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Politiker der Bank of England warnt vor Risiken für eine weiche Landung der britischen Wirtschaft

Politiker der Bank of England warnt vor Risiken für eine weiche Landung der britischen Wirtschaft
Devesh Kumar
03. Juli 2025, 10:50 AM
  • Alan Taylor von der BoE warnt vor einer weichen Landung Großbritanniens aufgrund der wirtschaftlichen Abschwächung.
  • Taylor prognostiziert fünf Zinssenkungen im Jahr 2025, um das Wachstum zu stützen.
  • Zu den Marktreaktionen gehören ein Rückgang des GBP/USD und bereinigte Anleiherenditen.

In einer eindringlichen Warnung, die die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte und der politischen Entscheidungsträger gleichermaßen auf sich gezogen hat, hat der politische Entscheidungsträger der Bank of England (BoE), Alan Taylor, auf die wachsenden Risiken für die britische Wirtschaft hingewiesen, die eine "weiche Landung" erreichen – ein Szenario, in dem die Inflation eingedämmt wird, ohne eine schwere Rezession auszulösen.

In einer Rede am Mittwoch betonte Taylor, dass die jüngsten Wirtschaftsdaten auf eine Verlangsamung der Aktivität hindeuten und Bedenken hinsichtlich des empfindlichen Gleichgewichts zwischen Inflationskontrolle und nachhaltigem Wachstum aufkommen lassen.

Dies kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für das Vereinigte Königreich, da es mit der Erholung nach der Pandemie, geopolitischen Unsicherheiten und inländischen fiskalischen Herausforderungen zu kämpfen hat.

Die Suche nach einer sanften Landung

Das Konzept einer sanften Landung ist ein zentrales Ziel der Zentralbanken weltweit, einschließlich der Bank of England, seit die Inflation im Zuge der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Konflikts in die Höhe geschnellt ist.

Eine weiche Landung bedeutet, die Zinssätze anzuheben, um die Inflation einzudämmen, ohne die Wirtschaft in einen tiefen Abschwung zu stürzen.

Das Vereinigte Königreich ist mit einem anhaltenden Inflationsdruck konfrontiert, wobei die Verbraucherpreise im Oktober 2022 mit 11,1 % einen Höchststand seit 41 Jahren erreichten, was auf steigende Energiekosten und Unterbrechungen der Lieferkette zurückzuführen ist.

Seitdem hat die BoE eine Reihe von Zinserhöhungen vorgenommen, so dass der Leitzins bis Ende 2023 auf 5,25 % angehoben wurde, bevor sie 2024 Senkungen einleitete, als die Inflation zu sinken begann.

Trotz dieser Bemühungen hat die britische Wirtschaft Anzeichen von Spannungen gezeigt.

Das Wachstum verlief schleppend, das BIP wuchs in den letzten Quartalen kaum. Der Arbeitsmarkt ist zwar widerstandsfähig, zeigt aber mit steigender Arbeitslosigkeit und verlangsamtem Lohnwachstum allmählich Risse.

Vor diesem Hintergrund unterstreicht Taylors Warnung die Fragilität der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung.

Taylors Bedenken: Konjunkturabschwächung und Zinssenkungsprognosen

Alan Taylor, ein Mitglied des geldpolitischen Ausschusses (MPC) der BoE, der konsequent für Zinssenkungen gestimmt hat, äußerte am 2. Juli 2025, dass die Aussicht auf eine weiche Landung nun bedroht sei.

Berichten zufolge stellte Taylor fest, dass sich die Wirtschaftstätigkeit stärker verlangsamt als erwartet, was die Hoffnungen auf eine Vermeidung einer harten Landung – ein Szenario mit einer starken Rezession – zunichte machen könnte.

Er verwies auf die jüngsten Daten, die darauf hindeuten, dass die Wirtschaft eine aggressivere geldpolitische Lockerung erfordern könnte als bisher angenommen.

Taylor argumentierte Berichten zufolge, dass die Wirtschaftsindikatoren nun fünf Zinssenkungen im Jahr 2025 unterstützen, gegenüber einer früheren Erwartung von vier.

Diese Verschiebung spiegelt wachsende Abwärtsrisiken wider, darunter die Schwächung des Verbrauchervertrauens und mögliche Störungen durch die Herausforderungen des Welthandels.

Er schätzte auch den neutralen Realzins des Vereinigten Königreichs – den Zinssatz, bei dem die Geldpolitik das Wachstum weder stimuliert noch begrenzt – auf 0,75 % bis 1 %, was einen Nominalzins von etwa 2,75 % bis 3 % bedeutet, sobald sich die Inflation stabilisiert.

Taylor warnte jedoch vor zu großen Zinssenkungen und deutete an, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt weder notwendig noch wünschenswert seien.

Implikationen für die Geldpolitik und die Märkte

Taylors Äußerungen haben die Debatten über die Richtung der britischen Geldpolitik neu entfacht.

Die BoE hat eine Gratwanderung vollzogen, indem sie die Notwendigkeit, die anhaltende Inflation – die derzeit bei rund 2,2% über dem Ziel von 2% liegt – zu kontrollieren, mit dem Risiko einer Abschwächung des Wachstums in Einklang brachte.

Während einige MPC-Mitglieder für die Beibehaltung höherer Zinsen plädieren, um sicherzustellen, dass die Inflation vollständig unter Kontrolle ist, priorisieren andere, wie Taylor, die Unterstützung der Wirtschaft angesichts von Anzeichen von Schwäche.

Die Finanzmärkte reagierten schnell auf Taylors Äußerungen, wobei das Pfund Sterling gegenüber dem US-Dollar leicht nachgab und von einem Höchststand von 1,3751 auf 1,3690 am 2. Juli 2025 fiel.

Dies spiegelt die Unsicherheit der Anleger über das Tempo und den Umfang künftiger Zinssenkungen wider. Auch die Anleiherenditen passten sich an, da die Märkte eine höhere Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Lockerung im kommenden Jahr einpreisten.

Analysten gehen davon aus, dass die BoE, wenn sie im Jahr 2025 fünf Zinssenkungen vornimmt, den Verbraucherausgaben und den Unternehmensinvestitionen einen dringend benötigten Schub verleihen könnte, obwohl sie bei falschem Zeitpunkt den Inflationsdruck wieder entfachen könnte.

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