Bitcoin und Altcoins stürzen ab, da China mit Beschränkungen für Seltene Erden zurückschlägt

Bitcoin und Altcoins stürzen ab, da China mit Beschränkungen für Seltene Erden zurückschlägt
Charles Thuo
14. Okt. 2025, 15:16 PM
  • China weitet Exportbeschränkungen für Seltene Erden nach neuen US-Zöllen aus.
  • Der Kryptomarkt verliert 7 Mrd. $; BTC fällt auf 111.000 $, ETH auf 3,9.000 $.
  • Die Kosten für das Krypto-Mining könnten steigen, da das Chipangebot mit einem Mangel an Seltenen Erden konfrontiert ist.

Der globale Kryptowährungsmarkt hat einen weiteren starken Abschwung erlitten, nachdem China als Vergeltung für die neuen US-Zölle, die Präsident Donald Trump am Freitag verhängt hat, die Exportkontrollen für Seltenerdmaterialien verschärft hat.

Pekings Ankündigung kam kurz nachdem Trump weitreichende Zölle von 100 % auf alle chinesischen Importe enthüllt hatte, ein Schritt, den viele Analysten als die stärkste Eskalation der Handelsspannungen seit 2019 ansehen.

Innerhalb weniger Stunden nach der Reaktion Chinas verlor der Kryptomarkt fast 7 Milliarden US-Dollar an Wert und schürte damit die Angst vor einem breiteren Ausverkauf, da der Krieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt eskaliert.

Chinas Vergeltung inmitten zunehmender Handelsspannungen

Das chinesische Handelsministerium hat neue Beschränkungen für den Export von Seltenerdmagneten angekündigt und die bestehenden Kontrollen auf fünf weitere Elemente ausgeweitet, darunter Holmium und Erbium.

Jedes Produkt, das mehr als 0,1 % dieser Materialien enthält, ist nun exportabnahmepflichtig.

Beamte bezeichneten den Schritt als "legitime Maßnahme" zum Schutz der nationalen Sicherheit und zur Verfeinerung der Exportmanagementsysteme, während US-Beamte ihn als wirtschaftliche Vergeltung anprangerten.

Das Timing war strategisch. China dominiert mehr als 90 % der weltweiten Verarbeitungskapazitäten für Seltene Erden und verfügt damit über einen Einfluss in Branchen, die für die globale Produktion von entscheidender Bedeutung sind.

Von Elektrofahrzeugen und Windkraftanlagen über Verteidigungssysteme bis hin zu Halbleitern sind Seltene Erden aus der modernen Technologie nicht mehr wegzudenken.

Die September-Daten zeigten bereits, dass die chinesischen Exporte von Seltenen Erden um 31 % einbrachen, was auf eine Verknappung des Angebots hindeutet, noch bevor die neuen Regeln in Kraft traten.

Marktturbulenzen folgen auf Engpässe bei Seltenen Erden

Die Auswirkungen waren an den Finanzmärkten unmittelbar. Die Wall Street rutschte stark ab, wobei technologielastige Indizes über 2% verloren.

Safe-Haven-Anlagen haben sich erholt , da die Anleger in Wertpapiere flüchten. Gold zum Beispiel ist auf einen Rekordpreis von 4.200 $ pro Unze gestiegen, und Silber hat 51,70 $ erreicht.

Auf den Kryptomärkten wurden etwa 121,6 Milliarden US-Dollar vernichtet, nachdem die Gesamtmarktkapitalisierung um 3,2 % auf 3,76 Billionen US-Dollar gesunken war, wobei über 500 Millionen US-Dollar an gehebelten Positionen innerhalb weniger Stunden liquidiert wurden.

Bitcoin (BTC) ist um 3,11 % auf rund 111.054 $ gefallen, während Ethereum (ETH) um mehr als 4 % gefallen ist und bei etwa 3.942 $ gehandelt wird.

XRP und Dogecoin (DOGE) haben ebenfalls schwere Schläge erlitten, wobei XRP um über 6 % und Dogecoin um über 5 % gefallen sind.

Das Engagement des Kryptomarktes in Chinas industrieller Macht

Das harte Durchgreifen gegen Seltene Erden hat auch Wellen durch den Krypto-Mining-Sektor geschlagen.

Seltene Erden sind entscheidend für die Herstellung von GPUs und ASIC-Chips, der Hardware, die Mining-Rigs antreibt.

Analysten warnen, dass langwierige Exportprüfungen und mögliche Verzögerungen in der Lieferkette kurzfristig die Hardwarekosten erhöhen und die Netzwerk-Hash-Raten verlangsamen könnten.

Ungewisser Weg für die Märkte

Während Trump zunächst geschworen hatte, "die außergewöhnliche chinesische Aggression zu bekämpfen", schien er seine Haltung am Wochenende abzuschwächen, indem er den chinesischen Präsidenten Xi Jinping als "hoch respektiert" bezeichnete und andeutete, dass "alles gut werden wird".

Peking behielt jedoch eine harte Linie bei und warnte, die USA könnten nicht "den Dialog suchen, während sie mit neuen restriktiven Maßnahmen drohen".

Die Anleger richten ihren Fokus nun auf die US-Notenbank, wo der Vorsitzende Jerome Powell voraussichtlich auf der NABE-Jahrestagung in Philadelphia sprechen wird.

Jeder Hauch einer restriktiven Haltung der Fed könnte die aktuelle Risk-Avers-Stimmung vertiefen, während Anzeichen einer Lockerung die Märkte stabilisieren könnten.

Vorerst hat der Schock der Seltenen Erden unterstrichen, wie anfällig digitale Vermögenswerte nach wie vor für geopolitische Gegenwinde sind.

Trotz der Erholung einiger Altcoins am Wochenende bleibt der breitere Markt fragil, da Händler sowohl Washington als auch Peking auf den nächsten Schritt in einer zunehmend riskanten wirtschaftlichen Pattsituation beobachten.