EUR/USD sinkt nach starken Daten zur US-NFP und zum Lohnwachstum

EUR/USD sinkt nach starken Daten zur US-NFP und zum Lohnwachstum
Written by:
Crispus Nyaga
7th August, 15:39
Updated: 7th August, 15:40
  • EUR/USD sank, nachdem Daten der BLS zeigten, dass im Juli 1,7 Mio. Arbeitsplätze in USA geschaffen wurden.
  • Die Arbeitslosenquote ging auf 10,2% zurück, während die Löhne um 4,8% stiegen.
  • Das Paar reagierte auch auf die starken deutschen Export- und Importdaten.

Das EUR/USD Paar ging heute zurück, da Händler auf die US Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft und starke Wirtschaftszahlen aus Europa reagierten. Das Paar wird bei 1,1800 gehandelt, was unter dem Hoch dieser Woche von 1,1910 liegt.

EUR/USD
EUR/USD sinkt nach beeindruckenden Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft

Exporte Deutschlands steigen

Das EUR/USD Paar reagierte heute auf die starken Handelszahlen aus Deutschland. Laut Destatis stiegen die Exporte des Landes im Juni um 14,9% auf 96,1 Mrd. €. Die Exporte waren im Mai um 8,9% gestiegen. Dennoch waren die Exporte um 9,4% niedriger als im gleichen Monat in 2019.

Sind Sie auf der Suche nach Schnell-Nachrichten, Hot-Tips und Marktanalysen? Melden Sie sich noch heute für den Invezz-Newsletter an.

Das Exportwachstum war hauptsächlich auf einen starken Anstieg in die EU-Mitgliedstaaten zurückzuführen. Das Land exportierte Waren im Wert von mehr als 51,2 Mrd. € in diese Länder. Die Exporte nach China stiegen um 15,4% auf 8,3 Mrd. €, während die Exporte in die USA um 20,3% auf 7,3 Mrd. € zurückgingen.

Inzwischen stiegen die Importe des Landes um 7% auf 80,5 Mrd. €. Die Importen aus der EU stiegen auf 44,8 Mrd. €, während die Importen aus China um 20,2% auf 9,7 Mrd. € stiegen. Infolgedessen stieg der Handelsüberschuss des Landes von zuvor 7,5 Mrd. € auf 14,5 Mrd. €. Dies war der größte Handelsüberschuss seit April dieses Jahres.

Weitere Daten von Destatis zeigten, dass die deutsche Industrieproduktion im Juni gestiegen ist. Die Produktion stieg gegenüber dem Vormonat um 8,9% und ging gegenüber dem Vorjahr um 11,7% zurück. Die Produktion in der Industrie, ausgenommen Energie und Bauwesen, stieg um 11,1%. Die Produktion von Zwischenprodukten stieg um 5%, während die Produktion von Investitionsgütern um 18,3% stieg. Am wichtigsten ist, dass die unverzichtbare Automobilindustrie im Monatsvergleich um 54,7% zulegte.

In den letzten Wochen waren die Daten aus Europa relativ stark. Einzelhandelsumsätze, PMIs für Produktion und Dienstleistungen sowie die Inflation haben gezeigt, dass die Region starke Fortschritte macht.

Zahlen der nicht-landwirtschaftlichen Lohnabrechnung in den USA

Das EUR/USD Paar reagiert auch auf die nicht-landwirtschaftlichen Lohnzahlen aus den USA für Juli. Daten des Bureau of Labour Statistics (BLS) zeigten, dass die USA im Juli mehr als 1,7 Millionen Arbeitsplätze geschaffen haben. Das war weniger als die 4,8 Millionen Arbeitsplätze, die die Wirtschaft im Juni geschaffen hatte. Analysten haben erwartet, dass die Zahl der nicht landwirtschaftlichen Beschäftigten bei rund 1,6 Millionen liegen würde.

Die Arbeitslosenquote sank von 11,1% auf 10,2%, während die Erwerbsquote von 61,5% auf 61,4% zurückging. Die U6-Arbeitslosenquote, zu der auch Teilzeitbeschäftigte gehören, ging von zuvor 18,0% auf 16,5% zurück.

Vor allem ging die steigende Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft Hand in Hand mit steigenden Löhnen. Der durchschnittliche Stundenlohn stieg um 4,8%, während die durchschnittliche Stundenzahl auf 34,5 stieg.

Diese Zahlen kamen einen Tag, nachdem die Daten des Büros gezeigt hatten, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Vorwoche um 1,1 Millionen gestiegen waren. Dies war das erste Mal seit zwei Wochen, dass die Ansprüche zurückgingen.

Die Herausforderung für die US-Wirtschaft besteht darin, dass die Zahl der Coronavirus-Fälle im Land steigt und damit die anhaltende Erholung gefährdet ist.

Technische Prognose EUR/USD

EUR/USD
Technische Prognose EUR/USD

Das EUR/USD Paar fiel von seinem Wochenhoch von 1,1910 auf ein Intraday-Tief von 1,1800. Auf dem Tages-Chart liegt der Preis über den exponentiellen gleitenden 50-Tage- und 100-Tage-Durchschnittswerten. Außerdem scheint es ein optimistisches Wimpelmuster zu bilden, was normalerweise ein positives Zeichen ist. Dies bedeutet, dass das Paar trotz des heutigen Rückgangs in einem Aufwärtstrend bleibt, da die Haussiers den nächsten Widerstand bei 1,2000 anstreben.

Invezz verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Benutzererfahrung zu ermöglichen. Mit der Nutzung von Invezz akzeptieren Sie unsere privacy policy.