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Macron strebt die Vorherrschaft bei 2-nm-Chips an, während Frankreich sich dem globalen Wettlauf mit Nvidia und TSMC anschließt

Macron strebt die Vorherrschaft bei 2-nm-Chips an, während Frankreich sich dem globalen Wettlauf mit Nvidia und TSMC anschließt
Diya Poddar
12. Juni 2025, 12:09 PM
  • STMicroelectronics und Foxconn erkunden Montagestandort in Frankreich.
  • Nvidia und Mistral bauen europäische KI-Cloud-Infrastruktur auf.
  • Frankreichs KI-Sektor erhält 109 Milliarden Euro an privaten Investitionen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron drängt darauf, dass Frankreich zu einer globalen Macht in der hochmodernen Halbleiterfertigung wird, und hat sich zum Ziel gesetzt, Chips mit einer Größe von bis zu 2 Nanometern herzustellen.

In seiner Rede auf der VivaTech-Konferenz in Paris am 5. Juni erklärte Macron, dass Frankreich die fortschrittlichsten Halbleiter der Welt herstellen müsse, um seinen Platz in der globalen Technologielieferkette zu sichern.

Seine Kommentare erfolgten parallel zu Ankündigungen neuer Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz in Europa, darunter große Kooperationen zwischen Nvidia und dem französischen KI-Start-up Mistral.

Frankreich nimmt Sub-10-nm-Chips ins Visier

Macrons Bemerkungen wurden während einer Podiumsdiskussion mit Nvidia-CEO Jensen Huang und Arthur Mensch von Mistral AI gemacht, bei der die Zukunft der europäischen Technologiefertigung diskutiert wurde.

Macron verwies auf die Notwendigkeit, dass Frankreich Halbleiter im Bereich von 2 bis 10 Nanometern produzieren müsse.

Diese Chips gehören zu den leistungsstärksten Chips weltweit und sind in der Lage, die neuesten Fortschritte in den Bereichen künstliche Intelligenz, Quantencomputing und Mobilfunknetze der nächsten Generation zu ermöglichen.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Frankreich und die gesamte Europäische Union versuchen, ihre Abhängigkeit von ausländischen Chipherstellern, insbesondere von in Asien ansässigen Herstellern, zu verringern.

Derzeit sind TSMC aus Taiwan und Samsung aus Südkorea führend in der weltweiten Produktion von Sub-5-nm-Chips.

Die neuesten iPhone-Chips von Apple verwenden beispielsweise die 3-nm-Technologie von TSMC.

Macron räumte ein, dass Frankreich zur Erreichung dieser Ziele möglicherweise Global Player wie Samsung oder TSMC brauche, um lokale Produktionsstätten zu errichten, so wie es beide Unternehmen in den Vereinigten Staaten getan haben.

STMicroelectronics und Foxconn umkreisen französische Expansion

Macron verwies auf STMicroelectronics, das ursprünglich aus einer Fusion eines französischen Unternehmens hervorgegangen ist, als Teil des französischen Halbleitererbes.

Obwohl sich STMicro heute in erster Linie auf Chips für die Automobilindustrie und nicht auf High-End-KI-Prozessoren konzentriert, dienten seine Wurzeln dazu, Macrons umfassendere Botschaft hervorzuheben – dass Frankreich ein Fundament hat, auf dem man aufbauen kann.

Macron hob auch eine sich abzeichnende Partnerschaft zwischen dem französischen Verteidigungselektronikunternehmen Thales, dem Hersteller von Verbindungskomponenten Radiall und dem taiwanesischen Unternehmen Foxconn hervor.

Berichten zufolge prüfen die drei Unternehmen die Eröffnung einer Halbleitermontage- und Testanlage in Frankreich.

Macron sagte, er hoffe, sie davon überzeugen zu können, über die Tests hinauszugehen und in die Serienfertigung einzusteigen, um die Chipkapazitäten in Frankreich weiter zu verankern.

Nvidia und Mistral vertiefen KI-Verbindungen in Europa

Frankreich zielt zwar auf die Chipherstellung ab, baut aber auch seine KI-Infrastruktur aus.

Am selben Tag, an dem Macron sprach, kündigte Jensen Huang von Nvidia eine neue Partnerschaft mit Mistral AI an, um eine KI-fokussierte Cloud-Plattform in Europa zu entwickeln.

Dies baut auf Macrons Ankündigung vom Februar auf, dass Frankreich in den kommenden Jahren 109 Milliarden Euro an privaten Investitionen in seinen KI-Sektor tätigen wird.

Die Zusammenarbeit mit Mistral positioniert Frankreich als Kernteilnehmer im wachsenden KI-Wettlauf in Europa.

Macron sagte, die Verbindung zwischen Nvidia und Mistral stelle eine Beschleunigung seiner umfassenderen Technologiestrategie dar und unterstreiche die Rolle Frankreichs bei der KI-Entwicklung und dem Aufbau der Infrastruktur.

Europas technologische Zukunft hängt von der lokalen Chipherstellung ab

Macrons Vision stellt die Halbleiterfertigung und KI-Investitionen in den Mittelpunkt der industriellen Zukunft Europas.

Obwohl derzeit nur wenige Unternehmen in der Lage sind, Chips unter 5 nm in großem Maßstab zu produzieren – mit TSMC und Samsung weit voraus –, zielt Frankreich darauf ab, die Lücke durch strategische Partnerschaften, öffentlich-private Zusammenarbeit und internationale Investitionen zu verringern.

Das übergeordnete Ziel steht im Einklang mit den Bemühungen der Europäischen Union im Rahmen des EU-Chips-Gesetzes, die lokale Chipproduktion anzukurbeln und die Abhängigkeit von außen zu verringern.

Macrons Ankündigung spiegelt auch die wachsende Besorgnis über die geopolitischen Risiken wider, die sich daraus ergeben, sich bei wichtiger Hardware auf Taiwan oder China zu verlassen.

Bei VivaTech bezeichnete er die Selbstversorgung mit Halbleitern nicht nur als wirtschaftliche Priorität, sondern als Gebot der nationalen Sicherheit.

Wenn Macrons Pitch erfolgreich ist, könnte Frankreich zu einem wichtigen Akteur in der globalen Halbleiter- und KI-Infrastruktur werden, der altes Branchen-Know-how mit moderner KI-Führung verbindet.