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Südkorea erwägt präventive Kontosperrungen wegen Manipulation von Krypto-Preisen

Südkorea erwägt präventive Kontosperrungen wegen Manipulation von Krypto-Preisen
Charles Thuo
06. Jan. 2026, 13:45 PM
  • Die südkoreanischen Regulierungsbehörden versuchen, Kryptokonten einzufrieren, bevor verdächtige Gewinne zurückgezogen werden.
  • Der Vorschlag passt Instrumente des Aktienmarktes an, um Manipulation von Krypto-Preisen zu verhindern.
  • Der Vorschlag ist Teil eines umfassenderen Vorgehens, die Aufsicht zu verschärfen und Investoren zu schützen.

Die Finanzdienstleistungskommission Südkoreas (FSC) prüft einen Vorschlag zur Erlaubnis von präventiven Kontosperren.

Laut lokalen Quellen definiert der Vorschlag ein System, das als "Zahlungsaussetzung" bezeichnet wird und es den Behörden ermöglichen würde, verdächtige Kryptotransaktionen zu blockieren, bevor illegale Gewinne verschoben oder versteckt werden können.

Dieser Schritt soll die besonderen Herausforderungen der Kryptowährungsmärkte adressieren.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Wertpapieren können Krypto-Vermögenswerte schnell in private Wallets übertragen werden, was die Durchsetzung erschwert.

Die südkoreanischen Behörden argumentieren, dass das Warten auf die Genehmigung des Gerichts Manipulatoren oft Zeit gibt, ihre Gewinne zu verbergen.

Das vorgeschlagene System würde vor Gerichtsverfahren vorgehen und nicht realisierte Gewinne im Zusammenhang mit verdächtigem Handel anvisieren.

Auf Erfahrung aus dem Wertpapiermarkt zurückgreifend

Südkorea verfügt bereits über ähnliche Durchsetzungsinstrumente am Aktienmarkt.

Das Kapitalmarktgesetz erlaubt es Aufsichtsbehörden, Konten einzufrieren, die im Verdacht stehen, unfairen Handel zu haben.

Dieser Mechanismus hat sich als wirksam erwiesen, um manipulative Aktivitäten in traditionellen Märkten zu begrenzen.

Der neue Vorschlag würde diese Befugnisse auf Krypto Börsen ausweiten.

Durch die Anwendung eines vertrauten Rahmens hoffen Regulierungsbehörden, die Marktintegrität zu wahren, ohne völlig neue Regeln einzuführen.

Beamte weisen darauf hin, dass die Zahlungsaussetzung nur für Konten gilt, die Anzeichen von Manipulation zeigen.

Das Ziel ist es, zu verhindern, dass verdächtige Akteure illegale Gewinne liquidieren oder verbergen.

Dieser präventive Ansatz spiegelt Lehren aus früheren Durchsetzungsverzögerungen wider.

Derzeit können die Behörden erst nach einer gerichtlichen Anordnung eingreifen, was Zeit in Anspruch nehmen kann.

Während dieses Zeitraums können Vermögenswerte in externe Wallets verlagert werden, was die Rückgewinnungsmaßnahmen erschwert.

Das vorgeschlagene System zielt darauf ab, diese Durchsetzungslücke zu schließen.

Der breitere regulatorische Kontext für Kryptowährungen

Diese Initiative ist Teil von Südkoreas umfassenderen Bestreben, die Krypto-Aufsicht zu verschärfen.

Die FSC entwickelt eine Krypto-Gesetzgebung in der zweiten Phase, um den Anlegerschutz zu verbessern.

Mögliche Vorschriften umfassen die Aufsicht über Stablecoins und strengere Anti-Markt-Manipulationsregeln.

Die Behörden haben auch darüber gesprochen, die Börsen für Verluste durch Hacks oder Systemausfälle haftbar zu machen.

Darüber hinaus hat der National Tax Service (NTS) seine Fähigkeit signalisiert, Vermögenswerte in Cold Wallets während Steueruntersuchungen zu beschlagnahmen.

Zusammen zeigen diese Maßnahmen einen umfassenden Ansatz zur Verbesserung der Rechenschaftspflicht im Kryptosektor.

Beamte weisen darauf hin, dass eine frühzeitige Intervention der Schlüssel zur Erhaltung der Rückverfolgbarkeit digitaler Vermögenswerte ist.

Indem sie handeln, bevor Gelder die Börsen verlassen, können die Behörden effektivere Untersuchungen sicherstellen.

Das Zahlungsaussetzungssystem würde einen rechtlichen Mechanismus bieten, um Vermögenswerte in kritischen Momenten einzufrieren.

Dieser Ansatz spiegelt die Praktiken des Wertpapiermarktes wider und passt sie gleichzeitig an die einzigartigen Risiken des Kryptohandels an.

Die Unterstützung innerhalb des FSC scheint stark zu sein, wobei die Kommissare die Bedeutung proaktiver Maßnahmen betonen.

Der Vorschlag spiegelt die Anerkennung wider, dass schneller Handel und einfache Transfers die Kryptomärkte besonders anfällig für Manipulationen machen.

Wenn es umgesetzt wird, könnte Südkorea einer der ersten großen Märkte werden, der den Regulierungsbehörden die Möglichkeit gibt, Krypto-Konten vorsorglich einzufrieren.

Ein solches System könnte als Modell für andere Länder dienen, die Schwierigkeiten haben, Innovation mit Investorenschutz in Einklang zu bringen.