Warum die AMD-Aktie heute rund 2 % im Minus ist

Warum die AMD-Aktie heute rund 2 % im Minus ist
Utkarsh Roshan
02. März 2026, 18:22 PM

Die Aktien von Advanced Micro Devices fielen am Montag, obwohl das Unternehmen seine neuesten, KI-fähigen Prozessoren vorstellte – es ist die erste Veröffentlichung von Ryzen-AI‑Chips für Desktop‑Systeme.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung notierte die AMD-Aktie rund 2 % tiefer bei $196.

Die Aktie fiel trotz der Ankündigung, in der auf dem Mobile World Congress 2026 die Ryzen AI 400 Series und die Ryzen AI PRO 400 Series Desktop‑Prozessoren vorgestellt wurden.

Frühere Iterationen der Ryzen‑AI‑Chips waren auf Laptops beschränkt.

In einer Pressemitteilung erklärte AMD, die neuen Prozessoren lieferten „leistungsstarke On‑Device‑KI‑Beschleunigung und Performance der nächsten Generation“, sodass Anwender KI‑Anwendungen und große Sprachmodelle lokal ausführen können und gleichzeitig rechenintensive Aufgaben in Bereichen wie Design und Engineering bewältigt werden.

Das Unternehmen erweiterte zudem seine mobile Ryzen AI 400 Series um Workstations, sodass OEMs KI‑fokussierte PCs für Desktops, Laptops und mobile Workstations anbieten können, die für moderne Workloads optimiert sind.

Copilot+-Desktop-Unterstützung und KI-Beschleunigung

AMD erklärte, die Ryzen AI 400 Series seien die ersten Prozessoren, die für die nächste Generation von Desktop‑KI‑PCs entwickelt wurden und Microsoft Copilot+ PC‑Erfahrungen unterstützen.

Die Prozessoren verfügen über eine Neural Processing Unit, die bis zu 50 TOPS KI‑Rechenleistung liefern kann und es KI‑Assistenten sowie Produktivitätstools ermöglicht, lokal auf den Geräten zu laufen.

Laut AMD trägt dieser Ansatz dazu bei, dass sensible Daten auf dem PC verbleiben, und bietet gleichzeitig bessere Kontrolle, Leistung und Privatsphäre.

„Der Desktop‑PC entwickelt sich von einem Werkzeug, das man benutzt, zu einem intelligenten Assistenten, der neben einem arbeitet“, sagte Jack Huynh, Senior Vice President und General Manager der Computing and Graphics Group bei AMD.

„Mit den Ryzen AI 400 Series Prozessoren – den weltweit ersten, die für neue Copilot+‑Erfahrungen auf dem Desktop entwickelt wurden – bringen wir leistungsstarke KI‑Beschleunigung, die unsere Partner befähigt, Systeme zu bauen, die sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern ermöglichen, mehr zu leisten und mehr zu schaffen.“

UBS bekräftigt Kaufempfehlung

Separat berichtete Investing.com, dass UBS die Kaufempfehlung für AMD bekräftigte und ein Kursziel von $310 ausgab. Die Bank äußerte Vertrauen in das Umsatzwachstum für 2027.

UBS wies darauf hin, dass AMD die Möglichkeit signalisiert habe, einen dritten Kunden im Gigawatt‑Bereich zu gewinnen, zusätzlich zu den bestehenden Vereinbarungen mit OpenAI und Meta Platforms.

Die Bank nannte Microsoft als wahrscheinlichsten Kandidaten.

Laut UBS wies AMD Bedenken zurück, wonach Optionsstrukturen und 10%ige Eigenkapitalbeteiligungen, die Meta und OpenAI eingeräumt wurden, zu Standardanforderungen für künftige Gigawatt‑Deals würden.

Das Unternehmen charakterisierte diese Vereinbarungen als einzigartig für Entwickler großer Sprachmodelle, die bedeutende Teile des KI‑Ökosystems kontrollieren.

UBS fügte hinzu, dass AMD die Eigenkapitalstrukturen langfristig als wertsteigernd betrachtet und als Mittel, um Marktanteilsgewinne im breiteren Accelerator‑Markt zu beschleunigen.

Der Chiphersteller äußerte außerdem Optimismus für sein CPU‑Segment und sieht Aufwärtspotenzial gegenüber der im langfristigen Finanzmodell prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 18 %.

UBS sagte, AMD erwarte ein Wachstum, das sowohl durch eine Ausweitung der Stückzahlen als auch durch höhere durchschnittliche Verkaufspreise getrieben werde.

Die Bank bezeichnete AMD jedoch eher als Investitionsstory für die zweite Hälfte 2026, wobei Lieferungen des MI450 im Zusammenhang mit der Vereinbarung mit OpenAI voraussichtlich dann beginnen sollen, gefolgt von Lieferungen an Meta.