Südkorea will Krypto-Gesetzgebung beschleunigen, nachdem der US-amerikanische GENIUS Act den Weg frei gemacht hat

Südkorea will Krypto-Gesetzgebung beschleunigen, nachdem der US-amerikanische GENIUS Act den Weg frei gemacht hat
Diya Poddar
22. Juli 2025, 18:20 PM
  • Korea Investment and Securities entwickelt Won-Backed Stablecoin.
  • Über 25 % der Südkoreaner im Alter von 20 bis 50 Jahren besitzen derzeit Krypto-Assets.
  • Fast 70 % der Krypto-Inhaber im Land planen, ihre Investitionen zu erhöhen.

Südkorea beschleunigt die Regulierung von Kryptowährungen als Reaktion auf den kürzlich verabschiedeten GENIUS Act in den Vereinigten Staaten und signalisiert damit einen erneuten Vorstoß, die Aufsicht über digitale Vermögenswerte wie Bitcoin und Ethereum zu verschärfen.

Die Regierungspartei des Landes kündigte Pläne an, die kryptofokussierte Gesetzgebung zu beschleunigen, um einen klareren Rechtsrahmen für virtuelle Vermögenswerte, Börsen und Stablecoins zu schaffen.

Beamte sagen, dass der Schritt notwendig ist, um im globalen digitalen Finanzraum wettbewerbsfähig zu bleiben und die Sicherheit der Anleger zu verbessern.

Der GENIUS Act, der Anfang des Monats in den USA verabschiedet wurde, wird von südkoreanischen Politikern als Wendepunkt in der globalen Krypto-Regulierung angesehen.

Als Reaktion darauf bringt Südkorea seine eigenen Vorschläge vor, darunter neue Steuergesetze, klarere Verwahrungsregeln für Kryptobörsen und Unterstützung für Won-basierte Stablecoins.

Dies ist eine der bisher ehrgeizigsten Bemühungen des Landes, seine Finanzgesetze an das sich schnell entwickelnde Krypto-Ökosystem anzupassen.

Zu den Schwerpunkten gehören Krypto-Steuern, Börsen-Compliance und Stablecoin-Regeln

Nach jüngsten Ankündigungen der südkoreanischen Demokratischen Partei konzentriert sich die Regierung auf drei Kernbereiche: die Verschärfung der Steuerpolitik für Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten, die Klarstellung, wie Börsen Nutzergelder verwalten, und die Einrichtung rechtlicher Strukturen zur Verhinderung von Krypto-bezogenem Betrug.

Diese Schritte sollen die Transparenz erhöhen und gleichzeitig ein sicheres Umfeld für private und institutionelle Anleger schaffen.

Berichten zufolge arbeiten die Regulierungsbehörden an Richtlinien, um die Verantwortlichkeiten der Krypto Börsen besser zu definieren, insbesondere in Bezug auf die Trennung von Nutzer- und Plattform-Assets.

Die überarbeiteten Regeln würden auch Lizenzbedingungen und regelmäßige Audits einführen, die sich an internationale Standards anpassen, die in Ländern wie Singapur und den USA gelten.

Der GENIUS Act, der Anfang des Monats vom US-Kongress verabschiedet wurde, wird als Auslöser für Südkoreas Wende angeführt.

Lokale Gesetzgeber sehen dies als Zeichen dafür, dass andere große Volkswirtschaften den Bereich der digitalen Vermögenswerte schnell regulieren.

Sie sehen in regulatorischen Verzögerungen nun ein Risiko sowohl für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit als auch für das Vertrauen der Investoren.

Korea Investment and Securities entwickelt Won-Backed Stablecoin

Neben regulatorischen Aktualisierungen investiert Südkorea auch in eine selbst entwickelte Blockchain-basierte Zahlungsinfrastruktur.

Korea Investment and Securities, eines der größten Finanzdienstleistungsunternehmen des Landes, entwickelt derzeit einen Stablecoin, der durch den koreanischen Won gedeckt ist.

Die digitale Währung soll Echtzeitzahlungen und Finanztransaktionen über Verbraucher- und Geschäftsplattformen hinweg erleichtern.

Es wird auch stabilere Alternativen zu volatilen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum im täglichen Gebrauch bieten.

Diese Bemühungen spiegeln ähnliche Schritte in anderen Volkswirtschaften wider, darunter Japans regulierte Yen-gestützte Stablecoin-Initiativen und die Erforschung eines digitalen Euro durch die Europäische Union.

Durch die Unterstützung eines Won-linked Stablecoins will Südkorea eine konforme digitale Währung bereitstellen, die vollständig in das nationale Finanzsystem integriert ist.

Der Besitz von Kryptowährungen steigt, insbesondere bei jüngeren Anlegern

Der Vorstoß zur Aktualisierung der Vorschriften erfolgt inmitten einer wachsenden Welle des öffentlichen Interesses an Krypto-Assets in ganz Südkorea.

Jüngsten Daten zufolge besitzen mehr als 25 % der Südkoreaner im Alter von 20 bis 50 Jahren inzwischen irgendeine Form von Kryptowährung. Von ihnen planen fast 70 %, ihre Bestände aufzustocken.

Analysten glauben, dass diese demografische Verschiebung Teil eines größeren globalen Trends ist, bei dem digitale Vermögenswerte nicht nur als spekulative Instrumente, sondern als Teil langfristiger Anlage- und Ruhestandsstrategien angesehen werden.

Die verstärkte Beteiligung unterstreicht auch die Dringlichkeit wirksamer rechtlicher Rahmenbedingungen, die sich mit der Betrugsprävention, dem Schutz von Vermögenswerten und einer fairen Besteuerung befassen können.

Durch die beschleunigte Umsetzung seiner eigenen Vorschriften will sich Südkorea an der Spitze des digitalen Finanzwesens in der Region positionieren, insbesondere da Stablecoin-Projekte und dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) an Bedeutung gewinnen.