Japans LDP drängt auf einen CBDC-Plan: Der digitale Yen soll innerhalb von drei Jahren eintreffen

Japans LDP drängt auf einen CBDC-Plan: Der digitale Yen soll innerhalb von drei Jahren eintreffen
Ali Raza
11. Feb. 2020, 10:45 AM
  • Einer der Beamten der Liberaldemokratischen Partei Japans, Kozo Yamamoto, schlug kürzlich vor, dass das Land eine eigene CBDC entwickeln solle.
  • Yamamoto ist der Ansicht, dass dies aufgrund der bevorstehenden Münz-Libra von Facebook notwendig ist und dass dies innerhalb von zwei bis drei Jahren geschehen sollte.
  • Yamamoto wird seinen Vorschlag in Zusammenarbeit mit einem anderen Beamten vorbereiten, der über die Auswirkungen des CBDC in China besorgt ist.

Die Anzahl der Länder, die die Entwicklung ihrer eigenen digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) ankündigen, wächst weiter als Reaktion auf die Facebook-Libra und Chinas digitalen Won. Während Japan behauptete, dass es bis jetzt keine derartigen Pläne habe, scheint sich die Situation im Land zu ändern.

Laut einem hochrangigen Gesetzgeber der LDP (Liberal Democratic Party) in Japan, der Regierungspartei des Landes, sollte die Regierung in der Tat eine eigene CBDC einrichten. Der fragliche Beamte ist Kozo Yamamoto, der auch als Leiter der LDP-Forschungskommission für Finanz- und Bankensysteme fungiert.

Yamamoto ist der Ansicht, dass der digitale Yen des Landes bald verfügbar sein sollte, vorzugsweise innerhalb von zwei oder drei Jahren. Er ist jedoch der Ansicht, dass das Land so bald wie möglich damit beginnen sollte, daran zu arbeiten, und sogar den Plan für seine eigene Münze in die zentralen politischen Leitlinien zur Jahresmitte dieses Jahres aufnehmen sollte.

CBDC als Antwort auf Facebook und China

Die Entscheidung von Yamamoto scheint durch die erwartete Einführung der Facebook-Libra motiviert zu sein, die dem Unternehmen einen globalen finanziellen Fußabdruck verschafft. Aber auch wenn Länder ihre eigenen Kryptowährungen erstellen, um mit Facebook übereinzustimmen, ist es fraglich, ob sie in Zukunft für die Geldkontrolle verantwortlich sind.

Yamamoto ist nicht der erste, der solche Bedenken äußert oder eine solche Lösung vorschlägt. Ähnliche Bemerkungen wurden erst eine Woche zuvor von Akira Amari, dem Wirtschaftsminister des Landes, gemacht. Amari scheint sich jedoch weniger Gedanken über Facebook und seine stabile Münze Libra zu machen als vielmehr über die möglichen Auswirkungen des digitalen Yuan in China. Da beide Parteimitglieder ähnliche Bedenken haben und die gleichen Lösungen vorschlagen, planen Yamamoto und Amari, bei der Durchsetzung ihrer Vorschläge zusammenzuarbeiten. Ihr Ziel ist es, die Regierung davon zu überzeugen, die Lösung zu übernehmen und in Kürze mit dem heimischen digitalen Geld des Landes zu arbeiten.