DXY: Ausblick auf den US-Dollar-Index vor Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze

By: Crispus Nyaga
Crispus Nyaga
Crispus ist ein aktiver Trader, wo er bei Capital.com verfolgt und kopiert wird. Er lebt in Nairobi mit seiner… read more.
on Sep 14, 2021
  • Der US-Dollar-Index konnte nach den jüngsten US-Inflationsdaten frühere Verluste wieder wettmachen
  • Der Gesamt-VPI sank von 0,5% im Juni auf 0,3% im Juli und im Jahresvergleich fiel der Index von 5,4% auf 5,3%
  • Der Fokus richtet sich auf die bevorstehenden US-Einzelhandelszahlen

Der US-Dollar-Index (DXY) machte frühere Verluste wieder wett, nachdem die USA relativ schwache Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) veröffentlicht hatten. Der Index sank auf 92,32$, was den niedrigsten Stand seit dem 7. September entspricht.

Abschwächung der Inflation in den USA

Aus den vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichten Wirtschaftsdaten geht hervor, dass die Verbraucherinflation im Lande nachgelassen hat. Der Gesamt-VPI ging von 0,5% im Juni auf 0,3% im Juli zurück. Dieser Rückgang war stärker als die mittlere Schätzung von 0,4%. Infolgedessen fiel der Index im Jahresvergleich von 5,4% auf 5,3%.

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Im gleichen Zeitraum sank der Kern-Verbraucherpreisindex des Landes, der die instabilen Nahrungsmittel und Energieprodukte ausschließt, von 0,3% auf 0,1%. Durch diesen Rückgang sank der Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich von 4,3% auf 4,0%. Dennoch liegen die Zahlen immer noch über dem von der US-Notenbank angestrebten Wert von 2,0%.

Angesichts der jüngsten Trends besteht daher die Möglichkeit, dass die US-Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat, wie die US-Notenbank vorausgesagt hatte. In den letzten Monaten sind beispielsweise die Preise auf Monatsbasis relativ niedrig geblieben. Auch die jährliche Gesamtinflationsrate blieb im Juli unverändert.

Dennoch glauben die Analysten von ING, dass die Preise noch eine Weile hoch bleiben werden. Sie berufen sich auf die Tatsache, dass die Wohnkosten, die etwa ein Drittel des VPI-Warenkorbs ausmachen, in der Regel um 12-18 Monate nachziehen. Außerdem verwiesen sie auf einen Bericht der National Federation of Independent Business, aus dem hervorging, dass 44% der kleinen Unternehmen Preiserhöhungen in Betracht ziehen. Der Analyst sagte:

„Angesichts des ordentlichen Wachstums und der hohen Inflation in den USA gehen wir davon aus, dass die US-Notenbank im November den Prozess der Reduzierung der quantitativen Lockerung ankündigen und die Zinsen Ende 2022 zweimal anheben wird.“

Inflation in Großbritannien und Einzelhandelsumsätze in den USA

Der nächste wichtige Katalysator für den US-Dollar-Index werden die für Mittwoch erwarteten jüngsten Inflationsdaten aus Großbritannien sein. Es wird erwartet, dass die Daten einen Anstieg der Inflation auf fast 3% im August zeigen. Dies wird eine wichtige Zahl sein, da das britische Pfund nach dem Euro der zweitgrößte Bestandteil des DXY-Index ist.

Danach wird der US-Dollar auf die neuesten Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen reagieren, die am Donnerstag veröffentlicht werden sollen. Analysten erwarten, dass die Daten einen Rückgang der Umsätze im August zeigen werden, da die Verbraucher höhere Preise vermeiden haben. Die USA werden auch die neuesten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlichen.

Prognose für den US-Dollar-Index

Dollar index

Das Vier-Stunden-Chart zeigt, dass der DXY-Index bei 92,86$ ein Double-Top-Muster gebildet hat. Die Halslinie dieses Musters lag bei 92,33$, dem heutigen Tagestief. Der Index bewegte sich unter den gleitenden Durchschnitt der 25-Tage-Linie, während der MACD weiterhin unter dem neutralen Wert bleibt. Daher wird der Index wahrscheinlich seinen Abwärtstrend beibehalten, da die Baissiers die nächste wichtige Unterstützung bei 92,00$ anpeilen.

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