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Norwegens BTC-Miner setzen zu 100% auf erneuerbare Energie

Norwegens BTC-Miner setzen zu 100% auf erneuerbare Energie
Ali Raza
05. Apr. 2022, 12:52 PM
  • Das Bitcoin-Mining in Norwegen wird fast ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben
  • Norwegen trägt derzeit 0,77% zur globalen Bitcoin-Hash-Rate bei
  • Bitcoin-Miner in Norwegen nutzen die beim Mining entstehende Wärme auch für andere Zwecke

Im Laufe der Jahre gab es intensive Debatten über den Energieverbrauch des Bitcoin-Minings. Die Befürworter von Bitcoin (BTC/USD) haben jedoch argumentiert, dass das Mining des Coins Anreize für den Sektor der erneuerbaren Energien schaffen könnte.

In Norwegen wird das Bitcoin-Mining zu 100% mit erneuerbarer Energie betrieben. Einem Bericht von Arcane zufolge florieren die grünen BTC-Mining-Aktivitäten in diesem Land.

Norwegen nutzt erneuerbare Energie zum Bitcoin-Mining

Norwegen macht derzeit 0,77% der Bitcoin-Hash-Rate aus. Die Bitcoin-Mining-Aktivitäten in Norwegen werden fast vollständig mit Wasserkraft betrieben, wobei Arcane das Land als "grüne Oase der erneuerbaren Energie" bezeichnet.

Die norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie (NVE) stellt fest, dass der in Norwegen verbrauchte Strom zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt, und zwar zu 88% aus Wasserkraft und zu 10% aus Windkraft, was zeigt, dass die Bitcoin-Miner des Landes erneuerbare Energie nutzen.

Jaran Mellerud, ein Forscher bei Arcane, merkte an, dass der Reichtum an Wasserkraft in Norwegen den Minern Zugang zu billiger und grüner Energie verschafft. Mellerud wies auch auf weitere Vorteile hin, wie z.B. die Nutzung der beim Bitcoin-Mining erzeugten Wärme zum Nutzen des im kalten Norden gelegenen Landes.

Einer der norwegischen Bitcoin-Miner ist Bluebite, ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Der CEO des Unternehmens, Conor Davis, weist darauf hin, dass sich eines seiner Rechenzentren an einem Ort befindet, der früher als "unangenehm und unwirtlich" bezeichnet wurde. Die Bitcoin-Mining-Aktivitäten haben die Gegend jedoch wiederbelebt.

Bluebite sucht derzeit nach innovativen Möglichkeiten, die beim Bitcoin-Mining entstehende Wärme zu nutzen. Derzeit wird untersucht, ob diese Wärme der lokalen Bevölkerung zu Heizzwecken zur Verfügung gestellt oder zum Anbau von Erdbeeren genutzt werden kann.

Angesichts des geringen Beitrags Norwegens zur globalen Hash-Rate zeigt sich jedoch, dass Norwegen trotz eines Überflusses an billiger und erneuerbarer Energie für große Bitcoin-Miner unattraktiv bleibt.

In seinem Bericht stellt Arcane fest, dass "norwegische Miner nicht die größten sind". Dies könnte sich jedoch bald ändern, da sich immer mehr BTC-Miner für eine Umstellung auf erneuerbare Energien einsetzen. Außerdem bietet Norwegen den Miner die Möglichkeit, die bei den Mining-Aktivitäten entstehende Wärme für sekundäre Zwecke zu nutzen.

Nutzung der "Abwärme" beim Bitcoin-Mining

Bitcoin-Miner auf der ganzen Welt haben neue Wege gefunden, die beim Bitcoin-Mining entstehende "Abwärme" zu nutzen. Ein niederländischer Bitcoin-Miner hat diese Wärme kanalisiert, um Blumen zu züchten, die "Bitcoin-Blumen".

Eine andere Mining-Firma, Kryptovault, trocknet ebenfalls Holz mit dieser Abwärme. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Kjetil Hove Pettersen, sagte, dass 99% der im Mining verwendeten elektrischen Energie in Wärmeenergie umgewandelt wird, die für sekundäre Zwecke genutzt werden kann.

Pettersen stimmte auch zu, dass Norwegen ein geeigneter Standort für das Bitcoin-Mining sei, trotz der Herausforderungen, mit denen BTC-Miner konfrontiert sind, insbesondere wenn der Markt nicht gut läuft. Als zusätzlichen Vorteil nannte Pettersen, dass das Bitcoin-Mining in Norwegen "mehr produziert als verbraucht und nur sehr begrenzte Kapazitäten hat, um die überschüssige Energie in andere Regionen wie das europäische Festland zu übertragen."