Soll man im Januar 2023 Ford-Aktien kaufen?

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auf Jan 1, 2023
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  • Ford-Aktien bleiben unter Druck
  • Das wichtige Unterstützungsniveau liegt bei 10 $
  • Ford wird den Preis für seinen Elektro-Lkw F-150 Lightning Pro erneut erhöhen

Der Aktienkurs von Ford Motor (NYSE: F) hat sich seit Anfang Dezember 2022 von 14,36 $ auf 10,90 $ abgeschwächt, und der aktuelle Kurs liegt bei 11,63 $.

Ford meldete im Oktober starke Gewinnergebnisse für das dritte Quartal, aber steigende Zinsen, ein sich verdunkelnder makroökonomischer Hintergrund und höhere Inputkosten haben die Aktien im Dezember 2022 erneut unter Druck gesetzt.

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Ford wird den Preis für seinen Elektro-Lkw F-150 Lightning Pro erneut erhöhen

Das Geschäft von Ford hat sich im dritten Fiskalquartal nachweislich verbessert, und das Unternehmen meldete im Oktober starke Gewinnergebnisse. Der Gesamtumsatz ist im Jahresvergleich um 12 % auf 37,2 Mrd. $ gestiegen, während der GAAP-EPS bei 0,30 $ lag.

Das Management des Unternehmens bleibt hinsichtlich des Wachstums in den kommenden Quartalen optimistisch und erwartet, dass der Cashflow über den zukünftigen Planungszeitraum mehr als ausreichend sein wird, um Wachstumsprioritäten zu finanzieren.

Der bereinigte freie Cashflow für das Gesamtjahr sollte zwischen 9,5 und 10 Mrd. $ liegen – ein Anstieg von 5,5 auf 6,5 Mrd. $ aufgrund der Stärke des Automobilgeschäfts des Unternehmens.

Es ist auch wichtig anzumerken, dass das Management des Unternehmens für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBIT von etwa 11,5 Mrd. $ erwartet, was etwa 10 % höher ist als im Jahr 2021.

Trotzdem bleiben die Aktien von Ford Motor vor allem aufgrund der aggressiven Geldpolitik der US-Notenbank, der geopolitischen Unsicherheit und der höheren Herstellungskosten unter Druck.

Anleger befürchten weiterhin, dass eine aggressive US-Notenbank die Wirtschaft in eine tiefe Rezession stürzen wird, die die Unternehmensgewinne und die Aktienmärkte beeinträchtigen könnte.

Laut Deloitte Insights besteht in der Automobilindustrie eine Korrelation von 45 % zwischen der Tiefe einer Rezession und einer reduzierten Produktionsleistung.

Ford Motor konzentriert sich weiterhin auf die Beschleunigung der Einführung von Elektrofahrzeugen, und die Kosten beschleunigen sich besonders schnell für die Automobilhersteller, die stark in ihre jeweiligen Umstellungen auf Elektrofahrzeuge investieren.

Das Unternehmen hat bereits angekündigt, den Preis für seinen Elektro-Lkw F-150 Lightning Pro im Jahr 2023 angesichts steigender Komponentenkosten und anhaltender Herausforderungen in der Lieferkette zu erhöhen.

Die positive Tatsache ist, dass Ford in der Lage ist, den Kostendruck gegenüber kleineren Konkurrenten zu mildern, und mit einer Marktkapitalisierung von 46 Mrd. $ sind die Aktien dieses Unternehmens angemessen bewertet.

Ford wird mit weniger als dem Dreifachen des TTM-EBITDA gehandelt, und im Vergleich zur Toyota Motor Corporation (NYSE: TM) ist Ford auf Kurs-Umsatz-Basis günstiger.

Nach dem Kurs-Umsatz-Verhältnis (Marktkapitalisierung/Umsatz) werden die Ford-Aktien bei 0,32 gehandelt, was fast dreimal niedriger ist als das Kurs-Umsatz-Verhältnis der Toyota Motor Corporation von 0,87.

Dennoch sollten Anleger bedenken, dass die Ford-Aktie bei einem Eintritt in eine deutlichere Korrekturphase des US-Aktienmarktes auf noch niedrigeren Kursniveaus liegen könnte.

Technische Analyse

Der Aktienkurs von Ford Motor hat seit dem 13. Januar 2022 um 50 % nachgegeben, und das Risiko eines weiteren Rückgangs ist noch nicht vorbei.

Datenquelle: tradingview.com

Das wichtige Unterstützungsniveau liegt bei 10 $, während 14 $ das erste Widerstandsniveau darstellen. Wenn der Kurs unter 10 $ sinkt, wäre dies ein Verkaufssignal und der Weg zu 8 $ oder sogar darunter frei.

Wenn der Kurs umgekehrt über 14 $ steigt, könnte das nächste Ziel ein Widerstand bei 16 $ sein.

Zusammenfassung

Der Aktienkurs von Ford Motor hat sich seit dem 13. Januar 2022 um 50 % abgeschwächt, und die Gefahr eines weiteren Rückgangs ist noch nicht vorbei. Steigende Zinssätze, ein sich eintrübendes makroökonomisches Umfeld und höhere Inputkosten belasten die Automobilindustrie weiterhin.