Japans FSA bewilligt Huobi-Token inmitten verbesserter Schutzmaßnahmen

Japans FSA bewilligt Huobi-Token inmitten verbesserter Schutzmaßnahmen
Written by:
Jinia Shawdagor
25th April, 00:02
Updated: 28th April, 13:13
  • Mit dieser Genehmigung wird der Handel mit Huobi Token am 1. Mai aufgenommen.
  • Huobi Token hat sich weiteren 25 Tokens angeschlossen, die die FSA bereits genehmigt hat.
  • Die strengen Krypto-Vorschriften der FSA zielen darauf ab, Investoren vor Betrug zu schützen.

Der Huobi Token (HT) ist der erste internationale Tauschbeleg, den die japanischen Finanzaufsichtsbehörden genehmigt haben. Eine Pressemitteilung enthüllte diese Nachricht am 24. April und stellte fest, dass die Financial Services Agency (FSA) des Landes den HT als vollständig konform erachtet. Mit dieser Genehmigung hat die Behörde HT grünes Licht für den Handel auf dem zweitgrößten Markt für digitale Vermögenswerte der Welt ab Mai gegeben.

Laut der Pressemitteilung hat sich Huobi Token der Liste der 25 weiteren Marken angeschlossen, die die FSA bisher genehmigt hat. Die Zulassung von HT stellt Berichten zufolge einen bedeutenden Meilenstein für Huobi’s anhaltende Bemühungen dar, weltweit konform zu werden.

Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, da Japan die Regulierung weiter verschärft, um Kryptowährungen besser zu definieren. Im vergangenen Jahr hat das japanische Repräsentantenhaus den Payment Services Act (PSA) und den Financial Instruments and Exchange Act (FIEA) überarbeitet. Die geänderten Gesetze werden voraussichtlich am 1. Mai in Kraft treten.

Sind Sie auf der Suche nach Schnell-Nachrichten, Hot-Tips und Marktanalysen? Melden Sie sich noch heute für den Invezz-Newsletter an.

Änderungsanträge versuchen Investoren zu schützen

Berichten zufolge werden einige der Änderungen den Schutz für Investoren in den Krypto-Raum verstärken. Krypto-Custody-Anbieter fielen bisher nicht in den Geltungsbereich des PSA. Mit den kürzlich vorgenommenen Änderungen werden ihre Aktivitäten jedoch Teil des PSA-Mandats.

Die FSA wird auch das Geschäft mit Krypto-Derivaten regulieren. Daher müssen sich alle Krypto-Derivate-Geschäfte vor Aufnahme ihrer Tätigkeit im Land bei der FIEA registrieren lassen. Gegenwärtig fallen Transaktionen mit Krypto-Derivaten, die in kryptografischer Form abgewickelt werden, unter das PSA. Ab dem 1. Mai werden sie jedoch in den Anwendungsbereich der FIEA fallen.

Zum weiteren Schutz der Krypto-Investoren wird die revidierte Fassung des PSA auch verlangen, dass die Börsen die Benutzerfette durch die Hinterlegung ihrer Einlagen auf einem Treuhandkonto sichern. Darüber hinaus werden die Börsen digitale Vermögenswerte in ‚cold wallets‘ oder gleichwertigen Behältnissen aufbewahren müssen.

Die Regeln legen auch fest, dass Börsen nicht mehr als 5 Prozent der gesamten Kundengelder in ‚heißen‘ Brieftaschen halten sollten.

Verschärfung der Vorschriften soll Reifung des Krypto-Sektors fördern

Einem früheren Bericht zufolge könnten Japans strenge Krypto-Vorschriften den Devisenhandel entmutigen. Laut der japanischen Anwaltskanzlei So & Sato werden diese Regeln jedoch langfristig der Krypto-Versität zugute kommen. Der Grund dafür ist, dass strenge Regeln angeblich den traditionellen Finanzsektor dazu drängen werden, seine Zehen in die Kryptotechnik zu stecken.

In einem Interview sagten Jörg Schmidt und So Saito von So & Sato,

„Der Markt ist in Japan stark reguliert. Was auf den ersten Blick ein regulatorischer Overkill zu sein scheint, dürfte dem Markt mittel- bis langfristig zur Reife verhelfen. Dies wird es mehr institutionellen Akteuren ermöglichen, in den Markt einzutreten und ihren Anteil am digitalen Asset-Raum zu erhöhen“.

Glauben Sie, dass strenge Krypto-Vorschriften in Japan dazu beitragen werden, institutionelle Anleger in den aufstrebenden Sektor zu locken? Teilen Sie uns Ihre Meinung im Kommentarbereich unten mit.

Invezz verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Benutzererfahrung zu ermöglichen. Mit der Nutzung von Invezz akzeptieren Sie unsere privacy policy.