang 2021 bei Invezz und seit Herbst desselben Jahres als verantwortlicher Redakteur für Bildungsinhalte tätig. Außerdem hat er bereits für Medien wie CNBC, die British Heart Foundation und das Magazin FourFourTwo geschrieben.