BTC wieder bei $68K, XRP -5%: Warum stürzt der Kryptomarkt ein?

BTC wieder bei $68K, XRP -5%: Warum stürzt der Kryptomarkt ein?
Utkarsh Roshan
06. März 2026, 18:14 PM
  • Bitcoin fiel unter $69,000 angesichts makroökonomischer und geopolitischer Belastungen.
  • Altcoins gaben nach, da Anleger ihre Exposition gegenüber Risikoanlagen reduzierten.
  • Schwache US-Arbeitsmarktdaten veränderten die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve.

Bitcoin fiel am Freitag unter $69,000, als Anleger eine Mischung aus makroökonomischen Entwicklungen und eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten abwogen.

Die weltweit größte Kryptowährung verlor während der Sitzung bis zu 4,2% und verlängerte damit eine volatile Woche für digitale Vermögenswerte.

Marktteilnehmer reagierten auf schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten und beobachteten zugleich den sich zuspitzenden Konflikt mit Iran.

Der Abwärtstrend bei Krypto-Preisen spiegelte eine breitere Verschiebung hin zu Vorsicht wider, da Händler ihre Risikoexposure über Anlageklassen neu bewerteten.

Altcoins folgen Bitcoin nach unten

Verluste waren weit verbreitet am Kryptowährungsmarkt.

Ethereum fiel um fast 5% auf $1,986.89, während XRP rund 5% auf $1.36 nachgab.

Auch andere große Token verzeichneten deutliche Verluste. Solana sackte um 6,6% ab, während Cardano und Polygon jeweils um rund 5,5% zurückgingen.

Der breit angelegte Rückzug bei digitalen Vermögenswerten erfolgte, während Anleger ihre Exposure gegenüber risikoreicheren Anlagen angesichts erhöhter Unsicherheit an den globalen Märkten reduzierten.

Eine Woche mit starken Ausschlägen

Bitcoin erlebte im Laufe der Woche starke Kursschwankungen.

Die Kryptowährung bewegte sich in einer Spanne von grob 14%, fiel am Montag auf etwa $65,000, bevor sie am Mittwoch wieder über $74,000 anstieg.

Bis Freitag war der Token erneut zurückgegangen, als der Verkaufsdruck zurückkehrte.

Die Marktvolatilität hat zugenommen, da geopolitische Spannungen durch die globalen Finanzmärkte gewirkt haben.

Kryptowährungen sind besonders sensitiv, da Anleger in Phasen der Instabilität vermehrt Risikoabbau betreiben.

Krieg verstärkt Marktangst

Der Konflikt mit Iran geht in den siebten Tag, nachdem koordinierte US- und israelische Angriffe Vergeltungsraketen- und Drohnenangriffe in der Region ausgelöst hatten.

Der Krieg hat Befürchtungen um die Sicherheit der Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus geschürt, eine wichtige Transitroute, die typischerweise rund 20% der weltweiten Öllieferungen abwickelt.

Die Energiemärkte reagierten heftig. Die Ölpreise sind diese Woche um mehr als 16% gestiegen, da Händler das Potenzial für Angebotsunterbrechungen im Falle einer weiteren Eskalation abwägen.

Der Anstieg der Rohölpreise hat die Befürchtung verstärkt, dass die Inflation erneut anziehen könnte, was den Ausblick für die Geldpolitik verkomplizieren würde.

Fed-Ausblick im Fokus

Am Freitag veröffentlichte Wirtschaftsdaten beeinflussten ebenfalls die Marktstimmung.

Zahlen des Bureau of Labor Statistics zeigten, dass die Nonfarm-Payrolls im Februar um 92,000 zurückgingen, womit die Erwartung eines Zuwachses von 50,000 verfehlt wurde und die überarbeitete Zunahme von 126,000 im Januar unterschritten wurde.

Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4%, da Stellenverluste mehrere Sektoren erfassten.

Die schwächeren Arbeitsmarktdaten veranlassten Händler, die Zinsentwicklung neu zu bewerten.

Die Märkte rechnen nun damit, dass die nächste Zinssenkung der Federal Reserve bereits im Juli erfolgen könnte, mit einer wachsenden Wahrscheinlichkeit für zwei Senkungen vor Jahresende, so das FedWatch-Tool der CME Group.

Zuvor am Tag hatte Federal Reserve-Gouverneur Christopher Waller angedeutet, dass ein schwächer als erwarteter Beschäftigungsbericht den geldpolitischen Ausblick beeinflussen könnte.

Zentralbankverantwortliche haben jedoch nach einer Reihe früherer Zinssenkungen weitgehend eine vorsichtige Haltung beibehalten und ziehen es vor, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und geopolitischen Entwicklungen zu beobachten, bevor sie die Politik weiter anpassen.

Die Verschiebung der Zinserwartungen hat den US-Dollar gestärkt, ein weiterer Faktor, der auf Risikoanlagen drückt.

Ein festerer Dollar belastet tendenziell Kryptowährungen und Rohstoffe, indem er die globalen Finanzbedingungen anzieht.

Der stärkere Greenback trug diese Woche zudem zu Rückgängen bei mehreren anderen Anlageklassen bei, wobei Gold trotz der geopolitischen Turbulenzen auf dem Weg zu einem wöchentlichen Verlust ist.