XRP droht erneut die Unterstützung bei $1,26 zu testen — Nachfrage der Privatanleger schwächt sich ab

XRP droht erneut die Unterstützung bei $1,26 zu testen — Nachfrage der Privatanleger schwächt sich ab
Hassan Maishera
03. März 2026, 12:13 PM
  • XRP ist um 1 % gefallen und damit der schlechteste Performer unter den Top‑10.
  • Die Nachfrage der Privatanleger nimmt ab, während das institutionelle Interesse nur mäßig bleibt.
  • XRP könnte das Samstagstief von $1,27 erneut testen, falls der bärische Trend anhält.

XRP von Ripple ist in den letzten 24 Stunden der schlechteste Performer unter den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung. 

Die Kryptowährung ist seit Montag um 1 % gefallen und bleibt unter Druck.

Sie könnte die untere Unterstützungszone bei $1,26, die am Samstag gebildet wurde, erneut testen, nachdem die Vereinigten Staaten (US) in Zusammenarbeit mit Israel Angriffe auf Iran gestartet und den Obersten Führer des Landes, Ali Khamenei, getötet hatten.

XRP sieht sich schwacher Nachfrage von Privatanlegern gegenüber

XRP hat in den letzten Tagen unterdurchschnittlich abgeschnitten, da das Interesse der Privatanleger nachlässt.

Laut CoinGlass ist das Open Interest (OI) von XRP am Dienstag auf $2,09 Mrd. gesunken, von $2,19 Mrd. am Montag, was die Risikobereitschaft untergräbt.

Das OI befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit Januar 2025.

Dies steht im Gegensatz zu den $10,94 Mrd. im Juli, die mit dem Erreichen des aktuellen Allzeithochs von $3,66 durch XRP zusammenfielen. 

Das rückläufige OI deutet darauf hin, dass Anleger nicht bereit sind, Risiken einzugehen, und lieber Positionen schließen, als neue zu eröffnen.

Zudem bleibt das institutionelle Interesse an XRP gering, trotz der am Freitag verzeichneten Zuflüsse von $2,21 Mio. in Spot‑ETFs.

Laut SoSoValue beliefen sich die kumulierten Zuflüsse letzte Woche auf $9,55 Mio., womit das verwaltete Vermögen auf $983 Mio. anwuchs.

XRP bleibt unterdurchschnittlich, obwohl Produkte für digitale Vermögenswerte letzte Woche Zuflüsse von $1 Mrd. verzeichneten und damit eine fünf Wochen andauernde Abflussserie beendeten 

In seinem Bericht erklärte CoinShares, dass Anlageprodukte für digitale Vermögenswerte letzte Woche Zuflüsse von $1 Mrd. verzeichneten und damit eine fünfwöchige Abflussserie beendeten, die sich auf insgesamt $4,0 Mrd. belief.

Makroökonomisch ist es schwierig, die Stimmungsänderung auf einen einzelnen Auslöser zurückzuführen. 

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Momentum‑Indikatoren bleiben für XRP bärisch

Ähnlich wie bei Bitcoin und Ether bleibt der 4‑Stunden‑Chart von XRP bärisch: Er notiert bei rund $1,35 und liegt damit deutlich unter den 50‑, 100‑ und 200‑Tage‑Exponentiell gleitenden Durchschnitten (EMAs), die zwischen $1,58 und $2,05 liegen.

Die drei gleitenden Durchschnitte fallen und halten den übergeordneten Trend unter Druck, trotz der jüngsten Erholung vom Samstagstief bei $1,26.

Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt im 4‑Stunden‑Chart weiterhin unter der Signallinie, was ein leicht bärisches Momentum signalisiert.

Gleichzeitig liegt der Relative Strength Index (RSI) bei rund 49 unter der Neutralzone, was die Einschätzung untermauert, dass Verkäufer trotz abgeschwächtem Abwärtsmomentum weiterhin die Oberhand behalten.

Die Bullen konnten den unmittelbaren Widerstand bei $1,40 nicht überwinden; jüngste Kerzen haben die fallende Trendlinie nicht durchbrochen. 

XRP/USD 4‑Stunden‑Chart

Kurzfristig könnte XRP zudem auf weitere Aufwärtshemmnisse stoßen, wobei der 50‑Tage‑EMA bei $1,59 liegt.

Ein Tagesschluss über dem 50‑Tage‑EMA würde den mittelfristigen bärischen Druck verringern und es den Bullen ermöglichen, in Richtung des 100‑Tage‑EMA bei $1,81 vorzustoßen.

Fällt die Unterstützung bei $1,26 und schließt die Tageskerze bärisch, wäre XRP dem Februartief bei $1,12 ausgesetzt.