Invezz

US-VPI-Angst greift auf Europa über: Frankreichs Inflation 2024

US-VPI-Angst greift auf Europa über: Frankreichs Inflation 2024
Katya Stead
15. März 2024, 11:45 AM
  • Heute Morgen haben zwei verschiedene Daten gezeigt, dass die Inflation in Frankreich steigt
  • Die Inflation in Frankreich ist im Februar 2024 weniger stark als erwartet auf nur 3% gesunken
  • Darüber hinaus stiegen die VPI-Zahlen für den Monat stark an, von -0,2 % im Januar auf 0,9 % im letzten Monat

Die Zentralbanken in aller Welt wurden gestern zum Nachdenken angeregt, als das US-Arbeitsministerium bekannt gab, dass sich der Erzeugerpreisindex (PPI) in den USA in nur einem Monat verdoppelt hat und von 0,3 % im Januar auf 0,6 % im Februar gestiegen ist.

Heute Morgen wurden einige europäische Inflationszahlen, insbesondere für Frankreich, veröffentlicht. Und die jüngste Geschichte scheint sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft des Kontinents zu wiederholen.

Die Inflation erweist sich als schwieriger

Die Inflation in Frankreich ist im Februar wie erwartet im Vergleich zum Vormonat um 0,8% gestiegen. Im Jahresvergleich ging sie jedoch nur leicht zurück, von 3,1 % im Februar 2023 auf 3 % im vergangenen Monat.

Analysten hatten im Großen und Ganzen mit einem stärkeren Rückgang der Inflation gerechnet, die bei etwa 2,8 % oder 2,9 % lag.

VPI drastisch gestiegen

Ebenfalls heute Morgen wurden vom INSEE (Institut national de la statistique et des études économiques) die VPI-Zahlen für Frankreich für Februar veröffentlicht.

Nach Angaben des INSEE stieg der Verbraucherpreisindex im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0,9 %, während er im Januar noch bei -0,2 % lag.

Einige gute Nachrichten

Trotz der alarmierenden VPI-Zahlen gab es auch gute Nachrichten vom INSEE.

Die Lebensmittelpreise gingen den elften Monat in Folge zurück, von +5,7% im Januar auf +3,6% im Februar.

Es überrascht daher nicht, dass auch die Kerninflation rückläufig war: Sie lag im Februar 2024 bei +2,7%, nach +3,0% im Januar.

Die Preise für Industrieerzeugnisse waren ebenfalls niedriger und sanken im Februar den achten Monat in Folge auf 0,4%, nachdem sie im Januar noch bei +0,7% gelegen hatten.