XRP stürzt um über 4% ab: Zieht die Schwäche von Bitcoin den Token von Ripple nach unten?
- XRP fällt um 4,3 % auf 2,22 $, selbst nach dem starken Debüt des XRPC ETF.
- Die Schwäche von Bitcoin führt zu risikoscheuen Verkäufen bei Altcoins.
- Das Volumen des XRPC-ETFs sinkt am Tag nach der Auflegung um 55%.
Der Kryptomarkt hatte diese Woche große Erwartungen an XRP, aber die Realität lieferte etwas Unübersichtlicheres.
Nachdem der XRPC ETF von Canary Capital am 13. November mit einem Handelsvolumen von 58 Millionen US-Dollar und Zuflüssen von 245 Millionen US-Dollar die Rekorde vom ersten Tag gebrochen hatte, schien XRP vor einem Ausbruch zu stehen.
Stattdessen geriet der Token stark ins Straucheln und verlor 4,3% und stürzte in den 24 Stunden bis zum 16. November um 02:00 UTC von 2,31 $ auf 2,22 $ ab.
Hier kommt es auf das Gesamtbild an: Der Kampf von Bitcoin unter 100.000 US-Dollar, kombiniert mit einer risikoscheuen Marktstimmung und Liquidationskaskaden, scheint den institutionellen Enthusiasmus, den diese neuen ETF-Zuflüsse versprochen hatten, überwältigt zu haben.
Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst bahnbrechende Schritte in der Krypto-Infrastruktur einen Vermögenswert nicht vor brutalem makroökonomischem Gegenwind schützen können und dass der Token von Ripple immer noch im Takt von Bitcoin tanzt.
Wenn die ETF-Magie verblasst: Institutionelles Interesse trifft auf Marktrealität
Der XRPC-Launch hätte ein Wendepunkt sein sollen. Anleger hatten seit Jahren keinen Krypto-ETF mehr mit dieser Art von Geschwindigkeit eröffnen sehen.
Aber die eigentliche Geschichte war nicht der Applaus am ersten Tag; Es war die ohrenbetäubende Stille, die folgte.
Bis Freitag, den 15. November, war das Handelsvolumen des XRPC-ETF auf nur 26 Millionen US-Dollar gesunken, was einem Rückgang von 55% gegenüber dem Höchststand vom Donnerstag entspricht.
Diese Art von dramatischem Rückgang signalisiert vor allem eines: Die Käufer zu Beginn des Fensters haben bekommen, was sie wollten, und jetzt gibt es weniger Gläubige, die frisches Kapital drängen.
Analysten, die sich das Video ansehen, sagen, dass die Diskrepanz eklatant ist.
Ja, institutionelles Interesse besteht, wie die Zuflüsse bewiesen haben. Aber der breitere Druck auf dem Kryptomarkt überwältigte alle XRP-spezifischen Katalysatoren.
Die Schwäche von Bitcoin im Bereich von 95.000 bis 96.000 US-Dollar führte zu einer Risk-Off-Kaskade, die Altcoins besonders hart traf. Die ETF-Zuflüsse zeigten zwar institutionelles Interesse, aber Angst dominierte das breitere Marktnarrativ.
Die eigentliche Gefahr: Die Zonen des technischen Supports bröckeln. XRP durchbrach die kritische Unterstützungsbarriere von 2,24 $ mit aggressivem Volumen, 74 Millionen XRP wurden zu Spitzenverkäufen gehandelt, was einem Sprung von 69% über dem Tagesdurchschnitt entspricht.
Diese Art von Kapitulationsverkäufen signalisiert in der Regel Erschöpfung, bedeutet aber auch, dass die nächste Unterstützung bei 2,16 $ nun die Linie im Sand ist.
Der Bitcoin-Anker: Warum XRP seinem großen Bruder nicht entkommen kann
Hier ist die unangenehme Wahrheit für Ripple-Gläubige: XRP bleibt auf eine Weise an die Bewegungen von Bitcoin gefesselt, die die Fundamentaldaten einfach nicht außer Kraft setzen können.
Der Analyst Versan Aljarrah, Gründer von Black Swan Capitalist, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um diese Dynamik geht. Er argumentiert, dass XRP in volatilen, spekulationsgetriebenen Preisbewegungen gefangen bleiben wird, "solange es unter dem Einfluss von Bitcoin bleibt".
Aljarrah geht laut einem Binance-Bericht noch weiter und nennt Bitcoin "einen schuldenbasierten spekulativen Vermögenswert", der den gesamten Markt eher durch Herdenmentalität als durch realen wirtschaftlichen Wert nach unten zieht.
Die Rechnung untermauert diese Kritik. Wenn Bitcoin abstürzt, löst es gehebelte Liquidationen im gesamten Ökosystem aus.
Händler, die XRP-Longs auf Margin halten, werden ausgelöscht, erzwungene Verkäufe beschleunigen sich, und plötzlich bedeuten all diese positiven Nachrichten über die Zahlungsinfrastruktur und die regulatorische Klarheit nichts mehr.
Während des Ausverkaufs am Donnerstag blieb das Open Interest in XRP-Futures schwach und bewegte sich um 3,78 Mrd. $, gegenüber 4,17 Mrd. $ Anfang November.
Das sagt den Händlern eines: Die Überzeugung schwindet, und wenn die Überzeugung in Krypto stirbt, folgen die Preise.
Was diese Abhängigkeit für XRP-Befürworter besonders frustrierend macht, ist die Ironie.
Ripple hat Jahre damit verbracht, eine echte Infrastruktur aufzubauen. Das Unternehmen hat sich behördliche Lizenzen gesichert, Bankpartnerschaften geschlossen und die Integration in globale Zahlungsnetzwerke etabliert.
Die Fundamentaldaten sind wohl so stark wie eh und je. Dennoch bepreist der Markt XRP weiterhin wie ein weiteres Altcoin-Lotterielos, das auf den Rockschößen von Bitcoin reitet.
Solange sich das nicht ändert und Aljarrah glaubt, dass eine "notwendige Trennung" bevorsteht, werden selbst die größten ETF-Auflegungen nur vorübergehende Erleichterung bringen.
Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Mehr Franklin Templetons EZRP startet am 18. November, gefolgt von Bitwise am 20. November und mehreren anderen bis zum 25. November.
Wenn diese institutionellen Vehikel die Geldflüsse stabilisieren und die Überzeugung wiederherstellen können, könnte XRP die 2,30 $-Zone zurückerobern und schließlich den Widerstand von 2,31 $ testen.
Aber wenn Bitcoin schwach bleibt und sich die makroökonomische Stimmung verschlechtert, könnte selbst das Einstiegsticket der Wall Street nicht ausreichen, um den Ripple-Token vor einem weiteren Absturz in Richtung 2,16 $ zu retten.
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