Visa und Bridge weiten Stablecoin-Karten aus – Krypto-Zahlungen werden global

Visa und Bridge weiten Stablecoin-Karten aus – Krypto-Zahlungen werden global
Diya Poddar
04. März 2026, 11:00 AM

Stablecoins dringen weiter in den Alltagszahlungsverkehr vor, da Visa und Bridge eine umfangreiche Ausweitung ihres an Stablecoins gebundenen Kartenprogramms vorbereiten.

Die Initiative zielt darauf ab, das Produkt bis Ende 2026 in mehr als 100 Länder zu bringen und signalisiert damit eine Veränderung in der Nutzung digitaler Vermögenswerte im globalen Handel.

Die Karten ermöglichen es Nutzern, in Krypto-Wallets gehaltene Stablecoins über das Zahlungsnetzwerk von Visa auszugeben.

Durch die Ausweitung auf Europa, Asien-Pazifik, Afrika und den Nahen Osten könnte die Initiative den Zugang zu Stablecoin-Zahlungen verbreitern.

Das Projekt spiegelt zudem das wachsende Interesse von Krypto-Plattformen und Fintech-Entwicklern wider, Blockchain-Vermögenswerte in traditionelle Finanzsysteme zu integrieren.

Stablecoin-Karten werden global ausgeweitet

Visa und Bridge bestätigten Pläne, das an Stablecoins gebundene Kartenprodukt bis Ende 2026 in mehr als 100 Länder auszurollen.

Die Ausweitung wird sich auf Europa, Asien-Pazifik, Afrika und den Nahen Osten konzentrieren.

Bridge agiert als Infrastrukturplattform für Stablecoins, die Unternehmen und Fintech-Entwicklern ermöglicht, Visa-Karten auszugeben, die durch Stablecoin-Salden gedeckt sind.

Das Unternehmen wurde von Stripe übernommen und entwickelt Werkzeuge, die Blockchain-Vermögenswerte mit traditionellen Zahlungssystemen verbinden.

Das Kartenprogramm wurde im vergangenen Jahr vorgestellt und ist derzeit in 18 Ländern verfügbar.

Nutzer in diesen Märkten können Krypto-Wallets mit einer Visa-Karte verknüpfen und Stablecoins bei Händlern ausgeben, die Visa-Zahlungen akzeptieren.

Indem sie den Service über mehrere Kontinente ausdehnen, wollen Visa und Bridge Stablecoin-Karten von einer spezialisierten Krypto-Funktion zu einer breit verfügbaren Zahlungsoption machen.

Krypto-Wallets ermöglichen Ausgaben

Mehrere Anbieter von Krypto-Wallets haben bereits damit begonnen, die Karten in ihre Plattformen zu integrieren.

Dienste wie Phantom und MetaMask ermöglichen Nutzern, direkt aus Wallet-Salden mit Stablecoins zu bezahlen.

Das befähigt Millionen von Krypto-Nutzern, digitale Vermögenswerte für Alltagskäufe zu verwenden, ohne sie vorher in traditionelle Währungen umzutauschen.

Transaktionen laufen über Visas Händlernetzwerk, sodass Kunden Stablecoins bei Unternehmen ausgeben können, die Visa-Karten akzeptieren.

Das Modell vereinfacht Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten und eliminiert Schritte, die deren praktische Nutzung im Alltagszahlungsverkehr bisher eingeschränkt haben.

Visa prüft Abwicklung mit Stablecoins

Parallel zur Kartenausweitung untersucht Visa, wie von Bridge ausgegebene Vermögenswerte innerhalb seiner Zahlungsinfrastruktur eine größere Rolle spielen könnten.

Das Unternehmen prüft, ob diese Vermögenswerte in künftigen Transaktionen unterstützt werden könnten.

Die Überprüfung konzentriert sich darauf, ob Stablecoin-Vermögenswerte in Visas Netzwerk als zusätzliche Abwicklungsoption für Partner integriert werden könnten.

Ein solches System könnte Unternehmen im Visa-Ökosystem ermöglichen, Transaktionen mit Stablecoins abzuwickeln, anstatt sich vollständig auf traditionelle Finanzinfrastruktur zu verlassen.

Die Prüfung unterstreicht das wachsende Interesse großer Zahlungsnetzwerke an blockchainbasierten Abwicklungsmechanismen.

Stablecoins gewinnen im Zahlungsverkehr an Bedeutung

Die Partnerschaft zwischen Visa und Bridge spiegelt einen breiteren Wandel in der Nutzung von Stablecoins auf den Finanzmärkten wider.

Während Stablecoins zunächst als Handelsinstrumente innerhalb des Kryptowährungssektors an Popularität gewannen, prüfen Unternehmen zunehmend ihre Rolle in Zahlungen in der realen Welt.

Finanznetzwerke, Fintech-Plattformen und Technologieunternehmen untersuchen, wie Stablecoins die Transaktionsgeschwindigkeit, grenzüberschreitende Überweisungen und die Zugänglichkeit von Zahlungen verbessern könnten.

Globale Finanzunternehmen handeln schnell, um vom Stablecoin-Trend zu profitieren.

Das Zahlungsunternehmen Stripe baut seine Präsenz in diesem Bereich aus, nachdem es die Übernahme von Bridge für $1.1 billion abgeschlossen hat.

PayPal hat seine eigene Stablecoin eingeführt, während Visa eine Plattform gestartet hat, die Banken bei der Ausgabe von Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten unterstützen soll.

Jüngste Berichte deuten außerdem darauf hin, dass Meta möglicherweise eine Rückkehr in den Stablecoin-Markt erwägt, was erneutes Interesse großer Technologieunternehmen an der Infrastruktur digitaler Währungen signalisiert.