Preisprognose für Brent-Rohöl im Zeitalter des Überflusses

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auf Jan 3, 2024
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  • Die Preise für Brent- und WTI-Öl fielen diese Woche weiter.
  • Es bestehen Bedenken hinsichtlich des steigenden Ölangebots in Nicht-OPEC-Ländern.
  • Es wird erwartet, dass die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2024 steigen wird.

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Die Rohölpreise standen diese Woche trotz der Eskalation der Krise im Nahen Osten weiterhin unter starkem Druck. Brent, die globale Benchmark, fiel von einem Höchststand von 95,90 $ im September auf 76 $. Ebenso fiel der amerikanische Benchmark West Texas Intermediate auf 70,25 $.

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Angebotssorgen bleiben bestehen

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Der Hauptgrund dafür, dass die Preise für WTI- und Brent-Rohöl in letzter Zeit zurückgegangen sind, sind die anhaltenden Angebotssorgen. OPEC+-Mitglieder waren sich über Lieferkürzungen nicht einig und drängten Angola zum Austritt aus dem Kartell. Insgesamt stimmte das Kartell freiwilligen Kürzungen um 900.000 Barrel pro Tag zu, was nach Ansicht von Analysten nicht ausreicht.

Auch Nicht-OPEC-Mitglieder haben weiterhin Rekordmengen an Öl gefördert. In den USA pumpten Ölkonzerne täglich Rekordmengen an Öl. Die durchschnittliche Wochenproduktion stieg im Dezember auf den Rekordwert von 13,3 Millionen. Analysten gehen davon aus, dass amerikanische Unternehmen die Ölproduktion in diesem Jahr weiter steigern werden.

Auch in anderen Ländern wird erwartet, dass sie die Produktion weiter steigern. Beispielsweise wird erwartet, dass Venezuela die Produktion in diesem Jahr auf 880.000 Barrel pro Tag und im Jahr 2025 auf 963.000 steigern wird. Das Gleiche gilt für Guyana und Brasilien.

Daher stellt sich die Frage, ob die Nachfrage im gleichen Tempo steigen wird. Jüngste Berichte von Organisationen wie der OPEC und der IEA zeigen, dass die Nachfrage weiterhin steigen wird, wenn auch langsamer.

Die IEA geht davon aus, dass die Ölnachfrage um 2,4 Millionen Barrel steigen wird, während die OPEC einen Anstieg um über 2,46 Millionen Barrel erwartet. Daher besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Ölindustrie in diesem Jahr einen Überschuss erzielen wird.

Der andere Grund, warum der Preis für Brent-Rohöl weiter fallen könnte, ist Russland, das weiterhin Millionen Barrel Öl pro Tag verkauft. Es verkauft diese Barrel an asiatische Länder wie Indien und China. Aktuelle Daten zeigen jedoch, dass Indiens Rohölimporte aus Russland im Dezember eingebrochen sind.

Preisprognose für Brent-Rohöl

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Öl-Chart via TradingView

Auf dem Tages-Chart sehen wir, dass die Preise für Brent-Öl diese Woche weiter fielen, da die Besorgnis über das Angebot zunahm. Die Grafik zeigt, dass Öl ein Todeskreuz gebildet hat, bei dem sich die 200- und 50-Tage-Exponential Moving Averages (EMA) kreuzen. In den meisten Fällen ist dieses Muster eines der pessimistischsten Anzeichen auf dem Markt.

Auch der Relative Strength Index (RSI) driftete in den letzten Tagen nach unten. Daher sind die Aussichten für die Ölpreise pessimistisch, wobei der nächste Wert, den man im Auge behalten sollte, bei 71,50 $ liegt, dem niedrigsten Stand seit März. Ein Durchbruch unter dieses Niveau eröffnet die Möglichkeit, dass der Preis auf 65 $ sinkt.

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