USD/JPY-Ausblick: Yen stürzt ab, Händler erwarten zwei BoJ-Zinserhöhungen
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Long USD/JPY. Der Artikel verweist auf eine weiterhin restriktive Fed (starke US-Arbeitsmarktdaten + Inflation über 2%), während von der BoJ zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr erwartet werden. Der Markt behandelt den Yen jedoch weiterhin als schwach; USD/JPY liegt bereits über dem 50-Tage-Durchschnitt und dem Supertrend mit einem klaren Aufwärtsziel bei 160.76 und anschließend 161. Momentum vor dem nächsten US-Arbeitsmarktdatum ausnutzen.
Kernrisiko: Eine überraschende Beschleunigung der BoJ (stärker als erwartete Zinserhöhungen oder starke Yen-Unterstützung), die die Zinsdifferenz rasch umkehrt und den Aufwärtstrend bricht.
Long-Positionen auf US-2Y-Exponierung gegenüber japanischen 2Y (z. B. Long auf US-Zweijahres-Treasury-Futures vs Short auf JGB-2-Jahres-Futures). Der Beitrag nennt die Stärke des US-Arbeitsmarkts, die die Fed-Hike-Wahrscheinlichkeiten antreibt, und die 2Y-Rendite Japans, die auf 1.41% sprang – vermutlich aber weiterhin dem Fed-Pfad hinterherhinkt. Dieser Trade kapitalisiert die sich ausweitende kurzfristige Renditedifferenz, die USD/JPY antreibt.
Kernrisiko: Die US-Daten kühlen stark ab (oder die Inflation sinkt) und die Fed-Hike-Wahrscheinlichkeiten fallen, wodurch die kurzfristige US–Japan-Renditedifferenz sich verengt.
- Das USD/JPY-Paar stieg auf den höchsten Stand seit dem 30. April.
- Die USA veröffentlichen den Nonfarm-Payrolls-Bericht (NFP) am Freitag.
- Analysten erwarten, dass die BoJ die Zinsen in diesem Jahr zweimal anhebt.
Der japanische Yen setzte seinen Abwärtstrend heute fort, da der Anstieg des US-Dollars an Fahrt gewann und Ökonomen prognostizierten, dass die BoJ die Zinsen in diesem Jahr zweimal anheben werde. Der USD/JPY-Wechselkurs sprang auf 159.88, den höchsten Stand seit April 30th. Er hat damit nahezu seine Erholung seit der BoJ-Intervention im April abgeschlossen.
USA veröffentlichen Nonfarm-Payrolls-Daten
Das USD/JPY-Paar setzte seinen Aufwärtstrend in dieser Woche fort, da die Rallye des US-Dollars an Schwung gewann. Der US-Dollar-Index stieg nach der starken ADP-Arbeitsmarktmeldung am Mittwoch auf $99.8.
ADP zufolge stellte der US-Privatsektor im vergangenen Monat über 122k Arbeitsplätze bereit, mehr als die Median-Schätzung von 118k. Es war zudem eine höhere Zahl als von Analysten erwartet.
Dieser Bericht folgte einen Tag nach einer starken ADP-Erhebung zu offenen Stellen, die zeigte, dass die Stellenangebote weiter zunahmen. Diese Zahlen signalisieren, dass sich der US-Arbeitsmarkt in diesem Jahr relativ robust zeigt.
Der nächste wichtige Katalysator für das USD/JPY-Paar ist der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht, der für Freitag dieser Woche geplant ist. Von Reuters befragte Ökonomen erwarten, dass der Bericht zeigt, dass die Wirtschaft im Mai über 95k Stellen geschaffen hat, nach 115k im Vormonat.
Starke US-Arbeitsmarktdaten, kombiniert mit einer Verbraucherinflation über 2 %, sind ein Hinweis darauf, dass die Federal Reserve die Zinsen später in diesem Jahr anheben könnte. In einer Erklärung am Montag sagte die Präsidentin der Dallas Fed, Lori Logan:
„Ich bin zunehmend besorgt, dass höhere Zinssätze später in diesem Jahr erforderlich sein könnten, um die Preisstabilität vollständig wiederherzustellen und beide Seiten des Doppelmandats der Fed angemessen auszubalancieren.“
Ihre Aussage folgte eine Woche, nachdem Christopher Waller, ein ranghoher Fed-Beamter, gewarnt hatte, er würde eine Zinserhöhung in diesem Jahr unterstützen, falls die Inflation stark bliebe.
Analysten erwarten BoJ-Zinserhöhungen
Das USD/JPY-Paar hält sich auch, da Analysten prognostizieren, dass die Bank of Japan ihre Zinsen bei der Sitzung dieses Monats anheben muss. Sollte dies geschehen, würden die Zinsen auf 1% steigen, den höchsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten.
Die steigenden Wahrscheinlichkeiten für eine BoJ-Zinserhöhung erklären, warum die Renditen japanischer Staatsanleihen in die Höhe schießen. Daten zeigen, dass die zehnjährige Rendite von diesem Monats-Tief von 2.56% auf 2.66% stieg. Die zweijährige Rendite sprang auf 1.41%.
Diese Entwicklungen erfolgen weniger als zwei Monate, nachdem die BoJ im Devisenmarkt intervenierte, um den japanischen Yen zu stützen. Sie pumpte Milliarden von Dollar in den Markt und trieb den Yen auf 155 gegenüber dem US-Dollar. Eine BoJ-Zinserhöhung würde den Yen durch attraktivere Renditen stützen.
USD/JPY technische Analyse
USDJPY-Chart | Quelle: TradingView
Das Tageschart zeigt, dass der USD/JPY-Wechselkurs in den vergangenen Wochen stark gestiegen ist und den höchsten Stand seit April 30th erreicht hat. Er hat sich über die aufsteigende Trendlinie bewegt, die die tiefsten Schwünge seit dem 1. Juli des Vorjahres verbindet.
Das Paar notiert weiterhin über dem 50-Tage-Durchschnitt und dem Supertrend-Indikator, ein Zeichen dafür, dass die Bullen die Kontrolle behalten. Daher ist das wahrscheinlichste Szenario ein weiterer Anstieg des Paares, wobei das nächste wichtige Ziel bei 160.76 liegt. Ein Ausbruch über dieses Niveau würde auf weitere Gewinne in Richtung 161 hindeuten.
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