SEC signalisiert Verschiebung in der DeFi-Regulierung, da Vorsitzender Atkins bedingte Erleichterungen vorschlägt

SEC signalisiert Verschiebung in der DeFi-Regulierung, da Vorsitzender Atkins bedingte Erleichterungen vorschlägt
Diya Poddar
10. Juni 2025, 13:55 PM
  • Ein zentraler Schwerpunkt des überarbeiteten Ansatzes ist das Angebot von "bedingten Ausnahmen" für qualifizierte DeFi-Projekte
  • Die SEC räumt ein, dass frühere rechtliche Drohungen Staking-Anbieter und DeFi-Entwickler entmutigt haben.
  • Die SEC prüft derzeit Aktualisierungen der Selbstverwahrungsregeln und bestimmt, welche Aktivitäten in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC (SEC) bereitet sich darauf vor, ihren Ansatz zur Regulierung von dezentralen Finanzen (DeFi) und Blockchain-basierten Protokollen zu überarbeiten.

In einem Schritt, der das wachsende Bewusstsein für die wirtschaftlichen Auswirkungen von DeFi widerspiegelt, hat der SEC-Vorsitzende Paul Atkins aktualisierte Rahmenbedingungen gefordert, die Anleger schützen, ohne Innovationen zu ersticken.

Die Verschiebung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die politischen Entscheidungsträger versuchen, Rechtssicherheit mit technologischem Fortschritt in Einklang zu bringen, insbesondere in Bereichen wie Selbstverwahrung, Protokoll-Staking und Blockchain-basiertes Fundraising.

Atkins sprach die sich entwickelnde regulatorische Haltung während des Crypto Task Force Roundtable on Decentralised Finance der SEC an, wo er einräumte, dass die aktuellen Beschränkungen das Wachstum des Sektors eingeschränkt haben könnten.

Er deutete auch an, dass die Agentur bedingte Ausnahmen für bestimmte DeFi-Aktivitäten in Betracht zieht, zusammen mit veröffentlichten Leitlinien, die rechtliche Grauzonen rund um Staking und Mining klären.

SEC prüft Ausnahmeregelungen für DeFi- und Blockchain-Startups

Ein zentraler Schwerpunkt des überarbeiteten Ansatzes der SEC ist das Angebot von "bedingten Ausnahmen" für qualifizierte DeFi-Projekte.

Diese Ausnahmeregelungen würden es Start-ups ermöglichen, in den frühen Entwicklungsphasen mit weniger regulatorischen Hindernissen zu arbeiten, wodurch die Rechtsunsicherheit verringert wird, die bisher Innovationen behindert hat.

Im Rahmen dieser Verschiebung überprüft die SEC Aktualisierungen der Selbstverwahrungsregeln und bestimmt, welche Aktivitäten in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.

Dazu gehört auch die Untersuchung von Proof-of-Work-Mining- und Staking-as-a-Service-Plattformen, die beide auf ihr Potenzial für Wertpapiertransaktionen hin unter die Lupe genommen wurden.

Während des Roundtables kritisierte Atkins das Vorgehen früherer US-Regierungen und erklärte, dass diese durch rechtliche Schritte und regulatorische Drohungen gegen DeFi-Teilnehmer und Staking-Anbieter einen "abschreckenden Effekt" auf die Marktteilnahme erzeugt hätten.

Staking und Mining Guidance definieren rechtliche Schwellenwerte

In einem seltenen Schritt hat die SEC zwei formelle Dokumente veröffentlicht, in denen die Interpretation der Behörde darlegt, wie sich Staking und Mining auf die Wertpapiergesetze beziehen.

Dazu gehören das Statement on Certain Proof-of-Work Mining Activities und das Statement on Certain Protocol Staking Activities, in denen Bedingungen aufgeführt sind, unter denen solche Aktivitäten nicht als Wertpapierangebote reguliert werden dürfen.

Diese Richtlinien bieten Entwicklern klarere Grenzen dafür, wie sie Benutzer ansprechen und Gelder beschaffen können, ohne eine Durchsetzung auszulösen.

Sie bieten zwar keine pauschale Immunität, deuten aber darauf hin, dass eine passive Netzwerkbeteiligung, wenn sie ohne Gewinnbeteiligung oder Renditeversprechen erfolgt, nicht in den Anwendungsbereich des Wertpapierrechts fallen kann.

Diese technische Unterscheidung wird als entscheidend für DeFi-Protokolle angesehen, die auf dezentralen Konsensmechanismen und Community-Governance beruhen.

Die Klarstellung zielt darauf ab, Verwirrung zu verringern und konforme Innovationen über dezentrale Anwendungen hinweg zu ermöglichen.

Marktreaktion und künftige Politik

Die sich entwickelnde Haltung der SEC kommt zu einer Zeit, in der DeFi weiterhin an institutioneller Aufmerksamkeit gewinnt.

Große Investmentfirmen und Entwickler beobachten dies genau, insbesondere angesichts der jüngsten Lobbyarbeit der Industrie für Klarheit und faire Behandlung im Rahmen der Finanzgesetze.

Die Bereitschaft der Regulierungsbehörde, strukturierte Ausnahmen zu gewähren, Grauzonen zu klären und auf gerichtliche Argumentationen zu verweisen, könnte ein Signal für einen ausgewogeneren Regulierungspfad in der Zukunft sein.

Die Interessenträger warnen jedoch davor, dass die Umsetzung der Politik konsequent angewandt werden muss, um Verwirrung oder selektive Durchsetzung zu vermeiden.

Während die Diskussionen weitergehen, deuten die jüngsten Maßnahmen der SEC auf einen Fahrplan hin, der risikobereinigte Ausnahmen, verbesserte Transparenz und Respekt für die Open-Source-Entwicklung umfasst – wichtige Zutaten, um sicherzustellen, dass die USA bei Blockchain-Innovationen wettbewerbsfähig bleiben.