Bitcoin stagniert bei etwa 90.000 $, da die Börsenzuflüsse steigen und On-Chain-Verluste zurückkehren

  • Über 17.000 BTC flossen vom 20. bis 21. Januar an die Börsen, was den Angebotsdruck nahe dem Widerstand von 90.000 $ erhöhte.
  • Der Kurzzeitinhaber SOPR fiel unter 1,0, was darauf hindeutet, dass die jüngsten Käufer im Durchschnitt mit Verlust verkaufen.
  • CryptoQuant zeigt eine Rückkehr zu realisierten Nettoverlusten an, während BTCs Schwäche gegenüber Gold Vorsicht erhöht.

Der Anstieg von Bitcoin auf 90.000 $ stockte, als eine Welle von Coins an die Börsen floss, während On-Chain-Daten zeigten, dass Inhaber erstmals seit Oktober 2023 in realisierte Nettoverluste abrutschten.

Gleichzeitig haben sich die Spotmarktsignale aufgehellt und ein gemischtes Szenario geschaffen, in dem steigendes Angebot auf vorläufige Nachfrage trifft, so mehrere Analysefirmen.

Zwischen dem 20. und 21. Januar gingen mehr als 17.000 BTC an die Börsen, während wichtige Rentabilitätskennzahlen unter den Break-even fielen.

Doch die Spot-Buy-Stärke an den wichtigsten Veranstaltungsorten hat zugenommen, was auf eine Stabilisierung hindeutet, obwohl die Rallyen auf Widerstand stoßen.

Börsenzuflüsse testen den Widerstand von 89.000–90.000 US-Dollar

Der Bitcoin-Forscher Axel Adler Jr. stellte fest, dass die Zuflüsse der Börse vom 20. bis 21. Januar über 17.000 BTC betrugen, darunter 9.867 BTC am 20. Januar und 6.786 BTC am 21. Januar.

Das steht in starkem Kontrast zur durchschnittlichen täglichen Nettozufluss-Reichweite im Januar von –2.000 bis +2.000 BTC.

Obwohl sich die Nettoströme inzwischen auf +296 BTC normalisiert haben, erzeugen die angesammelten Zuflüsse einen Angebotsüberhang nahe dem aktuellen Niveau, wodurch die Zone 89.000–90.000 $ zu einem wichtigen Widerstandstest wird.

Rentabilitätsrückgänge für jüngste Käufer

Das kurzfristige Inhaber-SOPR, das misst, ob aktuelle Käufer mit Gewinn oder Verlust verkaufen, fiel unter die Break-even-Marke von 1,0.

Der siebentägige SMA liegt bei 0,996, und beim jüngsten Kurstief von etwa 87.500 $ fiel SOPR auf 0,965, was einen durchschnittlichen Verlust von 3,5 % für kurzfristige Inhaber bedeutet.

Die Spotnachfrage verbessert sich, bleibt aber gering

Glassnode-Daten deuten auf eine sich verbessernde Spot-Umgebung hin.

Binance und das kumulative Volumen-Delta der aggregierten Börse (CVD) sind zum Buy-dominanten geworden, während der Verkaufsdruck auf Coinbase nachgelassen hat.

Allerdings hat der Rückgang des Gemeinkostenangebots noch nicht die starke Nachfrage gedeckt. Die aggregierten Spot-CVDs erreichten Höchstwerte, die zuletzt im April 2025 gesehen wurden, einer Periode, die der Streckenerweiterung vorausging, doch die aktuellen Zuflüsse sind weiterhin unzureichend, um einen Ausbruch zu erzwingen.

Inhaber wechseln zu Nettoverlusten

Daten von CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin-Inhaber erstmals seit Oktober 2023 in eine Phase der realisierten Nettoverluste eingetreten sind.

Seit dem 23. Dezember haben Investoren zusammen rund 69.000 BTC Verluste realisiert, was auf eine Abkehr von den Gewinnmitnahmebedingungen hindeutet.

Das realisierte Gewinnmomentum hat seit Anfang 2024 stetig nachgelassen und erreichte niedrigere Spitzenwerte im Januar 2024, Dezember 2024, Juli 2025 und Oktober 2025.

Die jährlichen realisierten Gewinne haben sich von etwa 4,4 Millionen BTC im Oktober auf etwa 2,5 Millionen BTC verdichtet, ein Niveau, das zuletzt im März 2022 zu beobachten war.

Das Unternehmen zieht Parallelen zum Übergang 2021–2022, als die Gewinne ihren Höhepunkt erreichten, bevor sie vor einem Bärenzyklus negativ umdrehten, und bezeichnet das Muster eher als warnendes Zeichen denn als Prognose.

Unterperformance im Vergleich zu Gold

CryptoQuant weist außerdem darauf hin, dass Bitcoin weiterhin einen starken Bärentrend gegenüber Gold aufweist, wobei das BTC/XAU-Verhältnis monatelange Rückgänge verlängert.

Historisch gesehen brauchen solche Phasen Zeit, um sich umzukehren, was darauf hindeutet, dass eine anhaltende relative Schwäche bestehen bleibt.

Was man als Nächstes sehen sollte

Wichtige kurzfristige Indikatoren sind, ob die Börsenzuflüsse weiter nachlassen, ob SOPR 1,0 zurückgewinnen kann und ob buy-dominante Spotflüsse erhalten bleiben.

Auch die Stablecoin-Dynamik könnte eine Rolle spielen: Der Analyst Darkfost hob hervor, dass das Stablecoin Supply Ratio nach der jüngsten Korrektur den stärksten Rückgang des Zyklus verzeichnete, was darauf hindeutet, dass die Marktkapitalisierung von Bitcoin schneller fiel als die Liquidität von Stablecoin.

Insgesamt deuten die Daten auf einen Markt hin, der einen Angebotsüberhang ausbalanciert und die Gewinndynamik gegenüber den ersten Anzeichen einer Spot-Stabilisierung schwächt.

Bis die Kaufüberzeugung gestärkt ist, könnten Rallyen von etwa 89.000–90.000 US-Dollar Verkäufer anziehen und die Volatilität hochhalten.