Russlands Gazprombank bietet jetzt Bitcoin-Handel in der Schweiz an

Russlands Gazprombank bietet jetzt Bitcoin-Handel in der Schweiz an
Ali Raza
25. Nov. 2020, 00:31 AM
  • Der Kryptowährungsdienst wird den Handel, Kauf, Verkauf und die Verwahrung von Bitcoin umfassen
  • Die ersten Kryptowährungsdienste werden einer bestimmten ausgewählten Anzahl von Kunden zur Verfügung gestellt
  • Die Gazprombank Schweiz will Kryptowährungstransaktionen genauso einfach wie traditionelle Anlagen machen

Die in Zürich ansässige Gazprombank, eine Tochtergesellschaft der drittgrößten Bank Russlands, gab gestern bekannt, dass sie den Bitcoin-Handel in der Schweiz anbietet. Basierend auf der Ankündigung wird der Kryptowährungsdienst die Verwahrung von Bitcoin (BTC) sowie den Handel, Kauf und Verkauf der Kryptowährung umfassen.

Der Ankündigung zufolge wird das Unternehmen Kryptowährungsdienste in Partnerschaft mit langjährigen Partnern wie dem Krypto-Custody-Anbieter Metaco und Fintech-Firmen wie Avalog anbieten.

Andere russische Banken bieten Krypto-Dienstleistungen außerhalb Russlands an. Im September dieses Jahres schloss sich die größte staatliche Bank in Russland, die Sberbank, über ihre Schweizer Tochtergesellschaft einer blockbasierten Plattform an.

Die Bank wird die Verwahrung von Krypto anbieten

Die Entscheidung, Kryptowährungsdienste anzubieten, wurde nach der Genehmigung der Swiss Financial Market Supervisory Authority (FINMA) vom 3. November getroffen.

Die Gazprombank ist ein voll lizenziertes Finanzinstitut, das seinen institutionellen Kunden und Firmenkunden traditionelle Bankprodukte und -dienstleistungen anbietet. Mit der von der FINMA erhaltenen Genehmigung für Kryptodienste kann das Finanzinstitut nun seinen Kunden in der Schweiz Kryptowährungsdienste anbieten.

Die Ankündigung enthüllte auch, dass die Bank damit beginnen wird, ihren Kunden "die Verwahrung von Kryptowährungen sowie den Handel zwischen Krypto- und Fiat-Währungen" anzubieten.

Die Dienste stehen jedoch zunächst nicht allen Kunden zur Verfügung, sondern nur einer begrenzten Anzahl ausgewählter Kunden.

Der CEO der Gazprombank in der Schweiz, Roman Abdulin, bekräftigte, dass der neue Dienst dafür sorgen wird, dass Kryptowährungstransaktionen genauso einfach und unkompliziert wie traditionelle Anlagen durchgeführt werden können.

Die Gazprombank hat sich auch Open VASPs angeschlossen

Ihm zufolge werden digitale Assets für Kunden immer wichtiger. Er fügte hinzu, die Bank freue sich auf die Zusammenarbeit mit den besten in der Schweiz ansässigen Institutionen, die in der Branche führend sind.

Die Zusammenarbeit werde die Weiterentwicklung der Kryptowährungsbranche in der Schweiz sowie des globalen Krypto-Ökosystems sicherstellen, fügte Abdulin hinzu.

Abgesehen von dieser Entwicklung gab die Gazprombank Schweiz auch bekannt, dass sie nun OpenVASP beigetreten ist. Das Gremium stellte sicher, dass Virtual Asset Service Provider (VASPs) die gesetzlichen Bestimmungen der Branche einhalten.

OpenVASP wurde Ende letzten Jahres eingeführt, da es den VASPs ermöglichen sollte, das von der FATF eingeführte so genannte "travel rule"-Gesetz zur Bekämpfung der Geldwäsche zu befolgen. Während viele Firmen dem Verband beigetreten sind, ist die Gazprombank Schweiz das erste Bankinstitut, das dies getan hat.