US-Behörden untersuchen Berichten zufolge den Bitcoin-ASIC-Hersteller Bitmain wegen nationaler Sicherheitsrisiken

US-Behörden untersuchen Berichten zufolge den Bitcoin-ASIC-Hersteller Bitmain wegen nationaler Sicherheitsrisiken
Charles Thuo
21. Nov. 2025, 18:29 PM
  • Die USA untersuchen Bitmain wegen möglicher Fernsteuerungsrisiken in seiner ASIC-Hardware.
  • Chinesische Unternehmen dominieren Bergbauausrüstung, wodurch US-Bergleute exponiert sind.
  • Das mit Trump verbundene Mining-Unternehmen ist ebenfalls stark auf Bitmain-Maschinen angewiesen.

Die US-Behörden prüfen laut einem Bloomberg-Bericht den chinesischen Bitcoin-Mining-Riesen Bitmain wegen Bedenken, dass dessen Hardware nationale Sicherheitsrisiken darstellen könnte.

Die Untersuchung hat in der gesamten Krypto-Mining-Branche Aufmerksamkeit erregt, die stark auf die Ausrüstung des Unternehmens angewiesen ist.

Untersuchung durch das Department of Homeland Security

Die Untersuchung, intern als "Operation Red Sunset" bekannt, wird vom Department of Homeland Security geleitet.

Quellen, die in der Veröffentlichung zitiert werden, sagen, dass sich die Untersuchung darauf konzentriert, ob Bitmains Maschinen über versteckte Fernsteuerungsfunktionen verfügen, die zur Überwachung oder zur Störung von Teilen des US-Stromnetzes genutzt werden könnten.

Ende letzten Jahres pausierte der US-Zoll und Grenzschutz die Lieferungen von Bitmain-Hardware, und Tausende von ASIC-Einheiten wurden zurückgehalten, bevor sie im März schrittweise freigegeben wurden.

Laut dem Bericht haben die Ermittler sogar einige ASICs zerlegt, um nach schädlichen Komponenten zu suchen, obwohl die Behörden bisher nicht offengelegt haben, was sie gefunden haben.

Bitmain wies jedoch in einer im Bericht zitierten Erklärung die Vorwürfe entschieden zurück.

Das Unternehmen erklärte außerdem, dass es von einer laufenden Untersuchung nichts weiß.

Amerikanischer Bitcoin geriet ins Kreuzfeuer

Die Untersuchung berührt auch ein politisch sensibles Thema. American Bitcoin, ein Mining-Unternehmen, das von Mitgliedern der Familie von Präsident Donald Trump unterstützt wird, hat Tausende von Bitmain-Maschinen gekauft.

Im August erwarb das Unternehmen mehr als 16.000 Antminer-U3S21EXPH-Einheiten.

Außerdem übernahm es durch eine frühere Übernahme Zehntausende von Bitmain S21+-Geräten.

Das Unternehmen hat signalisiert, dass es Zugang zu der nächsten Generation der ASIC-Infrastruktur hat.

SEC-Einreichungen zeigen, dass American Bitcoin Ausrüstung mit verpfändetem Bitcoin gekauft hat.

Aufgrund der Dominanz von Bitmain ist American Bitcoin nur einer von vielen US-Minern, die mit Welleneffekten der Untersuchung konfrontiert werden könnten.

Einige Unternehmen spürten bereits Anfang dieses Jahres Druck, als Handelsspannungen zwischen den USA und China die Lieferungen von ASIC verzögerten.

Chinesische Dominanz im Bergbau

Die Untersuchung erfolgt zu einer Zeit, in der der globale Bergbausektor stark von chinesischen Herstellern abhängig ist.

Eine Cambridge-Studie zeigt, dass Bitmain über 80 % des Bitcoin-ASIC-Marktes kontrolliert.

Zusammen mit dem Konkurrenten MicroBT, ebenfalls in China ansässig, halten die beiden Unternehmen etwa 97 % des weltweiten Marktanteils.

Diese überwältigende Dominanz lässt US-Bergleute nur wenige Alternativen, falls es zu Einschränkungen oder weiteren Verzögerungen kommt.

Jede Unterbrechung der Versorgung neuer ASICs könnte die Expansionspläne verzögern und die Betriebskosten für amerikanische Bergbauunternehmen erhöhen.

Die Industrie bereitet sich auf Fallouts vor

Viele Bergbauunternehmen beobachten die Entwicklungen nun genau, da die Möglichkeit von Sanktionen, Importbeschränkungen oder neuen Sicherheitsanforderungen die Hardware-Landschaft in den Vereinigten Staaten grundlegend verändern könnte.

Einige Unternehmen prüfen inländische Anbieter, obwohl der US-Chipsektor noch keine wettbewerbsfähige Alternative zu chinesischen Bergbauanlagen gefunden hat.

Bislang haben Bundesbeamte keinen Zeitplan für die Untersuchung genannt, sodass die Bergleute auf Klarheit warten, während sie Expansionspläne abwägen und steigende Energiekosten bewältigen.