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Südkorea schreitet mit seiner 20%igen Krypto-Einkommenssteuer voran

Südkorea schreitet mit seiner 20%igen Krypto-Einkommenssteuer voran
Ali Raza
22. Juli 2020, 20:51 PM
  • Die südkoreanische Regierung hat ihre Pläne zur Einführung einer 20% Steuer auf Kryptogewinne abgeschlossen
  • Jeder, der pro Jahr mehr als 2,5 Mio. Won oder 2.000$ aus Krypto verdient, wird einer neuen Steuer unterworfen
  • Die Steuer ist noch nicht in Kraft getreten, was am 1. Oktober 2021 geschehen soll

Südkorea macht seit geraumer Zeit Schlagzeilen wegen seiner Pläne, eine 20%ige Steuer auf Gewinne aus dem Handel und der Abwicklung digitaler Währungen zu erheben. Jetzt werden die Pläne abgeschlossen, und die Kosten für den Handel mit Krypto warten darauf, umgesetzt zu werden.

Jüngsten Berichten zufolge hat das südkoreanische Wirtschafts- und Finanzministerium heute Morgen Änderungen am Steuergesetz vorgenommen. Darin heißt es, dass jeder, der durch den Handel mit digitalen Währungen ein Jahreseinkommen von über 2,5 Millionen Won (etwa 2.000 Dollar) erzielt, eine Steuer von 20% zahlen muss.

Dies gilt jedoch nur für diejenigen, die den Betrag von 2,5 Millionen Won pro Jahr überschreiten. Wer beim Handel mit Kryptowährungen ein geringeres Einkommen erzielt, unterliegt nicht der neuen Steuer des Landes.

Wann wird die neue Steuer in Kraft treten?

Zu beachten ist auch, dass die neue Steuer noch nicht eingeführt wird. Sie wartet noch auf die Zustimmung des Parlaments.

Nach ihrer Genehmigung wird die Steuer am 1. Oktober 2021 in Kraft treten. Mit anderen Worten, es dauert noch mehr als ein Jahr, bis die Steuer tatsächlich in Kraft tritt.

Südkorea versucht seit über einem halben Jahr, sein Steuergesetz zu ändern. Erste Berichte über seine Pläne zur Einführung der 20%-Steuer tauchten im Januar dieses Jahres auf.

Zu diesem Zweck klassifizierte sie sogar die Gewinne, die auf digitalen Währungen basieren, als "sonstige Einkünfte". Damit werden die Einkünfte, die durch den Handel mit Kryptowährungen erzielt werden, in die gleiche Kategorie eingeordnet wie das Geld, das man durch Lotterien verdienen kann. Mit anderen Worten: Kryptoeinkünfte werden nicht mehr als eine Form von Kapitalgewinnen angesehen.

Die Klassifizierung ist abgeschlossen, und das Land ist bereit für den nächsten Schritt.

Damit wird der Ansatz Südkoreas bei der Besteuerung von Krypto ähnlich wie in Japan, das bereits die Einkünfte aus digitalen Münzen als eine Form von sonstigen Einkünften behandelt.