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Bericht: SEC-Anwälte treten nach erneutem Rechtsschlag für Behörde zurück

Bericht: SEC-Anwälte treten nach erneutem Rechtsschlag für Behörde zurück
Benson Toti
22. Apr. 2024, 22:01 PM
  • Berichten zufolge sind zwei Anwälte der SEC zurückgetreten, eine Entwicklung, die die Fälle der SEC in den Mittelpunkt rückt.
  • Die beiden Anwälte traten zurück, nachdem ein Richter die Agentur wegen Machtmissbrauchs im Debt Box-Fall scharf gerügt hatte
  • Die SEC hat mehrere Kryptounternehmen verklagt, darunter auch Coinbase.

Einem Bloomberg-Bericht zufolge sind zwei Anwälte der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) nach der jüngsten Kritik an der Wertpapieraufsichtsbehörde zurückgetreten.

Richter sanktioniert „groben Machtmissbrauch“ der SEC

Die Rücktritte der Anwälte erfolgten, nachdem Bundesrichter Robert Shelby entschieden hatte, dass der Fall der SEC gegen Digital Licensing Inc. (oder Debt Box) voller „falscher Behauptungen und Falschdarstellungen“ sei.

Der Bericht hebt insbesondere die jüngsten Ereignisse hervor, bei denen ein Richter in Utah Sanktionen gegen die SEC verhängte und sie scharf wegen „groben Machtmissbrauchs“ rügte. Bei den beiden Anwälten soll es sich um Michael Welsh und Joseph Watkins handeln.

Dem Bloomberg-Bericht zufolge plante die unter Beschuss stehende SEC, die in den letzten Monaten erhebliche juristische Rückschläge hinnehmen musste, angeblich die Entlassung der beiden Anwälte. Welsh und Watkins sollen Anfang des Monats zurückgetreten sein.

In ihrer Klage gegen Debt Box behauptet die SEC, die Plattform habe Investoren um 49 Millionen Dollar betrogen. Im Fall wurden die Vermögenswerte des Kryptounternehmens eingefroren, bevor ein Gericht die Klage aufhob. Die SEC räumte in ihrer Klage gegen Debt Box im Dezember „Fehler“ ein und versuchte ebenfalls, die Klage abzuweisen.

Im vergangenen Jahr kritisierte ein Richter die Vorgehensweise der SEC scharf, als er den Antrag von Grayscale ablehnte, seinen GBTC in einen Spot-Bitcoin-ETF umzuwandeln. Der Ausgang des Falls trug dazu bei, die endgültige Genehmigung mehrerer Spot-Bitcoin-ETFs in den USA zu beschleunigen. Dazu gehört auch der IBIT des hochfliegenden BlackRock.

Die SEC verlor auch gegen Ripple, als ein US-Richter erklärte, dass XRP kein Wertpapier sei. Diese Verluste kamen zustande, da die breitere Kryptoindustrie der Ansicht ist, dass die Regulierung durch Durchsetzungsmaßnahmen der Behörde die USA hinter andere hochrangige Gerichtsbarkeiten zurückfallen lässt.

Zu den aktuellen Gerichtsverfahren der SEC gegen Krypto-Unternehmen zählen unter anderem Terraform Labs, Coinbase und Binance.