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Hongkong wird nach dem JPEX-Skandal alle Antragsteller für Krypto-Lizenzen auflisten

  • SFC wird alle Firmen auflisten, die eine Lizenz für digitale Assets beantragt haben
  • Dies geschieht vor dem Hintergrund des angeblichen Skandals um die Kryptobörse JPEX
  • Die Regulierungsbehörden in Hongkong nehmen den Kryptomarkt weiter unter die Lupe

Die Securities & Futures Commission (SFC) in Hongkong nimmt den Kryptomarkt weiter unter die Lupe, um nicht registrierte Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte in der Region zu bekämpfen.

Am Montag, den 25. September, versprach die Aufsichtsbehörde, alle zertifizierten Handelsplattformen offenzulegen, um den Nutzern zu helfen, nicht registrierte Kryptowährungsunternehmen in Hongkong zu identifizieren. Außerdem wird die SFC mehr Informationen über die illegalen VATPs zur Verfügung stellen, um eine rechtzeitige Warnung der Investoren zu gewährleisten.

Die jüngsten Maßnahmen folgen auf die JPEX-Untersuchung, bei der zahlreiche Personen in der Gerichtsbarkeit verhaftet wurden. Die Aufsichtsbehörden behaupteten, dass die Kryptowährungsbörse ihre Angebote ohne Lizenz beworben hat.

Die Polizei von Hongkong gab bekannt, dass die Drahtzieher des JPEX-Skandals weiterhin auf freiem Fuß sind, obwohl 11 Personen, darunter der Krypto-Influencer Joseph Lam, im Zusammenhang mit dem Fall verhaftet wurden.

Die Polizei hat etwa 2.270 Beschwerden von Personen erhalten, die unter dem Betrug der Börse gelitten haben, mit Verlusten von etwa 1,4 Mrd. HKD (178 Mio. $). Die meisten Nutzer berichten von Schwierigkeiten bei der Abhebung digitaler Vermögenswerte von der Firma. Außerdem erhöhte JPEX am 15. September die Gebühren für Abhebungen auf 999 Tether (USDT).

Die Kehrtwende der SFC

Die jüngste Entscheidung, Plattformen aufzulisten, die eine Lizenz in Hongkong beantragt haben, stellt eine Kehrtwende der Aufsichtsbehörde dar. Letzte Woche erklärte die SFC, dass ein solcher Schritt die Anleger in die Irre führen könnte, da er eine falsche Vorstellung von Sicherheit erwecken würde. Sie erklärte, dass die Marktteilnehmer alle genannten Plattformen als von der Behörde lizenziert ansehen könnten.

Wong Lok-yan, Direktor der SFC, bestätigte, dass die öffentliche Nachfrage zu dieser Kehrtwende geführt hat. Er erklärte, dass mit der Liste geprüft werden soll, "ob die Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte (VATPs) da draußen den Lizenzstatus falsch darstellen".

Die aktuelle Liste enthält vier Betreiber, und JPEX ist nicht unter ihnen.