Ripple gegen SEC nähert sich dem Abschluss, da eine Geldstrafe in Höhe von 125 Millionen US-Dollar auf die endgültige Abstimmung wartet

Ripple gegen SEC nähert sich dem Abschluss, da eine Geldstrafe in Höhe von 125 Millionen US-Dollar auf die endgültige Abstimmung wartet
Diya Poddar
05. Aug. 2025, 15:11 PM
  • Es wird erwartet, dass Richter Torres erst nach dem nächsten Schritt der SEC handeln wird.
  • Über 1.700 Ripple-Kontrakte könnten nach dem Settlement öffentlich gemacht werden.
  • Das Status-Update vom 15. August könnte das letzte Kapitel der Klage markieren.

Nach fast vier Jahren Rechtsstreit könnte die rechtliche Pattsituation von Ripple mit der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC bald beendet sein – aber nur, wenn die SEC ihren nächsten Schritt unternimmt.

Während Ripple seinen Verpflichtungen bereits nachgekommen ist, einschließlich der Zahlung einer Zivilstrafe in Höhe von 125 Millionen US-Dollar, bleibt der Fall technisch offen, da die SEC ihre Berufung noch nicht formell zurückgezogen hat.

Es wird nun erwartet, dass die beiden Parteien bis zum 15. August ein gemeinsames Statusupdate vorlegen, ein möglicher Wendepunkt in einem der wichtigsten regulatorischen Kämpfe der Kryptobranche.

Ripple einigt sich auf Strafe und zieht Berufung gegen institutionelle XRP-Verkäufe zurück

Am 27. Juni schloss Ripple zwei große rechtliche Schritte ab. Zunächst zog das Blockchain-Unternehmen offiziell seine Berufung zurück, mit der es die vorherige Entscheidung des Gerichts in Bezug auf seine institutionellen XRP-Verkäufe anfechtete.

Zweitens zahlte es die gesamte Geldstrafe in Höhe von 125 Millionen US-Dollar auf ein Treuhandkonto ein – ein Beweis für die vollständige Einhaltung des Strafbefehls des Gerichts. Mit diesen Maßnahmen sollte der endgültige Abschluss des Falls beschleunigt werden.

Trotz dieser Schritte bleibt die Klage ungelöst, da die SEC ihre endgültige Verfahrensmaßnahme noch nicht getroffen hat. Das US-amerikanische Gerichtsverfahren verlangt von beiden Parteien, dass sie eine gemeinsame Vereinbarung vorlegen, um den Fall abzuschließen.

Die interne Abstimmung der SEC und die Einreichung der Rücknahme der Berufung sind dafür notwendig.

Die endgültige Schließung hängt von der bevorstehenden Entscheidung der SEC ab

So wie es aussieht, hat die SEC nun die Befugnis zu entscheiden, ob der Fall abgeschlossen oder fortgesetzt wird. Es ist unwahrscheinlich, dass Richterin Analisa Torres, die den Vorsitz über die Angelegenheit führt, fortfahren wird, ohne dass beide Parteien formelle Abschlussunterlagen eingereicht haben.

Diese Verzögerung ist Berichten zufolge auf den öffentlichkeitswirksamen Charakter der Klage zurückzuführen, der die Regulierung von Krypto-Assets in den Vereinigten Staaten in zukünftigen Fällen beeinflussen könnte.

Die SEC hat drei Möglichkeiten: die Berufung zurückzuziehen und das Urteil bestehen zu lassen, mehr Zeit zu beantragen oder die Verzögerung weiter zu verlängern – was möglicherweise Kritik von der Kryptoindustrie und Rechtsbeobachtern auf sich ziehen könnte.

Analysten beobachten die nächsten Schritte der SEC genau, insbesondere im Hinblick auf ihre anhaltende Durchsetzungshaltung gegenüber anderen Blockchain-Unternehmen.

Über 1.700 Ripple-Kontrakte können öffentlich gemacht werden

Sollte sich die SEC dazu entschließen, ihre Berufung zu beenden, wird eine Reihe bedeutender Entwicklungen erwartet. Zunächst werden die treuhänderisch verwahrten 125 Millionen US-Dollar an das US-Finanzministerium überwiesen.

Ripple wäre dann frei, seinen vollen institutionellen Betrieb wieder aufzunehmen, der während des Rechtsstreits teilweise eingeschränkt worden war.

Eine weitere bemerkenswerte Folge könnte die öffentliche Veröffentlichung von über 1.700 vertraulichen Ripple-Kontrakten sein. Diese Dokumente, die zuvor während des Verfahrens versiegelt wurden, können tiefere Einblicke in die Geschäftstätigkeit von Ripple und den Umgang mit institutionellen Partnern geben.

Wichtig ist, dass die bestehende Entscheidung von Richter Torres im Falle eines Rückzugs der SEC zu einem dauerhaften Präzedenzfall werden würde, der sich auf zukünftige Interpretationen der Krypto-Vorschriften nach US-Wertpapierrecht auswirken würde.

Der 15. August ist zwar keine harte juristische Frist, aber er bleibt der nächste große Meilenstein, der darüber entscheiden könnte, ob dieser historische Fall endlich zu einem Ende kommt.