Australien nimmt persönliche Daten von 1,2 Millionen Krypto-Händlern ins Visier

Australien nimmt persönliche Daten von 1,2 Millionen Krypto-Händlern ins Visier
Benson Toti
07. Mai 2024, 11:38 AM
  • Die australische Steuerbehörde verlangt von den Börsen, Zugang zu bis zu 1,2 Millionen Händlerkonten zu gewähren.
  • Die Anforderung ist Teil des regulatorischen Vorgehens gegen potenzielle Steuerhinterziehung durch Kryptonutzer.
  • Australien hat seine Krypto-Regulierung seit dem Zusammenbruch von FTX verschärft.

Das australische Finanzamt (ATO) hat Kryptobörsen im Land aufgefordert, die persönlichen Daten und Transaktionsdetails von 1,2 Millionen Händlern herauszugeben.

Reuters berichtete am 7. Mai, dass die strengen Anforderungen der ATO im Zuge eines zunehmenden Interesses an Kryptowährungen in ganz Australien gestellt werden.

ATO fordert Börsen auf, Kontodetails herauszugeben

Die Forderung der Steuerbehörde nach den Details der gezielt anvisierten Kryptokonten steht im Zusammenhang mit einem harten Vorgehen gegen potenzielle Steuerhinterziehung durch Kryptowährungsnutzer. Die ATO hat letzten Monat eine entsprechende Mitteilung herausgegeben und darauf hingewiesen, dass die Zusammenarbeit mit Börsen dazu beitragen wird, potenzielle Steuerhinterzieher zu identifizieren.

Dies gilt auch für diejenigen, die ihre Transaktionen mit Krypto-Vermögenswerten nicht gemeldet haben, einschließlich der Fälle, in denen sie diese gegen Bargeld verkaufen und den Erlös für Waren und Dienstleistungen verwenden.

Um die Compliance sicherzustellen, müssen Börsen Informationen wie Namen, Kontaktadressen und Geburtsdaten von Händlern bereitstellen. Die Steueraufsichtsbehörde wird von den Börsen außerdem verlangen, vollständige Transaktionsprotokolle der betroffenen Konten herauszugeben.

Während die Verbreitung von Kryptowährungen in Australien weiterhin zunimmt, sind die regulatorischen Maßnahmen gegen Börsen und andere Marktteilnehmer verschärft worden, seit die Implosion von FTX den breiteren Markt erschüttert hat.

Das Finanzamt hat in den letzten Monaten rechtliche Schritte gegen nicht lizenzierte Kryptounternehmen eingeleitet. Die Regulierungsbehörden haben außerdem neue Lizenzierungsregeln für Kryptobörsen festgelegt.