ETF Broker Vergleich 2026: Die besten Anbieter im Test & Ranking

Aktualisiert am
21. Mai 2026
Haftungsausschluss

Deutschland gehört zu den aktivsten ETF-Märkten Europas – getrieben vom Boom kostengünstiger Indexfonds und automatisierter ETF-Sparpläne. Die Wahl des richtigen Brokers ist dabei keine Nebensache. Handelsgebühren, Benutzerfreundlichkeit, ETF-Auswahl und regulatorische Absicherung beeinflussen das langfristige Ergebnis spürbar. Manche Plattformen setzen auf Einfachheit und mobiles Investieren, andere auf globale Marktabdeckung und professionelle Tools.

Die nachfolgend besprochenen Broker heben sich für deutsche Anleger hervor, weil sie wettbewerbsfähige Konditionen, verlässliche Regulierung durch die BaFin oder andere EU-Behörden sowie praktische Funktionen zum Aufbau diversifizierter ETF-Portfolios miteinander verbinden.

Kurzantwort: Was sind die besten ETF-Broker in Deutschland?

Zu den besten ETF-Brokern in Deutschland zählen eToro, XTB, DEGIRO, Interactive Brokers, Freedom24 und Trade Republic – jeweils zugeschnitten auf unterschiedliche Anlegertypen. eToro eignet sich besonders für Einsteiger, die unkompliziertes ETF-Investieren mit Social-Trading-Funktionen suchen. XTB ist beliebt für kostengünstigen ETF-Handel und die leistungsstarke xStation-Plattform. DEGIRO spricht preisbewusste Anleger an, die breiten Zugang zu europäischen und US-amerikanischen Börsen wünschen. Interactive Brokers richtet sich an erfahrene Investoren mit Bedarf an globaler ETF-Abdeckung und professionellen Tools. Freedom24 bietet internationalen Marktzugang über klassische ETF-Portfolios hinaus, während Trade Republic in Deutschland besonders für automatisierte ETF-Sparpläne und mobiles Investieren genutzt wird.

Die besten ETF-Broker für Deutschland 2026

Diese fünf ETF-Broker stechen in Deutschland hervor – durch niedrige Kosten, breite ETF-Auswahl, intuitive Investmenttools oder eine überdurchschnittliche globale Marktabdeckung, je nach Anlegertyp.

  1. eToro: Beste Wahl für Einsteiger, die einfaches ETF-Investieren mit Social-Features suchen.
  2. XTB: Beste Wahl für kostengünstigen ETF-Handel mit leistungsstarker Plattform.
  3. DEGIRO: Beste Wahl für preisbewusste Anleger mit breitem ETF-Marktzugang.
  4. Interactive Brokers: Beste Wahl für erfahrene Investoren mit Bedarf an globaler ETF-Abdeckung.
  5. Freedom24: Beste Wahl für Anleger, die internationalen Zugang über Kern-ETFs hinaus suchen.

ETF Broker Vergleich: Die besten Anbieter im Überblick

Broker
Broker
Broker
Broker
Broker
Broker
Regulierung & Anlegerschutz
EU-reguliert durch CySEC; Anlegerschutz bis zu 20.000 €
Reguliert durch BaFin und weitere EU-Behörden; Anlegerschutz bis zu 20.000 €
Reguliert durch BaFin und die niederländische AFM; Anlegerschutz bis zu 20.000 €
Mehrfach global reguliert (CBI, SEC, FCA); Anlegerschutz bis zu 20.000 € in der EU
Reguliert durch CySEC; Anlegerschutz bis zu 20.000 €
ETF-Handelsgebühren
0 € Provision auf Aktien/ETFs; Spreads fallen an
0 € Provision auf ETFs bis 100.000 € monatlichem Handelsvolumen
Ab 1 € pro ETF-Order, je nach Börse
Ab ca. 1 € pro ETF-Order, je nach Markt
Ab ca. 1,20 € pro Order, je nach Tarif
ETF-Auswahl
Großes globales ETF-Angebot
300+ ETFs auf globalen Märkten
5.000+ ETFs auf globalen Börsen
13.000+ ETFs, Zugang zu 170+ Börsen
3.500+ Fonds und ETFs auf globalen Börsen
Plattform & Tools
Social-Trading-Tools, benutzerfreundliche Mobile- und Web-Plattform
xStation-Plattform mit starken Analyse- und Recherche-Tools
Web- und Mobile-Plattform mit gutem Marktzugang
Professionelle Plattformen mit umfangreichen Recherche- und Analyse-Tools
Multi-Asset-Plattform mit Zugang zu US-, EU- und Asienmärkten
Registrieren
Ihr Kapital ist einem Risiko ausgesetzt.

Was macht einen ETF-Broker in Deutschland wirklich gut?

Die besten ETF-Broker in Deutschland vereinen solide Regulierung, niedrige Handelskosten, ein breites ETF-Angebot und zuverlässige Plattformen. Deutsche Anleger legen typischerweise Wert auf Euro-Konten, ETF-Sparpläne und die Aufsicht durch BaFin oder EU-Behörden. Wettbewerbsfähige Konditionen, einfache Daueraufträge sowie der Zugang zu wichtigen Börsen wie Xetra, Frankfurt und internationalen Märkten spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Mehrere Kriterien entscheiden darüber, ob ein ETF-Broker für Anleger in Deutschland wirklich geeignet ist:

  • Regulierung prüfen: Seriöse Broker werden durch BaFin oder EU-Behörden wie CySEC oder die irische Zentralbank (Central Bank of Ireland) beaufsichtigt und bieten Anlegerschutz bis zu 20.000 €.
  • ETF-Handelskosten vergleichen: Die stärksten Plattformen halten die Kosten bei etwa 0–1 € pro ETF-Order und verzichten auf Depotgebühren oder Inaktivitätsentgelte, die die Rendite schleichend schmälern.
  • ETF-Sparpläne im Blick behalten: Viele deutsche Anleger bevorzugen Sparpläne, die automatisches monatliches Investieren ab bereits 1–25 € ermöglichen.
  • ETF-Auswahl und Börsenzugang bewerten: Der Zugang zu Tausenden von ETFs über Börsen wie Xetra, Frankfurt, NYSE und Nasdaq schafft die Grundlage für eine breitere Diversifikation.
  • Plattformerfahrung einschätzen: Übersichtliche Mobile- und Web-Plattformen, Bruchstückkauf (Fractional Investing) und verlässliche Order-Ausführung erleichtern die langfristige Verwaltung von ETF-Portfolios erheblich.

In der Praxis gilt: Die besten Broker vereinen Kosteneffizienz, Benutzerfreundlichkeit und verlässlichen Marktzugang – damit deutsche Anleger diversifizierte ETF-Portfolios mit minimalem Aufwand und transparenten Gebühren aufbauen können.

eToro – Beste Wahl für einfaches ETF-Investieren mit Social-Features

eToro ist eine Multi-Asset-Plattform mit über 35 Millionen Nutzern weltweit. Sie bietet provisionsfreien ETF-Handel für viele populäre Fonds von Anbietern wie iShares, Vanguard und Invesco. Deutsche Anleger können ein Konto mit einer Mindesteinzahlung von ca. 50 € eröffnen; die Eröffnung erfolgt in der Regel innerhalb eines Tages. Das Kernelement der Plattform ist CopyTrader: Nutzer können die Portfolios anderer Investoren ab ca. 200 € automatisch nachbilden. Für Auszahlungen fällt eine Gebühr von 5 € an; zusätzlich können Währungsumrechnungskosten anfallen.

Wichtige Informationen auf einen Blick
Verfügbarkeit
Verfügbar für Anleger in Deutschland und im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum
Regulierung
Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC); zusätzliche Aufsicht durch FCA (Großbritannien) und ASIC (Australien)
Anlegerschutz
Bis zu 20.000 € über den zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds (ICF); zusätzliche private Versicherung bis zu 1.000.000 € für berechtigte Kunden über Lloyd's
Mindesteinzahlung
50 € (typische Anforderung für deutsche Anleger)
Unterstützte Assets
ETFs, Aktien, Kryptowährungen, Forex, Rohstoffe, Indizes und CFDs
Kontotypen
Live-Handelskonto und Demokonto mit 100.000 € virtuellem Guthaben
Handelsgebühren
0 € Provision auf viele ETF-Orders; Spreads fallen bei CFD-Positionen an
Fondsgebühren
Keine Depotgebühr; ETF-Kostenquoten (TER) richten sich nach dem jeweiligen Fondsanbieter
Auszahlungsgebühren
5 € pro Auszahlung
Inaktivitätsgebühren
10 € pro Monat nach 12 Monaten ohne Handelsaktivität

Ja. Deutsche Kunden eröffnen ihr Konto in der Regel über eToro (Europe) Ltd., die durch die Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) im Rahmen der EU-Richtlinie MiFID II zugelassen und beaufsichtigt wird. Dieses Regulierungsrahmenwerk schreibt die Trennung von Kundengeldern und die Teilnahme am zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds vor, der berechtigte Konten im Insolvenzfall bis zu 20.000 € absichert.

eToro betreibt zudem regulierte Gesellschaften in Großbritannien (FCA) und Australien (ASIC), was dem Konzern ein breit aufgestelltes regulatorisches Fundament verleiht. Seit dem Börsengang an der Nasdaq im Jahr 2025 veröffentlicht das Unternehmen regelmäßig Finanzinformationen – ein zusätzlicher Transparenzfaktor. EU-Privatkunden, die CFDs handeln, profitieren darüber hinaus vom Schutz vor negativen Kontoständen: Verluste können die eingesetzten Mittel nicht übersteigen.

Für unkompliziertes ETF-Investieren ist eToros Preisgestaltung grundsätzlich wettbewerbsfähig. Die Plattform bietet provisionsfreien Handel für viele ETFs – beim Kauf oder Verkauf des Basiswerts ohne Hebelwirkung wird keine explizite Handelsgebühr berechnet. Anders als manche europäischen Broker erhebt eToro auch keine Depotgebühr für das Halten von ETFs.

Einige weitere Kostenpunkte sind jedoch zu beachten: Währungsumrechnungsgebühren fallen an, wenn Einzahlungen oder Auszahlungen einen Währungswechsel erfordern – typischerweise zwischen 0,46 % und 1,40 %, abhängig von der Zahlungsmethode. Auszahlungen kosten pauschal 5 €, und für Konten, die 12 Monate lang inaktiv waren, werden monatlich 10 € berechnet.

Wer gehebelte ETF-CFDs statt des Basiswerts handelt, zahlt zudem Spreads und Overnight-Finanzierungskosten. Für die meisten langfristig orientierten ETF-Anleger, die auf Hebelprodukte verzichten, bleibt die Kostenstruktur vergleichsweise niedrig.

eToro bietet Zugang zu Hunderten von ETFs, darunter Fonds führender globaler Anbieter wie iShares, Vanguard, Invesco, PIMCO und VanEck. Diese ETFs bilden ein breites Spektrum an Themen und Indizes ab – darunter S&P 500, MSCI World, Schwellenländer, Rohstoffe und branchenfokussierte Strategien.

Deutsche Anleger können ETFs handeln, die an mehreren bedeutenden Börsen weltweit gelistet sind, darunter Frankfurt, Amsterdam, Mailand, London, NYSE und Nasdaq. Damit lassen sich europäische und US-amerikanische ETF-Märkte über ein einziges Konto abdecken.

Allerdings bietet eToro keine klassischen ETF-Sparpläne an, wie sie bei deutschen Discountbrokern verbreitet sind. Stattdessen setzt die Plattform auf sogenannte Smart Portfolios – thematisch gebündelte ETF- und Asset-Portfolios zu Themen wie erneuerbare Energien, digitale Zahlungssysteme oder Technologie.

Benutzerfreundlichkeit zählt zu den klaren Stärken von eToro. Die Web-Oberfläche und die mobile App sind übersichtlich und intuitiv gestaltet, mit einfachen Portfolio-Tracking-Tools und klaren Visualisierungen – etwa in Form von Tortendiagrammen zur Asset-Allokation.

Das Herzstück ist CopyTrader: Nutzer können die Portfolios anderer Plattforminvestoren automatisch nachbilden. Das kann besonders für Einsteiger attraktiv sein, die ein diversifiziertes Portfolio aufbauen möchten, ohne einzelne ETFs selbst auswählen zu müssen. Darüber hinaus bietet eToro Smart Portfolios an – kuratierten ETF-ähnlichen Portfolios zu spezifischen Investment-Themen.

Für die Orderausführung stehen Market-, Limit-, Stop-Loss- und Trailing-Stop-Orders zur Verfügung. Die Plattform ist zwar einfach zu bedienen, aktive Trader werden die Charting-Tools und Anpassungsmöglichkeiten jedoch als eingeschränkter empfinden als bei spezialisierten Handelsplattformen.

eToro eignet sich am besten für Einsteiger und fortgeschrittene Anleger in Deutschland, die unkompliziertes und kostengünstiges ETF-Investieren mit Social-Trading-Funktionen suchen. Die Plattform passt besonders gut zu Investoren, die eine intuitive mobile App bevorzugen und die Möglichkeit schätzen, erfahrenen Tradern zu folgen oder deren Portfolios zu kopieren.

Wer hingegen automatisierte ETF-Sparpläne oder umfangreiche Recherche-Tools benötigt, ist bei klassischen deutschen Discountbrokern besser aufgehoben.

Vor- und Nachteile
Provisionsfreier Handel für viele ETFs
Benutzerfreundliche Web- und Mobile-Plattform
Innovative Social-Investing-Tools wie CopyTrader
Zugang zu mehreren globalen Börsen und Asset-Klassen
Niedrige Mindesteinzahlung von ca. 50 €
Währungsumrechnungsgebühren können die Gesamtkosten erhöhen
5 € Auszahlungsgebühr und 10 € monatliche Inaktivitätsgebühr
Eingeschränkte Chart-Anpassung und Recherche-Tools
Kein klassischer ETF-Sparplan verfügbar
CFD-Produkte sind mit erheblichem Verlustrisiko für Privatanleger verbunden
eToro ist eine Anlageplattform für verschiedene Anlageklassen. Der Wert Ihrer Anlagen kann steigen oder fallen. Ihr Kapital ist einem Risiko ausgesetzt.

XTB – Beste Wahl für kostengünstigen ETF-Handel mit starker Plattform

XTB ist ein etablierter europäischer Broker, 2002 gegründet und an der Warschauer Börse notiert. Die Plattform bietet Zugang zu über 10.000 Instrumenten, darunter mehr als 1.400 ETFs und 6.000 Aktien. Deutsche Anleger können ETFs bis zu einem monatlichen Handelsvolumen von 100.000 € provisionsfrei handeln; darüber hinaus gilt eine Gebühr von 0,2 % (Mindestgebühr 10 €). Es gibt keine Mindesteinzahlung, die Kontoeröffnung dauert in der Regel weniger als einen Tag, und Auszahlungen sind ab ca. 100 € kostenlos – allerdings fällt nach 12 Monaten ohne Handelsaktivität eine Inaktivitätsgebühr von 10 € an.

Wichtige Informationen auf einen Blick
Verfügbarkeit
Verfügbar für Anleger in Deutschland und im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum
Regulierung
Polnische Finanzaufsichtsbehörde (KNF), Financial Conduct Authority (FCA), Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC), Dubai Financial Services Authority (DFSA)
Anlegerschutz
Bis zu 20.100 € für EU-Kunden über das polnische Anlegerentschädigungssystem
Mindesteinzahlung
0 €
Unterstützte Assets
ETFs, Aktien, Forex, Rohstoffe, Indizes und CFDs (10.000+ Instrumente)
Kontotypen
Standardkonto, Demokonto, islamisches Konto (ausgewählte Regionen), Geschäftskonto
Handelsgebühren
0 € Provision auf Aktien und ETFs bis zu 100.000 € monatlichem Handelsvolumen; danach 0,2 % (Mindestgebühr 10 €)
Fondsgebühren
Keine Depotgebühr; ETF-Kostenquoten (TER) der jeweiligen Fondsanbieter gelten
Auszahlungsgebühren
0 € bei Auszahlungen über 100 € (kleinere Auszahlungen können ca. 10 € kosten)
Inaktivitätsgebühren
10 € pro Monat nach 12 Monaten ohne Handelsaktivität

Ja. XTB wird von mehreren bedeutenden Aufsichtsbehörden reguliert, darunter die polnische Finanzaufsicht (KNF), die britische Financial Conduct Authority (FCA) und CySEC in Zypern. Deutsche Kunden werden in der Regel über die europäische Gesellschaft von XTB betreut, die unter EU-MiFID-II-Regeln operiert und strenge Vorgaben wie die Trennung von Kundengeldern und regulatorische Berichtspflichten erfüllen muss.

Der Anlegerschutz für die meisten EU-Kunden erfolgt über das polnische Entschädigungssystem: Es deckt 100 % der Einlagen bis zu 3.000 € und 90 % bis zu 22.000 € ab, was einem maximalen Schutz von 20.100 € entspricht. XTB bietet zudem Schutz vor negativen Kontoständen – Privatkunden können beim Handel mit gehebelten Produkten nicht mehr verlieren als ihr eingezahltes Kapital.

Der Broker ist seit 2002 aktiv und an der Warschauer Börse notiert, was regelmäßige Finanzoffenlegungen voraussetzt. Diese Kombination aus Regulierung und Börsennotierung verleiht XTB ein solides Glaubwürdigkeitsprofil unter europäischen Privatkundenmaklern.

XTB gehört zu den wettbewerbsfähigsten ETF-Brokern für deutsche Anleger. Die Plattform bietet provisionsfreien Handel für Aktien und ETFs bis zu einem monatlichen Handelsvolumen von 100.000 €. Wer diesen Schwellenwert überschreitet, zahlt eine Provision von 0,2 % – mindestens jedoch 10 € pro Order.

Anders als viele traditionelle europäische Broker erhebt XTB keine Depotgebühr für das Halten von ETFs, was sich für langfristige Anleger spürbar auswirken kann. Einzahlungen sind in der Regel kostenlos, Auszahlungen ab 100 € ebenfalls.

Die wesentlichen Kostenpunkte sind Währungsumrechnungsgebühren sowie die Inaktivitätsgebühr von 10 €, die nach einem Jahr ohne Handelsaktivität anfällt. Für Anleger, die ETFs in Euro kaufen und nur gelegentlich handeln, bleibt die Gesamtkostenstruktur dennoch wettbewerbsfähig.

XTB bietet ein umfangreiches Instrumentenangebot mit über 1.400 ETFs und mehr als 6.000 Aktien auf globalen Märkten. Deutsche Anleger erhalten Zugang zu ETFs, die an wichtigen Börsen wie Frankfurt, London, NYSE, Nasdaq und weiteren europäischen Handelsplätzen gelistet sind.

Das Angebot umfasst Fonds bekannter Anbieter wie iShares, Vanguard, Invesco und anderer großer Asset-Manager. Abgedeckt werden gängige Indexstrategien wie S&P 500, MSCI World, europäische Aktien-Benchmarks sowie branchenfokussierte ETFs.

Hervorzuheben sind die XTB-Investmentpläne: Sie ermöglichen es, ein individuelles ETF-Portfolio aufzubauen und Einzahlungen automatisch nach einer selbst gewählten prozentualen Gewichtung zuzuteilen. In der Praxis funktioniert das ähnlich wie ein vereinfachter ETF-Sparplan – der genaue Funktionsumfang hängt jedoch von der rechtlichen Einheit ab, über die das Konto eröffnet wird.

XTBs eigene Handelsplattform xStation 5 gilt weithin als eine der stärksten Seiten des Brokers. Sie ist als Web-Plattform, Desktop-Anwendung und mobile App verfügbar – mit einer konsistenten Oberfläche auf allen Geräten.

Für ETF-Anleger bietet die Plattform nützliche Werkzeuge: Portfolio-Tracking, Watchlists, Kursalarme und integrierte Marktanalysen. Charts und Workspace-Layouts sind deutlich anpassbarer als bei vielen einsteigerorientierten Trading-Apps.

Die mobile Version bietet biometrischen Login, Push-Benachrichtigungen und schnelle Ordererfassung. In Kombination mit einem zügigen digitalen Onboarding-Prozess ergibt sich ein insgesamt reibungsloses Nutzungserlebnis – auch für neue Anleger.

Die Plattform neigt zwar leicht in Richtung aktiver Trader, doch die Investmentpläne und Portfolio-Analysen machen sie auch für langfristig orientierte Investoren tauglich.

XTB eignet sich besonders für deutsche Anleger, die kostengünstigen ETF-Handel mit einer leistungsstarken Handelsplattform verbinden möchten. Die fehlende Mindesteinzahlung und die provisionsfreien ETF-Orders machen den Einstieg niedrigschwellig, während die fortschrittlichen Charting-Tools und die breite Marktabdeckung auch erfahrenere Anleger ansprechen.

Wer ein schlichtes ETF-Portfolio mit gelegentlichen Orders aufbauen möchte, findet hier ein besonders attraktives Angebot. Wer hingegen Nischen-Asset-Klassen wie Optionen oder Investmentfonds handeln möchte, benötigt einen anderen Broker.

Vor- und Nachteile
Provisionsfreier ETF-Handel bis zu 100.000 € monatlichem Volumen
Keine Mindesteinzahlung
Keine Depotgebühr
Leistungsstarke xStation-5-Plattform mit umfangreichen Analyse-Tools
Großes Produktangebot mit über 10.000 Instrumenten
10 € Inaktivitätsgebühr nach einem Jahr ohne Handel
Währungsumrechnungskosten können anfallen
Einige Asset-Klassen wie Optionen und Futures nicht verfügbar
Investmentpläne abhängig von der genutzten rechtlichen Einheit

DEGIRO – Beste Wahl für preisbewusste Anleger mit breitem ETF-Marktzugang

DEGIRO wurde 2008 gegründet und hat sich zu einem der größten Execution-only-Broker Europas entwickelt. Das Unternehmen gehört heute zur flatexDEGIRO Bank AG, die der BaFin-Aufsicht in Deutschland unterliegt und indirekt durch die Europäische Zentralbank beaufsichtigt wird. Deutsche Anleger erhalten Zugang zu über 5.000 ETFs und 29 globalen Börsen; ETF-Orders kosten typischerweise ca. 2 € (1 € Provision + 1 € Bearbeitungsgebühr). Es gibt keine Mindesteinzahlung, die Kontoeröffnung dauert in der Regel etwa einen Werktag, und es fallen weder Inaktivitäts- noch Auszahlungsgebühren an – lediglich eine Währungsumrechnungsgebühr von 0,25 % gilt bei Devisenwechsel.

Wichtige Informationen auf einen Blick
Verfügbarkeit
Verfügbar für Anleger in Deutschland und in der gesamten EU/EWR
Regulierung
BaFin (Deutschland), AFM (Niederlande), DNB (Niederlande); indirekte Aufsicht durch die Europäische Zentralbank
Anlegerschutz
20.000 € Anlegerentschädigung für Wertpapiere + bis zu 100.000 € Einlagensicherung für nicht investiertes Guthaben
Mindesteinzahlung
0 €
Unterstützte Assets
ETFs, Aktien, Anleihen, Optionen, Futures, Investmentfonds, Strukturierte Produkte
Kontotypen
Basic, Active, Trader, Day Trader
Handelsgebühren
ETF-Orders in der Regel 1 € Provision + 1 € Bearbeitungsgebühr auf Hauptmärkten; viele ETFs einmal pro Monat provisionsfrei über die Core Selection
Fondsgebühren
3,90 € + 0,2 % p.a. für Investmentfonds (ETFs folgen den jeweiligen Fondskosten)
Auszahlungsgebühren
0 €
Inaktivitätsgebühren
0 €

Ja. DEGIRO operiert unter dem Dach der flatexDEGIRO Bank AG, einer deutschen Direktbank, die in erster Linie durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) reguliert wird. Die niederländische Niederlassung des Brokers unterliegt zusätzlich der Aufsicht durch die AFM und De Nederlandsche Bank (DNB), während die übergeordnete Bankengruppe der Aufsicht durch die Europäische Zentralbank untersteht. Diese mehrschichtige Regulierungsstruktur verankert DEGIRO fest im europäischen Finanzaufsichtsrahmen.

Der Anlegerschutz ist für einen Niedrigkostenbroker vergleichsweise robust. Kundenwertpapiere werden in getrennten Depotkonstrukten verwahrt und bleiben damit vom Betriebsvermögen des Brokers separiert. Sollte es zu einer Situation kommen, in der Vermögenswerte nicht zurückgegeben werden können, greift die deutsche Anlegerentschädigung mit einem Schutz von bis zu 20.000 € für Wertpapiere.

Barguthaben genießen noch stärkeren Schutz: Einlagen auf dem DEGIRO-Geldkonto sind durch die deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 € pro Kunde gesichert. Da DEGIRO auf Execution-only-Investing ohne gehebelte CFD-Produkte setzt, ist ein Schutz vor negativen Kontoständen für das Kernangebot grundsätzlich nicht relevant.

DEGIRO hat seinen Ruf auf extrem niedrigen Handelskosten aufgebaut – und dieser Ruf ist nach wie vor weitgehend berechtigt. ETF-Orders kosten auf vielen Märkten 1 € Provision zuzüglich 1 € Bearbeitungsgebühr, womit DEGIRO zu den günstigsten Execution-only-Brokern in Europa zählt.

Ein wesentlicher Kostenvorteil ist das ETF-Core-Selection-Programm: Anleger können bestimmte populäre ETFs einmal pro Monat provisionsfrei handeln und zahlen dabei lediglich die 1-€-Bearbeitungsgebühr. Weitere Orders für denselben ETF im gleichen Monat können ebenfalls provisionsfrei bleiben, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind – etwa ein Mindesttransaktionswert von 1.000 €.

Darüber hinaus ist die Gebührenstruktur erfrischend transparent: keine Kontoführungsgebühr, keine Depotgebühr, keine Inaktivitätsentgelte. Auch Auszahlungen sind kostenfrei.

Der einzige ungewöhnliche Kostenpunkt ist die Börsenverbindungsgebühr, die beim Handel an ausländischen Börsen anfallen kann. Diese ist auf 2,50 € pro Börse pro Jahr gedeckelt. Währungsumrechnungen kosten 0,25 %, was sich bei regelmäßigem Handel von Assets außerhalb der Eurozone summieren kann.

Für langfristig orientierte ETF-Anleger, die gelegentlich statt aktiv handeln, ist DEGIROs Gesamtkostenprofil eines der niedrigsten in Europa.

DEGIRO bietet ein umfangreiches ETF-Angebot mit über 5.000 ETFs auf rund 29 globalen Aktienbörsen. Anleger können Fonds handeln, die an bedeutenden Märkten wie Xetra, Frankfurt, Euronext, der London Stock Exchange, NYSE und Nasdaq gelistet sind.

Das Angebot umfasst Produkte führender Anbieter wie BlackRock (iShares), Vanguard, Invesco und weitere globale Asset-Manager – von Kern-Benchmarks wie MSCI World und S&P 500 bis hin zu thematischen oder branchenspezifischen Fonds.

Einen klassischen automatisierten ETF-Sparplan (Sparplan) bietet DEGIRO allerdings derzeit nicht an, wie es viele deutsche Neobroker tun. Orders müssen manuell platziert werden; eine Möglichkeit zur Einrichtung wiederkehrender Investments besteht nicht.

Die schiere Breite der ETF-Abdeckung über internationale Börsen hinweg macht es gleichwohl leicht, diversifizierte Portfolios über Aktien, Anleihen, Rohstoffe und globale Sektoren hinweg aufzubauen.

DEGIROs Plattform setzt auf Einfachheit und Orderausführung statt auf umfangreiche Trading-Features. Sowohl die Web-Plattform als auch die mobile App sind übersichtlich, reaktionsschnell und auch für Einsteiger leicht navigierbar.

Die Suchfunktion ist gut durchdacht: Die Eingabe von ETF-Name oder Ticker liefert schnell eine Liste passender Instrumente, gruppiert nach Asset-Klasse und Börse. Unterstützt werden gängige Ordertypen wie Market, Limit, Stop-Loss, Stop-Limit und Trailing Stop. Anleger können zudem Orderfristen festlegen – etwa „Gültig bis Tagesende” (GTD) oder „Bis auf Weiteres” (GTC).

Die Sicherheitsausstattung ist solide: Zwei-Faktor-Authentifizierung über Google Authenticator sowie biometrischer Login via Touch ID oder Face ID auf Mobilgeräten sind verfügbar.

Schwächen zeigen sich bei der Analyse und Recherche: Die Chart-Anpassung ist begrenzt, und ein auffälliges Manko ist das Fehlen von Kursalarmen, die bei vielen Wettbewerbern zur Standardausstattung gehören. Für langfristiges ETF-Investieren bleibt die Oberfläche dennoch zuverlässig und geradlinig.

DEGIRO eignet sich am besten für preisbewusste deutsche Anleger, die unkomplizierten Zugang zu globalen ETF-Märkten suchen, ohne unnötige Plattformkosten in Kauf nehmen zu müssen. Die fehlende Mindesteinzahlung, die niedrigen Handelsgebühren und das Fehlen von Inaktivitätsentgelten machen den Broker besonders attraktiv für langfristig orientierte Investoren, die ein diversifiziertes Portfolio schrittweise aufbauen.

Die Plattform eignet sich gut für Anleger, die selbstständig Entscheidungen treffen und Orders manuell platzieren. Wer automatisierte Sparpläne, umfangreiche Analyse-Tools oder integrierte Recherchefunktionen benötigt, sollte eher zu einer funktionsreicheren Plattform greifen.

Vor- und Nachteile
Sehr niedrige ETF-Handelsgebühren
Keine Mindesteinzahlung und keine Depotgebühr
Provisionsfreies ETF-Core-Selection-Programm
Zugang zu über 5.000 ETFs auf rund 29 Börsen
Solides EU-Regulierungsrahmenwerk unter BaFin-Aufsicht
Kein automatisierter ETF-Sparplan (Sparplan)
Begrenzte Recherche-Tools und Chart-Anpassung
Währungsumrechnungsgebühr von 0,25 % auf Nicht-€-Assets
Börsenverbindungsgebühr von 2,50 € pro Börse und Jahr
Kein Forex- oder CFD-Handel verfügbar

Interactive Brokers – Beste Wahl für erfahrene Anleger mit globalem ETF-Zugang

Interactive Brokers ist ein weltweit anerkannter Broker, 1977 gegründet und an der Nasdaq (IBKR) notiert. Die Plattform bietet Zugang zu über 13.000 ETFs und mehr als 90 globalen Börsen. Deutsche Anleger profitieren von niedrigen Provisionen ab ca. 1 $ pro Order und benötigen kein Mindestguthaben zur Kontoeröffnung. Mit fortschrittlichen Tools wie der Trader Workstation und der GlobalTrader-App eignet sich der Broker besonders für erfahrene Investoren, die eine breite internationale ETF-Abdeckung anstreben.

Wichtige Informationen auf einen Blick
Verfügbarkeit
Verfügbar in Deutschland und der gesamten EU; betreut Anleger in mehr als 200 Ländern
Regulierung
Central Bank of Ireland (CBI) für EU-Kunden; global zusätzlich beaufsichtigt durch US-SEC, FINRA, FCA, ASIC, MAS und weitere Behörden
Anlegerschutz
Bis zu 20.000 € über das irische Anlegerentschädigungssystem (ICS) für EU-Konten; weiterer Schutz abhängig vom Verwahrungsort der Vermögenswerte
Mindesteinzahlung
0 € zur Eröffnung eines Standardkontos (ca. 100 € typischerweise erforderlich, um mit dem Handel zu beginnen)
Unterstützte Assets
ETFs, Aktien, Anleihen, Optionen, Futures, Forex, Fonds, Kryptowährungen, Rohstoffe, CFDs
Kontotypen
Geldkonten, Margin-Konten, Gemeinschaftskonten, institutionelle Konten, Beraterkonten, Demo-/Papierhandelskonten
Handelsgebühren
Ab ca. 0,005 € pro Aktie mit einem Minimum von 1 € pro Order auf vielen Märkten (gestaffelte Preisgestaltung); sehr wettbewerbsfähige globale Provisionen
Fondsgebühren
ETF-Kostenquoten (TER) abhängig vom Fondsanbieter; Investmentfonds ca. 14,95 € pro Order oder bis zu 3 % des Handelswerts (je nachdem, was niedriger ist)
Auszahlungsgebühren
Erste Auszahlung pro Monat kostenlos; weitere Auszahlungen ca. 8–10 €, abhängig von Währung und Methode
Inaktivitätsgebühren
0 €

Ja. Interactive Brokers gilt weithin als einer der sichersten globalen Online-Broker, mit einer Regulierungsstruktur, die mehrere bedeutende Finanzbehörden umfasst. Deutsche und EU-Kunden eröffnen ihr Konto in der Regel über Interactive Brokers Ireland Limited, die durch die irische Zentralbank (Central Bank of Ireland, CBI) reguliert wird und unter den MiFID-II-Regeln im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum tätig ist.

Die Muttergesellschaft Interactive Brokers Group (Nasdaq: IBKR) ist an der Nasdaq notiert und Teil des S&P-500-Index. Die Börsennotierung erfordert vierteljährliche Finanzoffenlegungen und externe Prüfungen – ein Maß an Transparenz, das viele privateigene Broker nicht bieten.

Der Anlegerschutz für EU-Kunden erfolgt über das irische Anlegerentschädigungssystem, das berechtigte Konten im Insolvenzfall bis zu 20.000 € absichert. Kundenvermögen wird auf getrennten Konten verwahrt und ist damit rechtlich vom Betriebskapital des Brokers getrennt.

Über Europa hinaus wird Interactive Brokers auch von mehreren erstrangigen Aufsichtsbehörden beaufsichtigt, darunter die US-amerikanische SEC, FINRA, die britische FCA und die australische ASIC. Dieses globale Regulierungsnetzwerk ist einer der Gründe, warum der Broker regelmäßig zu den sichersten Handelsplattformen weltweit gezählt wird.

Interactive Brokers ist seit Langem für seine äußerst niedrigen Handelskosten bekannt – insbesondere für Anleger, die internationale Assets handeln. ETF-Provisionen starten auf vielen Märkten bei ca. 0,005 € pro Aktie mit einem Mindestbetrag von 1 € pro Order im Rahmen des gestaffelten Standardpreismodells. Bei großen Orders ist die Provision auf 1 % des Gesamttransaktionswerts gedeckelt.

Damit gehört Interactive Brokers zu den günstigsten internationalen Brokern für ETF-Investitionen – insbesondere im Vergleich mit traditionellen Banken oder älteren Brokern, die feste Provisionen von 5–15 € pro Order verlangen.

Hinzu kommt, dass der Broker auf viele gängige Plattformgebühren verzichtet: keine Depotgebühr, keine Kontoführungsgebühr und keine Inaktivitätsgebühr. Einzahlungen per Banküberweisung sind in der Regel kostenlos, die erste Auszahlung pro Monat ebenfalls. Weitere Auszahlungen kosten typischerweise 8–10 €, abhängig von Währung und Methode.

Währungsumrechnungskosten können anfallen, wenn ETFs in einer anderen Währung als der Kontowährung gehandelt werden. Interactive Brokers bietet direkte Devisenkonvertierung mit Provisionen ab ca. 0,2 Basispunkten an – deutlich günstiger als die FX-Spreads vieler Retail-Broker.

Für Anleger, die Margin nutzen, zählen auch die Margin-Zinsen zu den niedrigsten der Branche – abhängig von Kontotier und Marktlage ab ca. 5,4 % p.a. für USD-Margin-Finanzierungen.

Insgesamt gilt Interactive Brokers für Anleger, die internationale ETFs handeln oder global diversifizierte Portfolios halten, weithin als eine der kostengünstigsten verfügbaren Optionen.

Interactive Brokers bietet eine der größten ETF-Auswahlmöglichkeiten, die über eine Retail-Brokerage zugänglich sind. Die Plattform ermöglicht den Zugang zu mehr als 13.000 ETFs sowie Zehntausenden weiterer Wertpapiere – ein breites Spektrum an globalen Indexfonds und thematischen Strategien.

Deutsche Anleger können ETFs handeln, die an den wichtigsten globalen Börsen gelistet sind, darunter:

  • Xetra und Frankfurter Wertpapierbörse
  • Euronext-Märkte
  • London Stock Exchange
  • New York Stock Exchange (NYSE)
  • Nasdaq
  • Zahlreiche Regionalbörsen in Europa, Nordamerika und Asien

Insgesamt bietet Interactive Brokers Zugang zu über 170 Börsen weltweit – deutlich mehr als die meisten europäischen Discountbroker.

Das ETF-Angebot umfasst Fonds führender Anbieter wie BlackRock (iShares), Vanguard, Invesco, VanEck und Xtrackers, die bekannte Indizes wie MSCI World, S&P 500, Nasdaq-100 und verschiedene branchenfokussierte ETFs abbilden.

Interactive Brokers unterstützt zudem den Bruchstückkauf (Fractional Shares), der es ermöglicht, Teileinheiten vieler ETFs zu erwerben. So lassen sich auch mit kleineren Beträgen – etwa 50 oder 100 € – diversifizierte Portfolios aufbauen.

Allerdings legt Interactive Brokers, anders als manche deutschen Neobroker, keinen besonderen Schwerpunkt auf automatisierte ETF-Sparpläne. Stattdessen bietet die Plattform flexible Tools für manuelles Investieren, wiederkehrende Käufe sowie Portfolioautomatisierung über APIs und algorithmischen Handel.

Interactive Brokers bietet mehrere Handelsplattformen, die auf unterschiedliche Anlegertypen zugeschnitten sind. Für Einsteiger gibt es die IBKR-GlobalTrader-App mit einer vereinfachten Oberfläche zum Kauf von Aktien und ETFs ohne unnötige Komplexität.

Für erfahrenere Investoren stehen IBKR Mobile, das Client Portal und die fortschrittliche Trader Workstation (TWS) als Desktop-Plattform zur Verfügung. Die Trader Workstation wird von professionellen Tradern weltweit eingesetzt und bietet unter anderem:

  • Umfangreiche Charting-Tools und technische Indikatoren
  • Optionsstrategie-Builder
  • Portfolio-Risikoanalysen
  • Algorithmischer Handel
  • Direkte Marktweiterleitung über die SmartRouting-Technologie

SmartRouting scannt automatisch mehrere Börsen und Dark Pools, um für jede Order den bestmöglichen Preis zu ermitteln. In der Praxis kann das die Ausführungsqualität im Vergleich zu einfacheren Plattformen verbessern, die Orders nur an eine einzige Börse weiterleiten.

Darüber hinaus stellt Interactive Brokers umfangreiche Recherche-Tools bereit, darunter Daten von Morningstar, Reuters, Refinitiv, Dow Jones, Trading Central und Zacks Investment Research. Das PortfolioAnalyst-Tool ermöglicht die Analyse von Asset-Allokation, Performance und Risiko sowohl für IBKR-Konten als auch für externe Finanzkonten.

Der Preis für diesen Funktionsumfang ist Komplexität. Neueinsteiger empfinden die Desktop-Plattformen anfangs oft als überwältigend – die GlobalTrader-App erleichtert den Einstieg jedoch merklich.

Interactive Brokers ist die beste Wahl für anspruchsvolle Anleger in Deutschland, die kostengünstigen Zugang zu globalen Märkten und professionelle Handels-Tools suchen.

Die Plattform eignet sich besonders für Investoren, die:

  • international diversifizierte ETF-Portfolios aufbauen möchten,
  • auf mehreren globalen Börsen handeln,
  • institutionelle Ausführungsqualität und Analysetools schätzen,
  • und bei großen oder häufigen Trades auf extrem niedrige Provisionen Wert legen.

Für Einsteiger ist sie dank des 0-€-Kontominimums, des Bruchstückkaufs und der einfachen mobilen App ebenfalls nutzbar. Wer jedoch eine sehr einfache Oberfläche oder automatisierte Sparpläne bevorzugt, ist bei einsteigerorientierten deutschen Brokern besser aufgehoben.

Vor- und Nachteile
Extrem niedrige Handelsprovisionen auf globalen Märkten
Zugang zu über 13.000 ETFs und mehr als 170 Börsen weltweit
Keine Inaktivitäts- oder Depotgebühr
Professionelle Handels-Tools auf institutionellem Niveau
Bruchstückkauf (Fractional Shares) wird unterstützt
Starkes globales Regulierungsframework und Transparenz als börsennotiertes Unternehmen
Plattformen können für Einsteiger komplex wirken
Der Kontoeröffnungsprozess kann aufwändiger sein als bei Neobroker
Einzahlungen und Auszahlungen erfordern in der Regel Banküberweisungen
ETF-Sparplan-Funktionen eingeschränkter als bei deutschen Neobroker
Reaktionszeiten des Kundensupports können in Stoßzeiten variieren

Freedom24 – Beste Wahl für Anleger mit internationalem Marktzugang über Kern-ETFs hinaus

Freedom24 ist ein EU-regulierter Broker, betrieben von Freedom Finance Europe Ltd. unter CySEC-Aufsicht und Teil des an der Nasdaq notierten Freedom Holding Corp. Deutsche Anleger erhalten Zugang zu über 1 Million Instrumenten auf 15 globalen Börsen – darunter ETFs, Aktien, Anleihen und Optionen. Die Handelsgebühren beginnen ab ca. 0,008 € pro Aktie mit einer Mindestgebühr von 1,20 € pro Order; es gibt keine Mindesteinzahlung, und für Auszahlungen fällt eine Pauschalgebühr von 7 € an.

Wichtige Informationen auf einen Blick
Verfügbarkeit
In Deutschland verfügbar über Freedom Finance Germany GmbH als gebundener Vermittler von Freedom Finance Europe Ltd.
Regulierung
Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC), Lizenz 275/15; operiert im Rahmen des MiFID-Regelwerks in der EU. Freedom Holding Corp. ist an der Nasdaq notiert.
Anlegerschutz
Bis zu 20.000 € über den zypriotischen Anlegerentschädigungsfonds für berechtigte Kunden
Mindesteinzahlung
0 €
Unterstützte Assets
ETFs, Aktien, Anleihen, Futures, Aktienoptionen und weitere börsengehandelte Instrumente; Freedom24 gibt Zugang zu 40.000+ Aktien, 3.500+ Fonds und mehr als 1 Million Instrumenten auf US-, europäischen und asiatischen Börsen an
Kontotypen
Handelskonto, Demokonto sowie Geldanlage- und sparplanähnliche Produkte
Handelsgebühren
Tarifbasiertes, mehrstufiges Gebührenmodell für börsengehandelte Wertpapiere; aktuelle Preisliste enthält mehrere Tarife sowie 7 € Banküberweisung-Auszahlungsgebühr
Fondsgebühren
Verwahrung laut aktueller offizieller Preisliste grundsätzlich kostenlos; ETF-Kostenquoten (TER) richten sich nach dem jeweiligen Fondsanbieter
Auszahlungsgebühren
7 € per Banküberweisung gemäß aktueller offizieller Preisliste
Inaktivitätsgebühren
0 €

Ja, Freedom24 ist für deutsche Kunden ordnungsgemäß reguliert – steht jedoch nicht auf dem gleichen „Mehrfach-Regulierer”-Niveau wie Broker etwa Interactive Brokers. Die maßgebliche Rechtseinheit ist Freedom Finance Europe Ltd., die in Zypern durch CySEC unter Lizenz 275/15 zugelassen und über MiFID-Passporting EU-weit tätig ist. In Deutschland operiert das Unternehmen über Freedom Finance Germany GmbH als gebundenen Vermittler. Die Muttergesellschaft Freedom Holding Corp. ist an der Nasdaq notiert, was eine gewisse Transparenz als börsennotiertes Unternehmen mit sich bringt.

Beim Anlegerschutz greift für berechtigte Kunden der zypriotische Anlegerentschädigungsfonds mit bis zu 20.000 €, sofern das Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Kundengelder werden laut den öffentlichen Unterlagen des Brokers getrennt von Unternehmensmitteln verwahrt. Das entspricht einem soliden Basisschutz – jedoch dem EU-Standardniveau aus Zypern und nicht einer besonders umfangreichen Absicherung. Deutsche Anleger, denen maximale Absicherung wichtig ist, bevorzugen möglicherweise einen Broker mit breiterer Regulierungsabdeckung oder stärkerer lokaler Markenpräsenz.

Hier wird es bei Freedom24 weniger eindeutig. Der Broker ist nicht übermäßig teuer – aber auch nicht jener klare Niedrigkostenspezialist, den man auf einen Blick vergleichen kann. Die aktuelle offizielle Preisliste ist tarifbasiert, mit unterschiedlichen Tarifen für börsengehandelte Wertpapiere, und die Struktur ist spürbar komplexer als die einfachen Pauschalmodelle vieler deutscher ETF-Plattformen. Hinzu kommt die 7-€-Gebühr für Bankauszahlungen, während die Verwahrung grundsätzlich kostenlos ist.

Das spielt eine Rolle, weil ETF-Anleger in der Regel einfache, vorhersehbare Kosten bevorzugen. Freedom24 ist nutzbar, aber als „günstig” lässt es sich nicht so klar und eindeutig bezeichnen wie XTB oder DEGIRO. Drittanbieter-Bewertungen haben Einstiegspreise ab 0,008 € pro Aktie/ETF und 1,20 € pro Order zitiert, ohne Konto- und Inaktivitätsgebühren – die aktuelle offizielle Preisliste verweist jedoch auf ein mehrstufiges Tarifsystem. Investoren sollten ältere Preisangaben daher mit Vorsicht betrachten. In der Praxis gilt: Der Broker ist verwendbar, aber das Gebührenmodell ist kleinteilig und wenig elegant.

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal von Freedom24 ist der Marktzugang. Der Broker bietet nach eigenen Angaben direkten Zugang zu wichtigen US-, europäischen und asiatischen Börsen mit insgesamt über 1 Million Instrumenten, darunter 40.000+ Aktien und 3.500+ Fonds. Für deutsche ETF-Anleger bedeutet das breiten Zugang zu international gelisteten Produkten statt eines eng gefassten lokalen Angebots.

Das ETF-Angebot kommt Anlegern entgegen, die Vielfalt suchen – weniger jenen, die primär klassische deutsche ETF-Sparpläne (Sparpläne) nutzen möchten. Freedom24 ist eher eine internationale Broker-Plattform als ein sparplanorientierter Dienst. Das Angebot umfasst zwar auch Geldanlage- und sparplanähnliche Produkte, diese entsprechen jedoch nicht dem deutschen Standard-Sparplan mit automatisierten monatlichen Einzahlungen in breite Indexfonds. Wer einfach und regelmäßig in ETFs investieren möchte, findet hier eher ein Tool für globalen Marktzugang als einen spezialisierten Langfrist-Sparplan-Broker.

Freedom24 ist einfacher zu bedienen als viele klassische internationale Broker, tendiert aber klar mehr in Richtung „Broker-Plattform” als „einfache ETF-App”. Web-, Desktop- und Mobile-Plattformen stehen zur Verfügung, und die Produktmaterialien positionieren den Dienst als geeignet für Einsteiger wie erfahrene Anleger gleichermaßen. Der aktuelle App-Store-Auftritt hebt den Portfolioaufbau über mehr als 1 Million Aktien, ETFs, Anleihen und Aktienoptionen von 15 globalen Börsen hervor.

In der Praxis wirkt das Angebot am besten für Anleger, die direkten Marktzugang, integrierte Recherche und Flexibilität über mehrere Asset-Klassen schätzen. Für jemanden, der schlicht ein deutsches ETF-Portfolio aufbauen und laufen lassen möchte, ist es weniger ideal. Zwei Schwachstellen stechen hervor: Das Fehlen von Bruchstückkäufen (Fractional Shares) schränkt die Flexibilität kleiner, wiederkehrender Investments ein. Zudem wirkt die Plattform für reine ETF-Anleger insgesamt etwas überladen.

Freedom24 eignet sich am besten für deutsche Anleger, die internationalen Marktzugang suchen und mit einer eher klassischen Broker-Plattform zurechtkommen – statt einer einfachen ETF-Spar-App.

Der Broker passt besonders gut zu Anlegern, die:

  • ETFs zusammen mit Aktien, Anleihen, Optionen und Futures in einem Konto verwalten möchten,
  • Wert auf den Zugang zu mehreren internationalen Börsen legen,
  • und ein komplexeres Gebührenmodell akzeptieren.

Für reine Langfrist-ETF-Sparer, die das günstigste, übersichtlichste und am stärksten automatisierte Setup bevorzugen, ist Freedom24 weniger gut geeignet.

Vor- und Nachteile
Breiter internationaler Marktzugang mit ETFs, Aktien, Anleihen, Optionen und Futures
In Deutschland unter EU-regulierter Struktur verfügbar
Muttergesellschaft ist an der Nasdaq notiert – erhöhte Transparenz
Verwahrung laut aktueller offizieller Preisliste grundsätzlich kostenlos
Gute Wahl für Anleger, die ein einziges Konto über mehrere globale Börsen nutzen möchten
Gebührenstruktur komplexer als bei vielen ETF-fokussierten Brokern
7 € Auszahlungsgebühr ist für einen modernen Retail-Broker unzeitgemäß
Kein Bruchstückkauf (Fractional Shares) – schwächt das Argument für kleine, regelmäßige ETF-Investments
Anlegerschutz entspricht dem zypriotischen Standardniveau von 20.000 €
Besser geeignet für globalen Marktzugang als für klassische deutsche ETF-Sparpläne

Trade Republic – Beste Wahl für ETF-Sparpläne und mobiles Investiere

Trade Republic ist ein 2015 in Berlin gegründeter Neobroker, der durch die BaFin reguliert wird und als vollständig lizenziertes deutsches Kreditinstitut operiert. Anleger können über 9.500 Aktien und ETFs zum pauschalen Preis von 1 € pro Order handeln; ETF-Sparpläne sind in der Regel gebührenfrei. Die Plattform verlangt keine Mindesteinzahlung, unterstützt Bruchstückkäufe und automatisierte Sparpläne und bietet 100.000 € Einlagensicherung sowie 20.000 € Anlegerschutz gemäß EU-Recht.

Wichtige Informationen auf einen Blick
Verfügbarkeit
In Deutschland und den meisten EU-Ländern verfügbar
Regulierung
BaFin (Deutschland); Trade Republic operiert als Trade Republic Bank GmbH
Anlegerschutz
20.000 € Anlegerentschädigung für Wertpapiere und 100.000 € Einlagensicherung
Mindesteinzahlung
0 €
Unterstützte Assets
Aktien, ETFs, Anleihen, Kryptowährungen und einige Derivate; insgesamt ca. 10.000 Produkte
Kontotypen
Nur Einzelkonto
Handelsgebühren
1 € externe Abwicklungsgebühr pro Einzel-Order (Aktien, ETFs, Anleihen); ETF-Sparpläne ohne Brokergebühren
Fondsgebühren
Keine Depotgebühr; laufende ETF-Kosten (TER) richten sich nach dem jeweiligen Fondsanbieter
Auszahlungsgebühren
0 €
Inaktivitätsgebühren
0 €

Ja. Trade Republic ist in Sachen Sicherheit für deutsche Anleger einer der unkompliziertesten Namen in diesem Vergleich – weil es sich um eine vollwertige deutsche Bank unter BaFin-Aufsicht handelt. Das ist relevant: Es geht hier nicht um einen ausländischen Broker, der über EU-Passporting in Deutschland tätig ist, sondern um ein im Inland reguliertes Institut im bekannten deutschen Aufsichtsrahmen. Das Guthaben ist bis zu 100.000 € geschützt, berechtigte wertpapierbezogene Ansprüche sind bis zu 20.000 € abgesichert. Laut Trade Republic werden Kundeneinlagen bei Partnerbanken gehalten, darunter Deutsche Bank, J.P. Morgan SE, Citibank Europe, HSBC Continental Europe und Solaris.

Die Schwachstelle liegt nicht in der Regulierung. Sie liegt in der Ausführungsstruktur. Trade Republic hat lange auf Payment for Order Flow (PFOF) gesetzt – ein Modell, das Interessenkonflikte aufwirft, weil der Broker dafür bezahlt wird, Orders an einen bestimmten Handelsplatz oder Market Maker weiterzuleiten. Dieses Modell wird mit den neuen EU-Regeln abgeschafft: Das PFOF-Verbot tritt im Juli 2026 in Kraft, und Trade Republic hat bereits die Lizenzierung für ein eigenes multilaterales Handelssystem (MTF) eingeleitet. Der Broker ist reguliert und glaubwürdig – aber deutsche Anleger sollten „sicher” und „makellos” nicht gleichsetzen.

Was die Listenpreise betrifft, ist Trade Republic kaum zu schlagen. Einzelne ETF-Orders kosten 1 €, und ETF-Sparpläne sind ohne Brokergebühren ausführbar. Es gibt keine Depot-, Inaktivitäts- oder Auszahlungsgebühren. Für einen deutschen Anleger mit Buy-and-Hold-Strategie, der monatlich in ETFs investiert, ist das eine sehr attraktive Ausgangslage. Trade Republic bewirbt zudem das Investieren ab 1 €, was sich gut mit Bruchstückkäufen und Dauersparplänen verträgt.

Der Haken ist, dass niedrige explizite Gebühren nicht das gesamte Bild zeichnen. Trade Republic hat Orders historisch über ein begrenztes Ausführungssetup geleitet, und Kritiker weisen darauf hin, dass Ausführungsqualität wichtiger sein kann als eine sichtbare 1-€-Gebühr. Anders gesagt: Günstiger Handel ist nur dann wirklich günstig, wenn auch der erzielte Preis wettbewerbsfähig ist. Für langfristige ETF-Anleger mit wiederkehrenden Orders mag das ein überschaubarer Kompromiss sein. Für aktivere Anleger oder jene, denen bestmögliche Ausführung wichtig ist, wiegt dieser Punkt schwerer. Hinzu können Währungsumrechnungskosten auf Nicht-Euro-Zahlungsströme kommen – etwa bei ausländischen Dividenden – sowie eine Gebühr von 0,7 % bei Karten- oder Wallet-Aufladungen nach der ersten kostenlosen Einzahlung.

Trade Republic bietet guten ETF-Zugang, auch wenn die Plattform nicht die breiteste Abdeckung aller verglichenen Broker hat. Insgesamt stehen ca. 10.000 Aktien und ETFs zur Verfügung, und es kann ab 1 € in weltweite Aktien und ETFs investiert werden. Das Kernfeature für wiederkehrendes Investieren ist das Sparplansystem: Trade Republic gibt an, dass Aktien, ETFs und Kryptowährungen gebührenfrei per Sparplan bespart werden können – genau die Art reibungsloser Struktur, die deutsche ETF-Anleger typischerweise bevorzugen.

Wer Zugang zu jeder möglichen Börse und jeder Nischenlisting sucht, ist hier fehl am Platz. Trade Republic ist kuratierter als Plattformen wie Interactive Brokers. Für den deutschen ETF-Mainstream ist das jedoch kein wirklicher Nachteil. Die eigentliche Stärke liegt in der Kombination aus Bruchstückkäufen, kostenfreien Dauersparplänen und einer niedrigen Einstiegshürde. Die Plattform ist für regelmäßige Einzahlungen konzipiert, nicht für die Jagd nach Nischen-Listings auf Dutzenden globaler Handelsplätze. Trade Republic zahlt laut aktuellen öffentlichen Marketingmaterialien zudem 2 % p.a. auf Barguthaben – ein kleiner Mehrwert für Cash, das auf den nächsten Einsatz wartet.

Hier liegt der Grund für Trade Republics Beliebtheit. Die App ist übersichtlich, schnell und erkennbar für Nutzer konzipiert, die keine Lust auf das Interface eines klassischen Legacy-Brokers haben. Die Kontoeröffnung verläuft vollständig digital, in der Regel schnell, und die Plattform ist sowohl mobil als auch über das Web nutzbar. Trade Republics eigenes Produktversprechen lautet im Kern „Investieren, Bezahlen und Banking aus einer App” – und genau diese Einfachheit ist ein wesentlicher Teil des Erfolgs.

Für die langfristige ETF-Verwaltung ist die Nutzererfahrung weitgehend ausgezeichnet: Wiederkehrende Sparpläne, Bruchstückkäufe, einfache Suche und ein sehr reibungsarmer Weg, kontinuierlich Geld einzusetzen. Was fehlt, sind tiefgehende Recherche-Tools, erweiterte Charting-Optionen und ein professionelles Desktop-Umfeld. Auch der Kundensupport wird in Drittanbieter-Bewertungen regelmäßig als Schwachpunkt genannt. Das Produkt ist einfach zu bedienen – manchmal vielleicht ein wenig zu einfach, da es konsequent auf das Wesentliche reduziert. Das ist ideal für passive Anleger und weniger geeignet für alle, die umfangreichere Portfolio-Tools benötigen.

Trade Republic ist die beste Wahl für deutsche Langfristanleger, die kostengünstig, einfach und mobil ein ETF-Portfolio über automatisierte Sparpläne aufbauen möchten.

Die Plattform passt besonders gut zu Anlegern, die:

  • regelmäßig kleinere Beträge investieren möchten,
  • Bequemlichkeit über die Börsenwahl stellen,
  • und einen lokal durch die BaFin regulierten Broker einer komplexeren internationalen Plattform vorziehen.

Für aktive Trader, Anleger mit Fokus auf Ausführungsqualität oder alle, die breiteren globalen Marktzugang benötigen, ist Trade Republic die weniger überzeugende Option.

Vor- und Nachteile
1 € pro ETF-Order und kostenlose ETF-Sparpläne machen die Plattform sehr kosteneffizient
Durch BaFin als deutsches Kreditinstitut reguliert
100.000 € Einlagensicherung und 20.000 € Anlegerentschädigung bieten soliden Schutz für Privatkunden
Bruchstückkäufe und Investieren ab 1 € eignen sich gut für regelmäßige ETF-Einzahlungen
Keine Depot-, Auszahlungs- oder Inaktivitätsgebühren
Historische Abhängigkeit vom Payment for Order Flow wirft Fragen zur Ausführungsqualität auf
Produktsortiment schmaler als bei größeren globalen Brokern
Kundensupport hat in Drittanbieter-Bewertungen einen gemischten Ruf
Nur Euro als Basiswährung – Fremdwährungsumrechnungen können Reibungsverluste erzeugen
Stark auf Einfachheit ausgerichtet – keine fortgeschrittenen Portfolio-Analyse- oder Profi-Trading-Tools

Sind ETF-Broker in Deutschland sicher?

Ja, ETF-Broker, die in Deutschland ordnungsgemäß reguliert tätig sind, gelten allgemein als sicher. Die meisten Plattformen, die deutschen Anlegern Dienste anbieten, operieren unter BaFin-Aufsicht oder im Rahmen der EU-weiten MiFID-II-Passporting-Regelung, die strenge Anforderungen an die Trennung von Kundengeldern, Transparenz und Anlegerschutz stellt.

Wichtige Punkte im Überblick:

  • BaFin-Aufsicht: In Deutschland ansässige Broker werden durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt, die Finanzstabilität, Lizenzierung und Verbraucherschutz bei Banken und Brokergesellschaften überwacht.
  • EU-Anlegerentschädigungssystem: Privatanleger erhalten im Insolvenzfall eines Brokers in der Regel Schutz bis zu 20.000 € über EU-Anlegerentschädigungssysteme.
  • Einlagensicherung für Barguthaben: Bei Partnerbanken verwahrtes Kundenguthaben ist in der Regel bis zu 100.000 € durch die EU-Einlagensicherungsrichtlinie geschützt – abhängig von der kontoführenden Bank.
  • Trennung von Kundenvermögen: Regulierte Broker sind verpflichtet, Anlegergelder und Wertpapiere strikt vom Betriebsvermögen zu trennen. ETFs bleiben damit rechtlich im Eigentum des Anlegers, auch wenn der Broker insolvent wird.
  • Mehrfach-Regulierung: Große Plattformen wie Interactive Brokers, eToro und XTB werden von mehreren Behörden gleichzeitig beaufsichtigt – darunter BaFin, CySEC, FCA und die irische Zentralbank – was eine zusätzliche Kontrollschicht schafft.

In der Praxis entstehen die größten Risiken selten durch die Regulierung selbst, sondern durch Plattformstruktur, Ausführungsqualität und Gebührentransparenz.

Die Wahl eines gut regulierten Brokers mit solider Betriebsgeschichte reduziert das Risiko operativer oder verwahrungsbezogener Probleme für ETF-Anleger erheblich.

Methodik: Wie wir ETF-Broker in Deutschland bewerten

ETF-Broker werden anhand eines standardisierten Bewertungsrahmens beurteilt, der die für Anleger in Deutschland wesentlichen Faktoren misst. Jede Plattform durchläuft einen praxisnahen Test kombiniert mit einer detaillierten Analyse von Gebühren, Plattformfunktionen, Handels-Tools und regulatorischem Status. Broker-Angaben werden anhand offizieller Offenlegungen, Preislisten und öffentlich zugänglicher Regulierungsinformationen verifiziert.

Jede Kategorie wird mit bis zu 5 Punkten bewertet und gewichtet, um die Gesamtnote zu ermitteln. Der Prozess kombiniert Plattformtests, Kostenvergleiche und Marktzugangsanalysen, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse die reale Anlegererfahrung widerspiegeln – und keine Marketingversprechen.

Bewertungskategorie Was wir bewerten
Anlagemöglichkeiten Verfügbarkeit von ETF-Sparplänen, Bruchstückkäufen und Daueraufträgen
Plattform & Benutzerfreundlichkeit Design der Mobile- und Web-Plattform, Navigation, Ordertypen und allgemeine Bedienbarkeit
Produkte & Märkte Anzahl verfügbarer ETFs, Börsenzugang, Asset-Klassen-Abdeckung
Sicherheit & Zuverlässigkeit Regulierung, Anlegerschutzsysteme und Unternehmenshintergrund
Ein- und Auszahlungen Zahlungsmethoden, Bearbeitungszeiten, Gebühren und Währungsabwicklung
Recherche-Tools Marktanalyse, Screening-Tools, Portfolio-Analysen
Gebühren & Kosten Handelsgebühren, Spreads, Währungsumrechnungskosten und versteckte Entgelte
Bildungsangebote Tutorials, Leitfäden, Webinare und Lernressourcen für Anleger

Der gewichtete Bewertungsrahmen stellt sicher, dass jeder ETF-Broker nach einheitlichen Kriterien bewertet wird.

Gebührentransparenz, Plattformzuverlässigkeit und ETF-Marktzugang erhalten typischerweise die höchste Gewichtung, da diese Faktoren die langfristigen Investitionskosten und die Benutzerfreundlichkeit für deutsche Anleger beim Aufbau diversifizierter ETF-Portfolios unmittelbar beeinflussen.

Wie du den richtigen ETF-Broker in Deutschland findest

Bei der Wahl des richtigen ETF-Brokers geht es weniger darum, eine einzige „beste" Plattform zu finden, als vielmehr darum, den Broker zum eigenen Anlagestil zu matchen. Manche Anleger wollen die günstigsten Sparpläne, andere brauchen globalen Marktzugang oder professionelle Recherche-Tools.

Die nachfolgenden Kategorien ordnen Broker nach klaren Anlegerprioritäten – nach Kosten, Plattformdesign und Marktzugang – und helfen dir, die Auswahl schnell einzugrenzen, ohne dich in unnötigen Vergleichen zu verlieren.

    • Trade Republic: Mobile-First-Plattform mit Fokus auf Einfachheit: 1 € pro Order, kostenlose ETF-Sparpläne, Bruchstückkäufe ab 1 € und BaFin-Regulierung als Trade Republic Bank GmbH.
    • eToro: Übersichtliche Oberfläche mit provisionsfreiem ETF-Handel, Copy-Trading-Funktionen und einem starken Bildungsangebot für neue Anleger.

    • XTB: 0-€-Provision auf ETFs bis zu 100.000 € monatlichem Volumen, starke Regulierungsabdeckung inklusive BaFin und die bewährte xStation-Plattform.
    • DEGIRO: Bekannt für wettbewerbsfähige Konditionen mit ETF-Orders ab ca. 1 € und Zugang zu über 5.000 ETFs auf europäischen und US-amerikanischen Börsen.

    • Interactive Brokers: Zugang zu 13.000+ ETFs auf 170+ Börsen, institutionelle Tools und Mehrfach-Regulierung durch SEC, FCA und die irische Zentralbank.
    • Freedom24: Breite internationale Abdeckung mit 40.000+ Aktien und Tausenden von Fonds – einschließlich US- und Asienbörsen – über eine CySEC-regulierte Brokerstruktur.

    • Trade Republic: Eines der stärksten ETF-Sparplan-Ökosysteme in Deutschland – mit kostenlosen Dauersparplänen, Bruchstückkäufen und wiederkehrenden Einzahlungen ab 1 €.
    • XTB: Bietet automatisierte Investmenttools und Portfolio-Funktionen, die die langfristige ETF-Akkumulation vereinfachen.

  • Interactive Brokers: Professionelle Plattformen wie Trader Workstation, erweiterte Analysetools, globale Marktdaten und eines der umfangreichsten ETF-Kataloge für Privatanleger.
  • DEGIRO: Starker Marktzugang und Recherche-Funktionen für Anleger, die detaillierte Marktdaten und Kontrolle über die Börsenauswahl schätzen.

So eröffnest du ein ETF-Brokerkonto in Deutschland

Die Eröffnung eines ETF-Broker-Kontos in Deutschland ist unkompliziert. Die meisten regulierten Plattformen schließen das Onboarding digital innerhalb eines Tages ab.

  • Schritt 1 – Regulierten Broker auswählen: Wähle eine Plattform, die durch BaFin zugelassen ist oder im Rahmen der EU-MiFID-II-Regeln tätig ist. Bekannte Beispiele sind Trade Republic, XTB, DEGIRO und Interactive Brokers.
  • Schritt 2 – Online-Antrag ausfüllen: Persönliche Daten angeben – vollständiger Name, deutsche Adresse, steuerlicher Wohnsitz und Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) gemäß den deutschen Finanzregulierungsanforderungen.
  • Schritt 3 – Identität verifizieren: Deutsche Broker sind zur Durchführung von Know-Your-Customer-(KYC)-Prüfungen verpflichtet. In der Regel erfolgt dies per VideoIdent oder PostIdent mit Reisepass oder Personalausweis.
  • Schritt 4 – Bankkonto verknüpfen: Ein SEPA-fähiges Bankkonto auf den eigenen Namen hinterlegen. Einzahlungen erfolgen typischerweise per Banküberweisung, einige Broker akzeptieren auch Apple Pay, Debitkarten oder Sofortüberweisungen.
  • Schritt 5 – Konto auffüllen: Geld auf das Brokerkonto überweisen. Viele ETF-Broker ermöglichen das Investieren ab 1 €, während bei anderen keine Mindesteinzahlung vorgeschrieben ist.
  • Schritt 6 – In ETFs investieren: Sobald das Guthaben eingegangen ist, nach ETFs suchen, die Indizes wie MSCI World, S&P 500 oder DAX abbilden, und die erste Order platzieren oder einen automatisierten ETF-Sparplan einrichten.

Die meisten Konten werden innerhalb eines Werktages genehmigt, und ETF-Sparpläne lassen sich in der Regel unmittelbar nach Eingang der ersten Einzahlung einrichten.

FAQs

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Investmentfonds, der einen Index wie den MSCI World, S&P 500 oder DAX abbildet und an Börsen wie Xetra gehandelt wird. Statt einzelne Aktien auszuwählen, kaufen Anleger einen einzigen ETF, der Dutzende oder Hunderte von Unternehmen enthält. Diese breite Streuung und die typischerweise niedrigen laufenden Kosten – oft zwischen 0,05 % und 0,25 % Kostenquote (TER) – machen ETFs zu einer beliebten Langfriststrategie für deutsche Privatanleger.

Ja, ETF-Investments in Deutschland unterliegen der Abgeltungsteuer, die grundsätzlich 25 % beträgt. Zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer ergibt sich eine effektive Steuerbelastung von rund 26–28 %. Anleger können einen Teil der Steuerlast durch den jährlichen Sparer-Pauschbetrag ausgleichen: Er beträgt 1.000 € für Einzelpersonen und 2.000 € für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner.

Das deutsche Pendant zum S&P 500 ist der DAX-Index, der die 40 größten an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmen umfasst. Während der S&P 500 die breite US-Wirtschaft abbildet, konzentriert sich der DAX auf bedeutende deutsche Konzerne wie SAP, Siemens, Allianz und die Deutsche Telekom. Er gilt als gängiger Benchmark für das Exposure gegenüber deutschen Aktien.

Ja. Viele moderne Broker ermöglichen ETF-Investitionen ab 1 bis 25 € über ETF-Sparpläne. Plattformen wie Trade Republic und XTB unterstützen Bruchstückkäufe und automatisierte monatliche Einzahlungen, sodass Anleger schrittweise diversifizierte Portfolios aufbauen können, ohne großes Startkapital vorhalten zu müssen.

Zu den beliebtesten ETF-Brokern für deutsche Anleger zählen Trade Republic, XTB, DEGIRO, Interactive Brokers, Freedom24 und eToro. Die Plattformen unterscheiden sich in Kostenstruktur und Marktzugang, bieten aber in der Regel ETF-Handel für etwa 0–1 € pro Order, Zugang zu wichtigen Börsen wie Xetra und automatisierte Investmentoptionen für langfristig orientierte Anleger.

Ein guter ETF-Broker verbindet niedrige Handelskosten, ein breites ETF-Angebot und solide Regulierung durch BaFin oder EU-Behörden. Deutsche Anleger profitieren zudem von ETF-Sparplänen, Bruchstückkäufen und dem Zugang zu globalen Börsen – damit lassen sich diversifizierte Portfolios mit minimalem Aufwand und transparenten Kosten aufbauen.

Die meisten Einsteiger in Deutschland beginnen mit kostengünstigen Indexfonds, die globale Märkte abbilden – etwa den MSCI World oder FTSE All-World. Ein monatlicher ETF-Sparplan hilft, das Investieren zu automatisieren und Marktschwankungen durch den Cost-Average-Effekt abzufedern. So lässt sich ein diversifiziertes Portfolio schrittweise aufbauen, ohne ständig den richtigen Einstiegszeitpunkt abpassen zu müssen.

Weitere Trading-Ratgeber

Prash Raval
Financial Writer
Prash R.
Prash ist Finanzautor bei Invezz und berichtet über Devisen, den Aktienmarkt und das Investieren. Seit mehr als einem Jahrzehnt handelt er hauptberuflich im Spot-FX-Markt und betreibt daneben ein Bildungsangebot, das Einsteigern hilft, die Märkte kennenzulernen. Er verbindet praktische Trading-Erfahrung mit einem klaren, leserorientierten Ansatz in der Finanzberichterstattung.