US SEC erhält weiteren Bitcoin ETF-Vorschlag

US SEC erhält weiteren Bitcoin ETF-Vorschlag
Ali Raza
18. Juni 2020, 23:59 PM
  • Die US-SEC hat weiteren Bitcoin ETF-Vorschlag erhalten, diesmal von WisdomTree Investments.
  • Experten erwarten eine Ablehnung durch die Aufsichtsbehörde, da der Vorschlag alte Probleme nicht löst.
  • Der Vorschlag bringt Neuerungen mit sich, wie z.B. das Angebot eines ganzen Korbes verschiedener Waren.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) erhält Bitcoin ETF-Vorschläge seit Jahren. Im Laufe der Jahre wurden einige der Vorschläge sogar als gut genug für die Genehmigung angesehen, obwohl die Aufsichtsbehörde sie immer wegen verschiedener Mängel ablehnte.

Nun wurde ein weiterer Antrag eingereicht, diesmal von einer Vermögensverwaltungsfirma aus New York mit dem Namen WisdomTree Investments. Das Unternehmen kündigte auch Pläne an, Anfang dieses Jahres eine eigene Stablecoin auf den Markt zu bringen.

Experten erwarten bereits eine weitere Ablehnung

Der neue Antrag scheint einen schlechten Start zu haben, wie kürzlich von Bloomberg berichtet wurde. Viele haben kommentiert, dass der Antrag wahrscheinlich nicht von der SEC genehmigt werden wird, da er ein Engagement in Bitcoin-Termingeschäfte und nicht in den physischen Vermögenswert bietet.

Einer der Gründe, warum so viele Kandidaten ETF-Vorschläge eingereicht haben, ist die Tatsache, dass sie institutionelle Investoren anziehen wollen. Die meisten dieser Investoren kennen sich mit Kryptowährungen nicht wirklich aus, daher würde die ETF ihnen einen vertrauteren Einstieg in das Kryptogeschäft ermöglichen.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass der ETF, der ein Engagement in Bitcoin-Termingeschäften anbietet, bei den Anlegern - oder der Aufsichtsbehörde, was das betrifft - gut ankommt.

Der neue Vorschlag versucht einen anderen Ansatz

Soweit bekannt ist, kann der Vorschlag von WisdomTree bis zu 5% seiner Mittel in Bitcoin-Termingeschäfte investieren, die bereits 2017 von CME aufgelegt wurden. WisdomTree versuchte jedoch auch, die Bedenken der Aufsichtsbehörde zu verringern, indem neben den BTC-Termingeschäften ein ganzer Korb von verschiedenen Vermögenswerten hinzugefügt wurde.

Tatsächlich würden die Terminkontrakte nur den kleinsten Teil des Korbes ausmachen, in dem auch zahlreiche andere Waren enthalten wären. Einige Beispiele sind Erdgas, Rohöl und Ähnliches.

Die populäre Meinung ist dennoch, dass die SEC auch diesen Vorschlag ablehnen wird, da er keines der Probleme mit Bitcoin ETFs löst, die in der Vergangenheit hervorgehoben wurden. Eines der größten Probleme ist die Marktmanipulation, die die Hauptsorge des SEC-Vorsitzenden Jay Clayton war.

Die Aufsichtsbehörde hat in diesem Jahr bereits zahlreiche Vorschläge abgelehnt, darunter den von Wilshire Phoenix im Februar 2020.