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Der Bitcoin-ETF von BlackRock wird zum zweitgrößten Inhaber weltweit: CryptoQuant

Der Bitcoin-ETF von BlackRock wird zum zweitgrößten Inhaber weltweit: CryptoQuant
Ananthu C U
22. Aug. 2025, 22:01 PM
  • Der Bitcoin-ETF von BlackRock sammelt 781.000 BTC und überholt damit Coinbase und MicroStrategy.
  • Die institutionelle Nachfrage über ETFs führt zu einem Angebotsschock und stützt den Preis von Bitcoin.
  • Die Bedenken hinsichtlich der Zentralisierung nehmen zu, da der Fonds von BlackRock den Bitcoin-Markt neu gestaltet.

Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock hat einen Meilenstein im Kryptowährungssektor erreicht, indem er einige der größten Unternehmens- und Börsenbestände an Bitcoin übertraf und zum zweitgrößten Inhaber der Welt wurde, nur hinter dem pseudonymen Schöpfer Satoshi Nakamoto.

Schnelles Wachstum seit dem Start

Der im Januar 2024 aufgelegte IBIT ETF hat sich schnell als dominierende Kraft bei institutionellen Krypto-Investitionen etabliert.

Laut der neuesten On-Chain-Analyse von CryptoQuant hält der Fonds nun über 781.000 Bitcoins im Wert von mehr als 88 Milliarden US-Dollar zum aktuellen Preis von rund 113.000 US-Dollar pro Einheit.

Dieser Anstieg stellt eine der schnellsten Akkumulationsserien in der Geschichte von Bitcoin dar.

Seit Mai 2025 hat der IBIT ETF die Reserven von Coinbase durchweg übertroffen und im August seine Position vor allen bekannten Börsenbeständen fest gesichert.

Zum Vergleich: Coinbase und Binance halten etwa 703.000 bzw. 558.000 Bitcoins.

Noch auffälliger ist, dass IBIT MicroStrategy überholt hat – das Unternehmen, das seit langem als der größte Bitcoin-Inhaber für Unternehmen bekannt ist.

Laut BitcoinTreasuries-Daten hält MicroStrategy derzeit etwa 629.376 Bitcoins im Wert von fast 71 Milliarden US-Dollar.

Der ETF von BlackRock konnte die fünfjährige Akkumulation von MicroStrategy in weniger als 18 Monaten übertreffen, was das beschleunigte Tempo der institutionellen Akzeptanz unterstreicht.

Institutionelle Nachfrage treibt Angebotsschock an

Die wachsenden Zuflüsse in den IBIT-ETF spiegeln eine breitere Verschiebung in der Anlegerbasis von Bitcoin wider.

Die Nachfrage wird nicht mehr nur von privaten Teilnehmern oder Kryptobörsen getrieben, sondern zunehmend von regulierten Finanzprodukten, die auf Institutionen zugeschnitten sind.

Im Gegensatz zu Börsen, die Reserven zur Unterstützung der Handelsaktivitäten verwenden, werden ETF-Zuflüsse in der Regel gesperrt und aus dem aktiven Umlauf entfernt.

Dies führt zu einem Angebotsschock, der die verfügbare Liquidität auf dem Markt reduziert und gleichzeitig einen Aufwärtsdruck auf den Bitcoin-Preis ausübt.

Analysten weisen darauf hin, dass dieser anhaltende Trend die langfristige Bewertung des Vermögenswerts strukturell stark stützt.

Die Präferenz für ETFs zeigt auch eine Verhaltensänderung unter den Anlegern.

Da sich die Marktteilnehmer zunehmend zu traditionellen, konformen Finanzprodukten hingezogen fühlen, absorbieren zentralisierte Fonds wie IBIT Kapital, das sonst über Einzelhandelsplattformen verteilt worden wäre.

Diese Dynamik spiegelt sowohl die Reifung der Anlageklasse als auch einen Stimmungsumschwung gegenüber regulierten Vehikeln wider.

Bedenken hinsichtlich der Zentralisierung inmitten der Mainstream-Akzeptanz

Während der Erfolg von BlackRock eine neue Ära der Mainstream-Akzeptanz für Bitcoin einläutet, wirft er auch Fragen über die zukünftige Richtung der Kryptowährung auf.

Bitcoin war ursprünglich als dezentrales System gedacht, frei von zentralisierter Kontrolle durch Unternehmen oder Regierungen.

Die Konzentration eines so großen Teils der Reserven in einem einzigen institutionellen Vehikel stellt dieses Ethos in Frage.

Branchenbeobachter warnen, dass die Zentralisierung der Bestände das Risikoprofil von Bitcoin verändern könnte.

Da ETFs und große Unternehmen weiterhin die Reserven dominieren, wächst die Befürchtung, dass die Kryptowährung einige ihrer definierenden Eigenschaften verlieren könnte.

Ob sich diese Konsolidierung auf die langfristige Widerstandsfähigkeit von Bitcoin auswirken wird, bleibt eine offene Frage.

Im Moment unterstreicht der rasante Aufstieg des IBIT-Fonds sowohl die Stärke der institutionellen Nachfrage als auch die sich entwickelnde Marktstruktur von Bitcoin.

Da die Zuflüsse anhalten, wird das Gleichgewicht zwischen der Akzeptanz durch den Mainstream und dezentralen Idealen ein kritischer Bereich bleiben, den Anleger im Auge behalten sollten.