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Die spanische Steuerbehörde warnt 66.000 Kryptohändler

Die spanische Steuerbehörde warnt 66.000 Kryptohändler
Ali Raza
04. Apr. 2020, 00:08 AM
  • Die spanische Steueraufsicht hat am 1. April damit begonnen, Warnungen für die Kryptohändler des Landes herauszugeben.
  • Die Finanzbehörde kontaktiert über 66.000 Kryptobenutzer und erinnert sie an die Zahlung ihrer Steuern.
  • Wenn das Land die Steuern nicht aufgibt, könnte es versuchen, Mittel zur Bekämpfung des Coronavirus-Ausbruchs zu sammeln.

Vor zwei Tagen, am 1. April, gab die spanische Steuerbehörde, die Agencia Estatal de Administración Tributaria (AEAT), Warnungen an Kryptohändler heraus. Laut Europa Press gibt es rund 66.000 Krypto-Inhaber, die die Agentur ansprechen wird. Sie alle erhalten derzeit Warnhinweise, die sie an ihre steuerlichen Verpflichtungen erinnern.

Die Briefe sollen noch bis zum 30. Juni eintreffen. Die Zahl der Bekanntmachungen hat gegenüber dem Vorjahr stark zugenommen. Im Jahr 2019 verschickte die Agentur nur rund 14.700 Mitteilungen. Der Wachhund wird auch Warnungen von Immobilieninvestoren sowie von Personen ausgeben, die im Ausland Einkommen erzielen.

Keine Verschiebung von Steuern in Spanien

Javier Pastor, der Chief Sales Officer einer Krypto-Börse Bit2me, kommentierte den Schritt. Er erklärte, dass dies der Weg des Gouverneurs sein könnte, während der Coronavirus-Krise Einkommen zu erzielen.

Spanien ist eines der Länder, die vom Virusausbruch extrem stark betroffen waren. Daher braucht die Regierung wahrscheinlich jede Hilfe, um Einkommen zu erzielen. Dies ist notwendig, um die enormen Kosten für die Bewältigung der aktuellen Situation zu bewältigen.

Pastor bemerkte auch, dass die Regierung beschlossen hatte, die Einreichung von Steuererklärungen trotz der Pandemie nicht zu verschieben. Er scheint sicher zu sein, dass die Maßnahme die Börse nicht beeinflussen wird, obwohl der KYC und ähnliche Regeln viel strenger sind. Er sagte,

"Ich denke, dass sie [Steuerwächter] den Anfänger nur durch die Anwendung solcher Maßnahmen erschrecken, und ich denke nicht, dass sie viel Steuereinnahmen aus dem Kryptowährungssektor erzielen werden, weil sie in unserem Land nicht einmal reguliert sind."

Dies ist zwar richtig, aber es gibt auch die Tatsache, dass die spanischen Steuerbehörden in den letzten Jahren ein großes Interesse an Krypto entwickelt haben. Seitdem haben die Behörden eine Reihe von Schritten unternommen, um die Steuerpflichten direkt zu überwachen.

Spanien hat jahrelang Krypto-Benutzerdaten gesammelt

Die Steuerbehörde begann ihren Schritt im Jahr 2018, als sie Kundendaten von 60 Kryptofirmen anforderte. Dies beinhaltete Börsen sowie Unternehmen, die nur Krypto als Zahlungsmethode akzeptierten. Die Behörden forderten diese Unternehmen außerdem auf, die Identität ihrer Krypto-Benutzer zu überprüfen. Abgesehen davon forderten sie weitere wichtige Details an, z. B. wie oft Transaktionen stattfinden, und dergleichen.

Offensichtlich hat die Agentur Daten gehortet, um genau zu berechnen, wie viele Krypto-Benutzer es gibt und wie viel sie verdienen und ausgeben.