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Binance strebt fünf neue Krypto‑Lizenzen in Asien an, da APAC-Adoption zunimmt

Binance strebt fünf neue Krypto‑Lizenzen in Asien an, da APAC-Adoption zunimmt
Diya Poddar
04. März 2026, 07:45 AM

Binance beschleunigt seine regulatorische Expansion in ganz Asien, da die Krypto‑Adoption in der Region an Fahrt gewinnt.

Die weltweit größte Krypto‑Börse bereitet sich darauf vor, in diesem Jahr fünf zusätzliche Lizenzen in asiatischen Märkten zu erhalten, was die wachsende Bedeutung der Asien‑Pazifik‑Region im globalen Digital‑Asset‑Ökosystem widerspiegelt.

Die Expansion erfolgt, während die Krypto‑Handelsaktivität in APAC weiterhin andere Regionen übertrifft.

Regierungen in ganz Asien schaffen zudem klarere regulatorische Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte und ermutigen Börsen, vor einer Ausweitung ihrer Dienste formelle Genehmigungen einzuholen.

Binance ist bereits in mehreren lizenzierten asiatischen Rechtsordnungen tätig und arbeitet nun daran, seinen regulatorischen Fußabdruck zu vertiefen, während das Unternehmen neue Chancen in Schlüsselmärkten prüft.

Ausbau der Lizenzierung in Asien

Binance erwartet, in diesem Jahr fünf zusätzliche Lizenzen in Asien zu erhalten, sagte SB Seker, der Leiter der Asien‑Pazifik‑Region des Unternehmens, in einem Interview mit Nikkei Asia.

Seker, der letztes Jahr zu Binance stieß, sagte, die Börse arbeite mit Regulierungsbehörden in mehreren Märkten zusammen, nannte jedoch nicht, welche Länder von den bevorstehenden Genehmigungen betroffen seien.

Binance verfügt derzeit über Lizenzen in Indien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Thailand und Australien.

Durch zusätzliche Genehmigungen würde sich die globale regulatorische Reichweite auf mehr als 20 lizenzierte Jurisdiktionen ausdehnen.

Einige Lizenzierungsverfahren stehen kurz vor dem Abschluss, während in anderen Märkten die Gespräche mit den Behörden andauern.

Bei diesen Gesprächen geht es darum, Binances Betriebsmodell zu erläutern und sicherzustellen, dass die Börse die lokalen regulatorischen Anforderungen erfüllen kann.

APAC treibt weltweites Krypto‑Wachstum an

Die Lizenzoffensive unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Asien‑Pazifik‑Region für die globale Krypto‑Branche.

APAC hat sich als die am schnellsten wachsende Region für Krypto‑Adoption etabliert, gestützt auf starke Beteiligung von Privatanlegern und sich ausweitende Ökosysteme für digitale Vermögenswerte.

APAC übertraf im vergangenen Jahr sowohl die USA als auch Europa im Einzelhandels‑Krypto‑Handel.

Der Trend hat große Börsen dazu veranlasst, ihre Präsenz in asiatischen Märkten zu verstärken, in denen die Nachfrage nach Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte weiter wächst.

Der wachsende Einfluss der Region hat Regulierungsbehörden zudem veranlasst, Lizenzregime zu schaffen, die Börsen überwachen sollen und gleichzeitig dem Sektor ermöglichen, sich unter klareren Regeln zu entwickeln.

Wiedereinstieg in Singapur geplant

Singapur ist ein weiterer Markt, in den Binance im Rahmen seiner Regionalstrategie wieder eintreten möchte.

Die Börse zog 2021 ihre Retail‑Dienste aus Singapur zurück, nachdem regulatorische Herausforderungen aufgetreten waren.

Binance bietet in dem Land jedoch weiterhin institutionelle Dienstleistungen an.

Seker sagte, das Unternehmen prüfe Möglichkeiten für einen Wiedereinstieg in Singapur mit Retail‑Angeboten und deutete an, dass eine erneute Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden den Weg für eine Rückkehr ebnen könnte.

Singapur bleibt eines der wichtigsten Finanz‑ und Fintech‑Zentren Asiens und damit ein bedeutender Standort für globale Krypto‑Unternehmen, die regionale Einflussnahme anstreben.

Prüfungen wegen Sanktionenvorwürfen

Binances Expansionspläne laufen parallel zu Fragen, die im Zusammenhang mit angeblichen Transaktionen mit sanktionierten Akteuren aufgeworfen werden.

Jüngste Berichte behaupteten, dass rund $1.7 billion an Kryptowährungen an iranische Stellen geflossen seien, die mit terroristischen Gruppen in Verbindung stehen.

Nach den Berichten leitete US‑Senator Richard Blumenthal letzten Monat eine formelle Untersuchung ein.

Binance hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Das Unternehmen erklärte außerdem, dass es die direkte Exponierung gegenüber sanktionierten Märkten um mehr als 97 % reduziert habe.

Die Börse gab an, ihre Compliance‑Infrastruktur in den letzten Jahren ausgebaut, Know‑Your‑Customer‑Verfahren gestärkt und ein größeres Compliance‑Team aufgebaut zu haben, um die Einhaltung regulatorischer Vorgaben zu überwachen.