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SpaceX Aktie (SPCX) kaufen 2026: Anleitung für Deutschland

Aktualisiert am
09. Juli 2026
Haftungsausschluss

SpaceX wurde am 12. Juni 2026 an der Nasdaq unter dem Tickersymbol SPCX zu einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie notiert und vollzog damit den größten Börsengang der Geschichte.

Das IPO brachte rund 75 Milliarden US-Dollar ein und bewertete das Unternehmen mit rund 1,75 Billionen US-Dollar. SpaceX erzielte 2025 einen Umsatz von über 18,5 Milliarden US-Dollar, und der Satelliten-Internetdienst Starlink überschritt im Februar 2026 die Marke von 10 Millionen Abonnenten.

Deutsche Anleger können SpaceX-Aktien nun über regulierte Broker mit Zugang zu US-Börsen kaufen. In diesem Ratgeber erklären wir, wie der Kauf in Deutschland funktioniert, welche Plattformen sich eignen und was Anleger vor dem Kauf achten sollten.

Beste Plattformen zum SpaceX Aktie kaufen

SpaceX ist seit dem 12. Juni 2026 an der Nasdaq gelistet. Die Aktie ist über jeden Broker kaufbar, der Zugang zu US-Börsen bietet. Für deutsche Anleger kommen folgende Plattformen in Frage:

Broker Ordergebühren Bruchstückaktien Geeignet für
eToro 0 € Kommission auf Aktien Ja Einsteiger
Trade Republic 1 € Fremdkostenpauschale Ja Sparplan-Anleger
Scalable Capital Ab 0 € (je nach Tarif) Ja Langfristige Anleger
DEGIRO Ab 0,50 € + 0,004 % Nein Kostenbewusste Anleger
Interactive Brokers Ab 0,35–1,05 US-$ Ja Aktive Trader

Beim Kauf einer US-Aktie in Euro fällt in der Regel eine Währungsumrechnungsgebühr an. Die genauen Konditionen sollten direkt beim jeweiligen Broker geprüft werden. Kapitalverlust ist möglich.

So kaufst du SpaceX-Aktien in Deutschland: Schritt-für-Schritt

Da SpaceX seit Juni 2026 an der Nasdaq notiert ist, funktioniert der Kauf für deutsche Anleger wie bei jeder anderen US-Aktie. Du brauchst lediglich ein Depot bei einem Broker, der Zugang zu US-Börsen bietet.

  1. Schritt 1: Broker wählen: Wähle eine Plattform mit Nasdaq-Zugang. Für Einsteiger eignet sich eToro oder Trade Republic. Wer aktiv handelt oder niedrigere Gebühren bevorzugt, kann DEGIRO oder Interactive Brokers in Betracht ziehen.
  2. Schritt 2: Konto eröffnen und verifizieren: Registriere dich, lade deine Ausweisdokumente hoch und schließe die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung (KYC) ab. Die meisten Plattformen erledigen das innerhalb weniger Stunden.
  3. Schritt 3: Geld einzahlen: Zahle per SEPA-Überweisung, Debitkarte oder einem anderen unterstützten Zahlungsweg Geld auf dein Konto ein.
  4. Schritt 4: Nach SPCX suchen: Suche in der Suchfunktion deines Brokers nach dem Ticker SPCX oder nach "SpaceX". Stelle sicher, dass du die Nasdaq-notierte Aktie und nicht ein anderes Produkt siehst.
  5. Schritt 5: Kurs und Details prüfen: Sieh dir den aktuellen Kurs, den Chart und die wichtigsten Unternehmenskennzahlen an. Prüfe auch, ob dein Broker Bruchstückaktien anbietet, falls du keinen ganzen Anteil kaufen möchtest.
  6. Schritt 6: Order aufgeben: Lege den Betrag oder die Stückzahl fest. Bei einer Market-Order kaufst du zum aktuellen Kurs. Bei einer Limit-Order bestimmst du selbst den Höchstpreis, den du bereit bist zu zahlen.
  7. Schritt 7: Position verwalten: Nach dem Kauf erscheint SPCX in deinem Portfolio. Behalte Quartalsergebnisse, Aktienfreigaben früher Investoren und Neuigkeiten rund um Starlink und Starship im Blick, da diese den Kurs beeinflussen können.

Was ist SpaceX?

SpaceX, vollständiger Name Space Exploration Technologies Corp., ist ein amerikanisches Raumfahrt- und Technologieunternehmen, das 2002 von Elon Musk gegründet wurde. Das Unternehmen entwickelt Raketen, Raumkapseln und Satellitennetzwerke für kommerzielle Starts, Regierungsmissionen, Breitbandkonnektivität und zukünftige Raumfahrtprojekte.

Zu den wichtigsten Geschäftsbereichen gehören:

Raketenstarts mit Falcon 9, Falcon Heavy und Starship, der Satelliten-Internetdienst Starlink, bemannte Raumkapselmissionen mit Dragon für die NASA, kommerzielle Satellitenstarts für Drittanbieter sowie langfristige Pläne für Mond- und Marsmissionen.

SpaceX hat die Raumfahrtindustrie durch wiederverwendbare Raketentechnologie grundlegend verändert und die Kosten für den Zugang zum Weltraum deutlich gesenkt.

Wie macht SpaceX Geld?

SpaceX erzielt Einnahmen aus mehreren Geschäftsbereichen:

Einnahmequelle Beschreibung
Starlink-Abonnements Monatliche Gebühren von Privat- und Geschäftskunden für Satelliten-Internet
Raketenstarts Startgebühren von NASA, Verteidigungsbehörden und kommerziellen Kunden
Regierungsaufträge Langfristige Verträge für bemannte Missionen und Raumfahrtinfrastruktur
Satellitenstarts für Dritte Bezahlte Starts für Unternehmen und Institutionen

Starlink ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Der Dienst überschritt im Februar 2026 die Marke von 10 Millionen Abonnenten und wird als zentraler Teil der Investmentstory rund um SpaceX betrachtet. SpaceX erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von über 18,5 Milliarden US-Dollar.

SpaceX-Aktie: Chancen und Risiken

Wie bei jeder Aktie gibt es sowohl Argumente für als auch gegen ein Investment in SpaceX. Anleger sollten beide Seiten kennen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Chancen

SpaceX hält eine führende Position bei wiederverwendbaren Raketenstarts und hat wenige direkte Wettbewerber auf diesem Niveau. Starlink wächst schnell und bietet eine wiederkehrende Umsatzquelle, die mit großen Telekommunikationsunternehmen vergleichbar ist.

Das Unternehmen profitiert von langfristigen NASA- und Verteidigungsaufträgen, die für stabile Einnahmen sorgen. SpaceX ist zudem in mehreren großen Wachstumsmärkten gleichzeitig aktiv: privatwirtschaftliche Raumfahrt, Satelliteninternet, Verteidigung und zukünftige Weltrauminfrastruktur.

Risiken

SpaceX ging mit einer sehr hohen Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar an die Börse. Das bedeutet, dass viele Jahre künftigen Wachstums bereits im Kurs eingepreist sind.

Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen infolge der Integration von xAI, Elon Musks KI-Unternehmen, einen Verlust von knapp 5 Milliarden US-Dollar. Das Geschäft ist kapitalintensiv und hängt von komplexen technischen Projekten ab, bei denen Verzögerungen oder Rückschläge den Kurs belasten können.

Zudem könnte die gestaffelte Freigabe von Aktien früher Investoren in den Monaten nach dem IPO zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen.

Steuern auf SpaceX-Aktien in Deutschland

Gewinne aus dem Verkauf von SpaceX-Aktien unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag, in der Regel 26,375 Prozent insgesamt. Auch Dividenden, sofern SpaceX welche ausschüttet, werden entsprechend besteuert.

Wichtige Punkte für deutsche Anleger:

Steuereinfache Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital führen die Steuer automatisch an das Finanzamt ab. Bei nicht steuereinfachen Brokern wie Interactive Brokers oder DEGIRO müssen Gewinne eigenständig in der Steuererklärung angegeben werden.

Der Sparerpauschbetrag beträgt 2026 1.000 Euro pro Person und 2.000 Euro für Ehepaare. Gewinne unterhalb dieser Grenze sind steuerfrei. Da SPCX in US-Dollar notiert, können Wechselkursschwankungen die steuerlich relevanten Gewinne oder Verluste zusätzlich beeinflussen.

SpaceX-Alternativen: Verwandte Aktien

Wer das Thema Raumfahrt und Satelliteninternet breiter streuen möchte, kann auch verwandte börsennotierte Unternehmen in Betracht ziehen. Diese sind nicht gleichwertig mit einem direkten SpaceX-Investment, bieten aber Zugang zu ähnlichen Themen:

Rocket Lab (RKLB) ist ein börsennotierter Anbieter für kleine Raketenstarts und direkter Wettbewerber von SpaceX im Bereich kleine Nutzlasten. AST SpaceMobile (ASTS) entwickelt Satellitenverbindungen direkt zu Smartphones. Iridium (IRDM) betreibt ein etabliertes Satellitenkommunikationsnetz.

Lockheed Martin (LMT) und Northrop Grumman (NOC) sind große Verteidigungs- und Raumfahrtkonzerne mit staatlichen Aufträgen. Alphabet (GOOGL) hält eine berichtete Beteiligung an SpaceX, ist aber in erster Linie ein Technologie- und Werbekonzern.

Die beste Alternative hängt davon ab, welchen Teil der SpaceX-Story ein Anleger bevorzugt, ob Raketenstarts, Satelliteninternet oder Verteidigung und Raumfahrtinfrastruktur.

FAQ

Ja. Seit dem Börsengang am 12. Juni 2026 ist SpaceX unter dem Ticker SPCX an der Nasdaq notiert. Deutsche Anleger können die Aktie über jeden Broker kaufen, der US-Aktien anbietet, darunter eToro, Trade Republic, Scalable Capital, DEGIRO und Interactive Brokers.

Der Ausgabepreis beim IPO lag bei 135 US-Dollar je Aktie. Der aktuelle Kurs schwankt je nach Marktlage. Viele Broker bieten Bruchstückaktien an, sodass auch kleinere Beträge investiert werden können.

Bei Brokern mit Bruchstückaktien wie eToro oder Trade Republic reichen oft bereits 1 bis 10 Euro für einen Einstieg. Ohne Bruchstücke wird mindestens der Gegenwert einer ganzen SPCX-Aktie in Euro benötigt.

SpaceX verfügt über starke Wachstumstreiber durch Starlink, Raketenstarts und staatliche Aufträge. Der Börsengang erfolgte jedoch zu einer sehr hohen Bewertung. Anleger sollten prüfen, ob der aktuelle Kurs noch genügend Spielraum für zukünftige Renditen lässt. Ein Kapitalverlust ist möglich.

Zu den wichtigsten Risiken gehören die hohe Ausgangsbewertung, möglicher Verkaufsdruck durch die gestaffelte Freigabe von Aktien früher Investoren, die Kapitalintensität des Geschäfts sowie die Abhängigkeit von technisch komplexen Projekten wie Starship und Starlink. Wie bei allen Aktien kann der Kurs stark schwanken.

Ja. Gewinne aus dem Verkauf von SPCX-Aktien unterliegen in Deutschland der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Bei steuereinfachen Brokern wird die Steuer automatisch abgeführt. Bei anderen Brokern müssen Gewinne in der Steuererklärung angegeben werden.

Zum Zeitpunkt des Börsengangs wurden keine Dividendenpläne angekündigt. Wachstumsunternehmen wie SpaceX reinvestieren Gewinne in der Regel in das Geschäft. Aktuelle Informationen direkt bei SpaceX oder dem jeweiligen Broker prüfen.

SPCX ist das Börsenkürzel der SpaceX-Aktie selbst. Es gibt derzeit keinen ETF, der ausschließlich SpaceX hält. Manche Fonds oder Anlagevehikel haben SpaceX als Position, diese sind jedoch nicht dasselbe wie der direkte Kauf der Aktie.

SpaceX ist eines der bekanntesten privaten Technologieunternehmen der Welt und verfügt mit Starlink, Raketenstarts und staatlichen Aufträgen über mehrere Wachstumstreiber. Der Börsengang erfolgte jedoch zu einer sehr hohen Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar, was bedeutet, dass bereits viel zukünftiges Wachstum im Kurs eingepreist ist. Ob sich ein Investment lohnt, hängt vom Einstiegskurs, dem eigenen Anlagehorizont und der Risikobereitschaft ab. Kapitalverlust ist möglich.

James Knight
Lead Content Editor
James K.
James ist leitender Content-Editor bei Invezz, wo er Themen aus der gesamten Finanzwelt behandelt – vom Aktienmarkt über Kryptowährungen bis hin zu makroökonomischen Märkten. Er ist besonders daran interessiert, die Finanzwelt zu entmystifizieren und die grundlegenden Bausteine unserer globalisierten Wirtschaft zu erkunden, wie etwa Lieferketten und Infrastrukturprojekte. Er ist seit Anfang 2021 bei Invezz und seit Herbst desselben Jahres als verantwortlicher Redakteur für Bildungsinhalte tätig. Außerdem hat er bereits für Medien wie CNBC, die British Heart Foundation und das Magazin FourFourTwo geschrieben.