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Bank of Korea gründet Krypto-Einheit, da sich die Stablecoin-Regeln ändern

Bank of Korea gründet Krypto-Einheit, da sich die Stablecoin-Regeln ändern
Diya Poddar
30. Juli 2025, 13:32 PM
  • Das Digital Currency Research Lab wurde mit Wirkung zum 31. Juli in Digital Currency Lab umbenannt.
  • Ministerium zur Prüfung der Verwendbarkeit von koreanischen Won-gekoppelten Stablecoins.
  • Neue regulatorische Gesetzentwürfe könnten die Aufsicht über Stablecoins von der BOK wegverlagern.

Die südkoreanische Zentralbank tritt mit der Schaffung einer eigenen "Abteilung für Kryptoassets" in eine neue Phase ihrer Strategie für digitale Währungen ein.

Dieser Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nation von der Forschung zur Umsetzung übergeht, mit dem Ziel, die Entwicklung von Stablecoins zu überwachen und zu beeinflussen, während sie sich von der Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zurückzieht.

Die Initiative wird auch durch regulatorische Änderungen, den Wettbewerbsdruck durch Tech-Giganten und die wachsende politische Unterstützung für vom Privatsektor geführte Stablecoins vorangetrieben.

Die neue Abteilung wird dem Financial Settlement Bureau der Bank of Korea (BOK) unterstellt sein und am 31. Juli ihre Arbeit aufnehmen.

Es wird das bestehende Digital Currency Research Lab ersetzen, das in Digital Currency Lab umbenannt wird, um ein breiteres Spektrum über das Experimentieren hinaus widerzuspiegeln.

Stablecoin-Tracking hat jetzt zentrale Priorität

Das Ministerium wird die Trends auf dem Kryptomarkt beobachten, insbesondere die Entwicklungen rund um koreanische Won-gekoppelte Stablecoins.

Die Mitarbeiter werden damit beauftragt, die Verwendbarkeit von Token auf verschiedenen Plattformen zu testen, wobei der Schwerpunkt auf dem technischen Verhalten und der Leistung dieser Instrumente in der realen Welt liegt.

Diese Neuausrichtung kommt zu einer Zeit, in der Stablecoins sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor an Bedeutung gewinnen.

Die BOK sieht Stablecoins und Einlagen-Token, die von Geschäftsbanken ausgegeben werden, als austauschbar an, wenn sie an den Won gekoppelt sind.

Diese Haltung deutet darauf hin, dass die Zentralbank der Regulierung von von Banken ausgegebenen digitalen Token Vorrang einräumen könnte, anstatt ihre eigene CBDC für den Einzelhandel auf den Markt zu bringen.

CBDC-Einführung inmitten der politischen Dynamik für Stablecoins pausiert

Während Südkorea zu den ersten Anwendern in der Forschung zu digitalen Währungen gehörte, hat die Zentralbank kürzlich ihre Pläne für eine umfassende CBDC-Einführung pausiert.

Die Verschiebung steht im Einklang mit der zunehmenden politischen Unterstützung für Innovationen im privaten Sektor, insbesondere bei der Entwicklung von von Banken ausgegebenen Token und Unternehmens-Stablecoins.

Diese Strategie deutet auf einen Schwenk hin zur Förderung eines bankengeführten Ökosystems für digitale Zahlungen hin, wodurch der Bedarf an einer staatlich ausgegebenen CBDC reduziert wird.

Die Interpretation der BOK von Stablecoins als gleichwertig mit Einlagen-Token unterstützt diese Ansicht und könnte die Art und Weise beeinflussen, wie digitales Geld im Land reguliert und in Umlauf gebracht wird.

Politische Umstrukturierung beschleunigt Regulierungsbemühungen

Die Umstrukturierung der BOK folgt auf die Einführung von Stablecoin-fokussierten Regulierungsgesetzen durch die beiden führenden politischen Parteien Südkoreas.

Diese Gesetzentwürfe würden den Ausschuss für Finanzdienstleistungen zum primären Aufsichtsgremium für Stablecoins ernennen und die Autorität von der BOK wegverlagern.

Die Zentralbank hat ihre Besorgnis über diese mögliche Änderung geäußert und davor gewarnt, dass sie ihren Einfluss auf die Geldpolitik einschränken könnte.

Als Reaktion darauf wird die neue Abteilung für Kryptoassets eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Aufsichtsmöglichkeiten der BOK zu erhalten, während sich die regulatorische Landschaft weiterentwickelt.

In der Zwischenzeit positionieren sich große südkoreanische Technologieunternehmen aktiv vor der neuen Gesetzgebung.

Mehrere haben Marken für koreanische Won-Backed Token angemeldet, in der Erwartung eines freizügigeren Umfelds für die Ausgabe von Stablecoins, sobald die Gesetze verabschiedet sind.

Privatsektor bereitet sich auf tokenisierte Zukunft vor

Die Gründung der Abteilung für Kryptoassets unterstreicht Südkoreas breitere Bestrebungen, seinen Ansatz für digitale Währungen zu formalisieren.

Während sich Finanzinstitute und Technologieunternehmen auf eine Zukunft des tokenisierten Geldes vorbereiten, positioniert sich die BOK neu, um eine Aufsichtsrolle zu spielen und sich gleichzeitig von der Direktemission zurückzuziehen.

Mit der Expansion des globalen Stablecoin-Marktes und der Verschärfung des Wettbewerbs signalisiert Südkoreas sich entwickelnde Strategie eine neue Ära der Zusammenarbeit – und des Streits – zwischen der Zentralbank, den Regulierungsbehörden und den Innovatoren des privaten Sektors.