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Der öffentliche Streit der Neo-Mitbegründer sorgt für Besorgnis über Governance und Fondskontrolle

Der öffentliche Streit der Neo-Mitbegründer sorgt für Besorgnis über Governance und Fondskontrolle
Charles Thuo
31. Dez. 2025, 12:47 PM
  • Neo-Mitbegründer geraten in Streit über Fondskontrolle und Transparenz der Governance.
  • Da Hongfei wird 2026 den Fokus auf NeoX und SpoonOS verlagern.
  • Führungsstreitigkeiten wecken Bedenken hinsichtlich des Vertrauens und der Verbreitung der Entwickler.

In einer dramatischen Wendung, die die Kryptowährungswelt erschüttert, sind die Neo-Mitbegründer Da Hongfei und Erik Zhang in einen öffentlichen Streit über die Governance und das Finanzmanagement der Blockchain eingegangen und werfen dabei kritische Fragen zu Dezentralisierung und Transparenz auf.

Erstmals am 15. Dezember 2024 von Wu Blockchain berichtet, offenbart der Konflikt tiefe Spaltungen innerhalb eines der führenden Layer-1-Blockchain-Projekte, was das Vertrauen der Investoren und die langfristige Stabilität der Plattform beeinträchtigen könnte.

Konflikt um Fondskontrolle und -verwaltung

Ursprünglich 2014 als Antshares gestartet und 2017 in Neo umbenannt, positioniert sich die Blockchain als "Smart Economy"-Plattform, die mit Ethereum und anderen Layer-1-Netzwerken konkurriert.

Der öffentliche Konflikt zwischen den Mitbegründern findet zu einer sensiblen Zeit statt, da die regulatorische Kontrolle zunimmt und institutionelle Investoren zunehmend Transparenz und Rechenschaftspflicht bei Blockchain-Projekten fordern.

Der Streit dreht sich um die Kontrolle über Neos Fonds und Konsensmechanismen.

Da Hongfei hat öffentlich behauptet, dass Zhang den Großteil der finanziellen Ressourcen und der Stimmrechte von Neo über die Konsensknoten des Netzwerks kontrolliert.

Da argumentiert, dass diese Zentralisierung den dezentralisierten Prinzipien widerspricht, die typischerweise von Blockchain-Projekten vertreten werden, und behauptet, dass Zhang die Übertragung persönlich verwalteter NEO- und GAS-Tokens auf die Multi-Signatur-Wallet der Neo Foundation verzögert hat – eine Standard-Sicherheitspraxis in der Kryptowährungs-Governance.

Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Governance-Herausforderungen von Neo größere Probleme im Blockchain-Sektor widerspiegeln.

Dr. Sarah Chen, Spezialistin für Blockchain-Governance, stellte fest, dass "viele Blockchain-Projekte mit zentralisierten Entwicklungsteams beginnen und der Übergang zu dezentraler Governance Spannungen verursachen kann."

Bedenken der finanziellen Transparenz

Zhang hat Da's Vorwürfe mit der Aufmerksamkeit auf die mangelnde Transparenz in der Finanzberichterstattung der Neo Foundation hingewiesen.

Er hat auf einen umfassenden, überprüfbaren Bericht über die Finanzen der Stiftung gedrängt, der die wachsenden Erwartungen im Kryptosektor an eine klare Aufsicht über Token-Treasuries und Entwicklungsfonds widerspiegelt.

Als Reaktion darauf hat Da zugesagt, den Finanzbericht der Stiftung im ersten Quartal 2026 zu veröffentlichen, doch der Zeitpunkt wirft Fragen auf, warum eine solche Offenlegung nicht bereits Standardpraxis war.

Die Neo Foundation, die mit der Unterstützung der Blockchain-Entwicklung und des Ökosystemwachstums beauftragt ist, kontrolliert Berichten zufolge bedeutende Bestände an NEO- und GAS-Tokens.

Die genauen Beträge bleiben jedoch unbekannt, was bei institutionellen Investoren Bedenken ausgelöst hat, die eine Gewissheit über Governance-Klarheit und finanzielle Rechenschaftspflicht suchen.

Führungswechsel

Um den Streit noch komplizierter zu machen, bestätigte Erik Zhang, dass Da Hongfei plant, sich ab dem 1. Januar 2026 von der direkten Beteiligung an der Mainnet-Entwicklung von Neo zurückzuziehen.

Stattdessen wird Da seine Beschäftigung auf NeoX, Neos ehrgeiziges Cross-Chain-Interoperabilitätsprotokoll, und SpoonOS konzentrieren, ein Blockchain-Betriebssystem, das die Erstellung und Bereitstellung dezentraler Anwendungen (dApps) optimieren soll.

Dieser Übergang markiert einen bedeutenden Wandel in der Führung von Neo und wirft entscheidende Fragen zur zukünftigen Ausrichtung der Plattform auf.

Während Da's Schritt es ihm ermöglichen könnte, sich auf innovative Erweiterungen über Neos derzeitige Smart-Contract-Plattform hinaus zu konzentrieren, legt er zudem eine größere Verantwortung auf Zhang und die verbleibende Führung, um Stabilität und Kontinuität im Kernnetzwerkbetrieb sicherzustellen.

Der Zeitpunkt dieser Ankündigung, angesichts eines öffentlichen Streits über Governance und Fondskontrolle, verstärkt die Bedenken hinsichtlich möglicher strategischer Fehlanpassungen innerhalb des Projekts.