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Japan rutscht in die Rezession und verliert den Status der drittgrößten Volkswirtschaft an Deutschland

Japan rutscht in die Rezession und verliert den Status der drittgrößten Volkswirtschaft an Deutschland
Harsh Vardhan
15. Feb. 2024, 13:31 PM
  • Das japanische BIP schrumpfte im letzten Quartal 2023 um 0,4 %
  • Die Wirtschaft ist zwei Quartale in Folge geschrumpft und erlebt damit eine Rezession
  • Dies hat Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten Japans

Japan ist unerwartet in eine Rezession gerutscht: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im letzten Quartal 2023 um 0,4 %, nachdem es im Vorquartal um 3,3 % einbrach.

Damit ist die Wirtschaft zwei Quartale in Folge geschrumpft, was der technischen Definition einer Rezession entspricht.

Infolgedessen hat Japan seine Position als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt an Deutschland verloren, was Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten des Landes und des Zeitpunkts möglicher politischer Anpassungen weckt.

Besorgnis über die Geldpolitik der Bank of Japan

Der unerwartete Abschwung der japanischen Wirtschaft hat Zweifel am Zeitplan für den Ausstieg der Bank of Japan (BOJ) aus ihrer ultralockeren Geldpolitik aufkommen lassen, die seit über einem Jahrzehnt in Kraft ist.

Während Analysten davon ausgegangen waren, dass die BOJ ihre geldpolitischen Anreize in diesem Jahr auslaufen lassen würde, könnten die schwachen BIP-Daten diese Entscheidung verzögern.

Die Zentralbank führte 2016 Negativzinsen ein, um Ausgaben und Investitionen anzukurbeln, aber die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen haben ihre Ausstiegsstrategie erschwert.

Was hat Japan in die Rezession geführt?

Die schwache Nachfrage in China, das schleppende Verbraucherverhalten und die Produktionsstopps bei einer Einheit der Toyota Motor Corp. haben zum wirtschaftlichen Abschwung in Japan beigetragen.

Der private Verbrauch, eine wichtige Triebkraft der Wirtschaftstätigkeit, ging um 0,2 % zurück, während die Investitionsausgaben ebenfalls um 0,1 % sanken. Die Auslandsnachfrage leistete jedoch einen bescheidenen Beitrag zum BIP-Wachstum, da die Exporte gegenüber dem Vorquartal um 2,6 % stiegen.

Japans Wachstumsaussichten

Die Nachricht von der Rezession in Japan hat zu einer Verunsicherung der Märkte geführt, und die Analysten äußerten sich besorgt über die schleppenden Wachstumsaussichten des Landes.

Während die BOJ sich darauf vorbereitet hatte, die negativen Zinssätze zu beenden und ihren geldpolitischen Rahmen zu überarbeiten, könnten die schwachen Wirtschaftsdaten zu einem vorsichtigeren Ansatz führen. Einige Analysten gehen von einer schrittweisen Anpassung der Politik aus und erwarten, dass die Negativzinspolitik bis April aufgegeben wird.

Trotz der Herausforderungen, die die Rezession mit sich bringt, bleiben einige Analysten optimistisch, was die Widerstandsfähigkeit der japanischen Wirtschaft angeht. Die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt und die robusten Ausgabenpläne der Unternehmen bieten potenzielle Möglichkeiten für eine Erholung.

Allerdings wird in nächster Zeit mit einem langsamen Wachstum gerechnet, da die Sparquote der privaten Haushalte und die Konsummuster ungewiss sind. Die bevorstehende Sitzung der BOJ im März wird genau beobachtet werden, um Einblicke in den geldpolitischen Kurs und die zukünftige Entwicklung zu erhalten.