Öl steigt um 4% inmitten von EU-Plänen, russisches Öl zu verbieten

Öl steigt um 4% inmitten von EU-Plänen, russisches Öl zu verbieten
Benson Toti
04. Mai 2022, 18:21 PM
  • Die Ölpreise stiegen am Mittwoch um mehr als 4%, wobei Brent einen Höchststand von 109,3 $ erreichte
  • Ursula von der Leyen sagte, die EU werde ein "vollständiges Verbot" für sämtliches russisches Öl verhängen
  • Die Ölpreise schwanken seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine stark

Die Ölpreise sind am Mittwochmorgen gestiegen, da der Markt auf die neuesten Pläne der Europäischen Union (EU) zu russischem Öl reagiert.

Seit Beginn des Krieges zwischen der Ukraine und Russland war eine der größten Unsicherheiten (inmitten strengerer Sanktionen) die endgültige Entscheidung der EU über die Einfuhren von russischem Öl und Gas.

Heute sagte die Europäische Kommission, es sei an der Zeit, alle Ölimporte vollständig zu verbieten, ein Schritt, der zu einem Anstieg der Ölpreise führte.

Preisprognose für Öl heute

Die Ölpreise haben in den letzten Monaten stark geschwankt, wobei die geopolitischen Unruhen und andere Nachfragefaktoren im Mittelpunkt der Schwankungen standen.

Am Mittwoch stieg die internationale Benchmark Brent um 4,66 $ oder 4,55% auf 109,30 $ pro Barrel. Die West Texas Intermediate (WTI) Rohöl-Futures stiegen um 4,5% oder 4,42 $ auf 106,90 $ pro Barrel.

EU will russische Öleinfuhren verbieten

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat in einer Rede vor dem Europäischen Parlament einen schrittweisen Ansatz skizziert, der ein Verbot der EU für Ölimporte aus Russland vorsieht.

Ihrer Meinung nach wird es nicht einfach sein, ein „vollständiges Importverbot für sämtliches russisches Öl“ durchzusetzen. Aber es muss getan werden, stellte sie fest.

Von der Leyen sagte, das Embargo sieht eine schrittweise Reduzierung der Rohölimporte innerhalb von sechs Monaten vor. Darüber hinaus möchte sie die Einfuhr von raffinierten Ölprodukten aus Russland bis Ende 2022 auslaufen lassen.

Nach Ansicht der Präsidentin der Europäischen Kommission zielt dieser Schritt darauf ab, den Druck auf Russland zu erhöhen und gleichzeitig die Auswirkungen auf die EU-Wirtschaft zu begrenzen.