Crédit Agricole, die drittgrößte Bank Europas, erhält Lizenz für Krypto-Verwahrdienste

Crédit Agricole, die drittgrößte Bank Europas, erhält Lizenz für Krypto-Verwahrdienste
Charles Thuo
23. Juni 2023, 01:38 AM
  • Crédit Agricole und CACEIS erhielten die Erlaubnis, Krypto-Verwahrdienste anzubieten
  • Die Crédit Agricole-Bank wurde am 20. Juni von der französischen Finanzmarktaufsicht (AMF) registriert
  • CACEIS ist eine Vermögensverwaltungsgesellschaft in Frankreich

Die französischen Aufsichtsbehörden haben der drittgrößten Bank Europas, Crédit Agricole, und CACEIS, der Vermögensdienstleistungsabteilung von Santander, die Genehmigung zur Bereitstellung von Krypto-Verwahrungsdiensten im Land erteilt. CACEIS und Crédit Agricole schließen sich anderen in Frankreich registrierten konventionellen Finanzunternehmen an, darunter Forge von Societe Generale und AXA Investment Managers.

Nach den Daten vom Dezember 2021 verfügt CACEIS über 4,6 Bio. € (5,06 Bio. $) an Verwahrungsdienstleistungen und 2,4 Bio. € (2,64 Bio. $) an Vermögensverwaltungsdienstleistungen. Der Crédit Agricole hält einen Anteil von 69,5 % an dem Unternehmen, die Banco Santander 30,5 %.

Der regulatorische Rahmen in Frankreich

Frankreich verfügt über einen der fortschrittlichsten Regulierungsrahmen in ganz Europa. Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen in Frankreich, wie z. B. Verwahrungs-, Börsen- oder Handelsdienstleistungen, erfordern eine Registrierung bei der AMF.

Die französische Aufsichtsbehörde erhob 2022 Anklage gegen Binance, das derzeit auch von der US- Börsenaufsicht SEC angeklagt wird, weil es ohne Genehmigung illegale Dienste anbietet.

Die Zustimmung der beiden Finanzinstitute erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die EU auf die Umsetzung der neu verabschiedeten Krypto-Lizenzvorschriften namens MiCA vorbereitet, die 2024 in Kraft treten und eine Registrierung ermöglichen werden.

CACEIS entwickelt eine Krypto-Verwahrungslösung

Quellen zufolge entwickelt CACEIS eine Plattform zur Verwahrung von Kryptowährungen.

Im Jahr 2021 soll das Unternehmen „nach etwas gesucht haben, das hochintegriert ist und nicht nur etwas, das den Verwahrungsteil abwickelt, sondern etwas, das umfassende und vielfältige Bedürfnisse erfüllt.“