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Neuseeländische Behörden beschlagnahmten 90 Mio. $, die an Krypto-Wäsche gebunden waren

Neuseeländische Behörden beschlagnahmten 90 Mio. $, die an Krypto-Wäsche gebunden waren
Ali Raza
22. Juni 2020, 19:36 PM
  • Die neuseeländische Polizei beschlagnahmte kürzlich 90 Mio. $, die an Kryptowäsche gebunden waren.
  • Die Beschlagnahme ist nach Angaben der Polizei die größte in der Geschichte des Landes.
  • Es ist nicht bekannt, ob die Gelder in Krypto oder Fiat vorliegen, aber die Polizei plant, die Einziehung der Gelder zu beantragen.

Jüngsten Berichten aus Neuseeland zufolge gelang es der neuseeländischen Polizei, bis zu 90 Mio. $ (140 Mio. NZD) zu beschlagnahmen. Die Gelder stehen in Verbindung mit Alexander Vinnik, einem mutmaßlichen Geldwäscher von Bitcoin. Das Geld wurde von der Asset Recovery Unit beschlagnahmt, und davor wurde es von einem mit Vinnik verbundenen Unternehmen verwaltet.

Die größte Beschlagnahme in der Geschichte Neuseelands

Die neuseeländische Polizei gab auch an, dass die Sperrung der Gelder in Abstimmung mit der US-Steuerbehörde IRS erfolgte. Sie fügte weiter hinzu, dass die zurückgewonnenen Gelder "wahrscheinlich den Gewinn widerspiegeln, der durch die Viktimisierung von Tausenden, wenn nicht Hunderttausenden von Menschen weltweit erzielt wurde", und bezog sich dabei auf die Opfer der organisierten Kriminalität und der Cyberkriminalität.

Die Polizei erklärte außerdem, dass dies die größte Beschlagnahme in der Geschichte des Landes sei.

Soweit über Vinnik bekannt ist, wurde er beschuldigt, bis zu 4 Mrd. $ gewaschen zu haben, was etwa 300.000 Bitcoin entspricht. Seine Operation dauerte etwa sechs Jahre, und er nutzte seine Börse, BTC-e, die er in dieser Zeit ebenfalls betrieb.

Die Börse operierte angeblich ohne AML-Politik oder Kontrollen, was es ihr ermöglichte, die im Laufe der Jahre bei zahlreichen illegalen Aktivitäten gestohlenen Gelder zu waschen.

Wie geht es weiter?

Es wird angenommen, dass Vinnik, auch bekannt als Mr. Bitcoin, die Gelder aus dem Mt. Gox-Hack vor über einem halben Jahrzehnt verarbeitet hat.

Nach seiner ersten Verhaftung in Griechenland im Jahr 2017 wurde Vinnick an Frankreich ausgeliefert, wo er derzeit auf Anklagen wegen Verschwörung, Erpressung und Geldwäsche wartet. Es ist jedoch möglich, dass er erneut ausgeliefert wird, diesmal an sein Heimatland Russland oder vielleicht an die Vereinigten Staaten.

Nun will die Polizei die Einziehung der beschlagnahmten Gelder vom Obersten Gerichtshof fordern. Es bleibt jedoch unklar, ob es sich bei den beschlagnahmten Geldern um Krypto- oder Fiat-Währungen handelt.