Deutsche Börse investiert $200M in Kraken vor IPO-Plänen

Deutsche Börse investiert $200M in Kraken vor IPO-Plänen
Rivanshi Rakhrai
14. Apr. 2026, 13:12 PM

Unterstützt von

Invezz
Kraken (Payward)-Beteiligung

Kauf: Payward Inc. / Exponierung gegenüber Kraken-IPO über das IPO-Listing nach Filing (oder Pre-IPO-Zuteilung, falls verfügbar). Deutsche Börse’s $200M Beteiligung bei ~ $13.3B Bewertung plus Clearstream/360T-Integration bestätigt institutionelle Distribution und hybride Marktinfrastruktur, was voraussichtlich Liquidität, Volumen und Gebührenertragsquoten verbessert, während sich Infrastrukturen für tokenisierte Wertpapiere entwickeln. Die Bewertungsanpassung von ~$20B signalisiert einen besseren Einstieg vor IPO-Katalysatoren und regulatorischen Rückenwinden (EU MiFID-Derivate, Zugang zum Fed-Kernzahlungssystem).

Kernrisiko: IPO verzögert oder erneute Bewertungsanpassung aufgrund eines Abschwungs am Kryptomarkt und regulatorischer Reibungen, die Handelsvolumina und Margen einklemmen.

Deutsche Börse — hybride Infrastruktur

Kaufempfehlung: Deutsche Börse AG (XETRA: DB1). Die Investition ist ein konkreter Schritt zur Monetarisierung von Blockchain-/tokenisierter Wertpapier-Infrastruktur (Clearstream-Plattform) und zum Ausbau institutioneller Krypto-Infrastrukturen durch Kraken/360T. Beschleunigt sich die Adoption tokenisierter Wertpapiere, profitiert DB1 von Infrastruktur- und marktbezogenen Nutzeneffekten statt reinem Krypto-Beta.

Kernrisiko: Die Adoption tokenisierter Wertpapiere stagniert (regulatorisch oder marktstrukturell) und DB1s Krypto-Integration generiert keine zusätzlichen Erlöse über die Kosten hinaus.

  • Deutsche Börse investiert Millionen in Krypto-Börse Kraken.
  • Deal bewertet Kraken mit $13.3 billion vor IPO-Plänen.
  • Partnerschaft signalisiert tiefere Integration von Krypto und traditionellem Finanzwesen.

Deutsche Börse AG hat $200 million in Payward Inc. investiert, die Muttergesellschaft der Krypto-Handelsplattform Kraken.

Der Schritt signalisiert den Vorstoß des Frankfurter Börsenbetreibers, den Zugang zu Wertpapieren über blockchain-basierte Infrastrukturen auszubauen.

Der Deal verschafft Deutsche Börse einen 1.5% voll verwässerten Anteil an Kraken.

Laut einer am Dienstag von Bloomberg veröffentlichten Erklärung wird erwartet, dass die Transaktion im zweiten Quartal abgeschlossen wird, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.

Bewertung fällt gegenüber vorheriger Finanzierungsrunde

Die jüngste Investition bewertet Kraken laut Bloomberg-Berechnungen mit etwa $13.3 billion.

Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber der $20 billion Bewertung in einer Finanzierungsrunde im November dar.

Kraken hatte in jener früheren Runde $800 million aufgenommen.

Das Unternehmen hatte sich zudem im November vertraulich für einen US-Börsengang (IPO) angemeldet und signalisiert damit Pläne, bereits in diesem Jahr an die Börse zu gehen.

Sowohl Deutsche Börse als auch Kraken lehnten eine Stellungnahme zur mit der jüngsten Investition verbundenen Bewertung ab.

Strategische Offensive in Richtung hybrider Marktinfrastruktur

Die Investition folgt auf eine im Dezember angekündigte Partnerschaft zwischen den beiden Firmen.

Sie spiegelt einen breiteren Trend wider, dass traditionelle Finanzinstitute ihre Exponierung gegenüber digitalen Assets erhöhen.

Laut Bloomberg sagte Thomas Book, Mitglied des Vorstands von Deutsche Börse, in einem Interview: „Es ist ein perfekter Partner für uns, um diesen Weg der Schaffung einer vollständig hybriden Marktinfrastruktur weiter zu beschleunigen.“

„Unabhängig davon, welche Form ein Asset nun hat, ob tokenisiert oder vollständig digital, wollen wir eine integrierte Wertschöpfungskette schaffen.“

Anfang dieses Jahres investierte Intercontinental Exchange Inc., Eigentümer der New York Stock Exchange, ebenfalls rund $200 million in die Krypto-Börse OKX.

Die Maßnahme unterstreicht das wachsende institutionelle Interesse am Bereich digitaler Assets.

Krypto-Integration gewinnt an Dynamik

Die Integration digitaler Assets in den Mainstream-Finanzmarkt hat sich in den letzten Monaten beschleunigt.

Dies wurde durch politische Richtungsänderungen unter dem US-Präsidenten Donald Trump und eine zunehmende regulatorische Klarheit in der Europäischen Union vorangetrieben.

Im März wurde Kraken das erste Krypto-Unternehmen, das Zugang zum Kernzahlungssystem der Federal Reserve erhielt.

Das Unternehmen brachte im vergangenen Jahr in der EU MiFID-regulierte Krypto-Derivate auf den Markt.

Unterdessen baut Deutsche Börse seine eigenen Blockchain-Fähigkeiten aus.

Ihre Einheit Clearstream führte im November eine Plattform zum Handel mit tokenisierten Wertpapieren ein.

Im Dezember kündigte der Börsenbetreiber an, Kraken in seine Devisenhandelsplattform 360T zu integrieren.

Wie im Bloomberg-Bericht erwähnt, sagte ein Kraken-Sprecher am Dienstag in einer Stellungnahme: „Der Fortschritt seitdem ist ermutigend, und die heutige Ankündigung spiegelt weiter das Vertrauen wider, das auf beiden Seiten entstanden ist.“

Marktgegenwind und Sicherheitsrisiken bleiben bestehen

Trotz zunehmender institutioneller Adoption hat der Kryptomarkt erhebliche Herausforderungen erlebt.

Bitcoin ist seit dem Erreichen eines Rekordhochs im Oktober um rund 40% gefallen.

Dieser Rückgang belastet große Digital-Asset-Plattformen.

Der Konkurrent von Kraken, Gemini Space Station Inc., habe Berichten zufolge frische Mittel von seinen Gründern gesucht.

Das Unternehmen hat in diesem Jahr außerdem Stellen gestrichen und sich aus bestimmten Märkten zurückgezogen.

Sicherheitsbedenken bleiben ein weiteres zentrales Thema.

Kraken gab am Montag einen Erpressungsversuch bekannt.

Das Unternehmen erklärte, eine kriminelle Gruppe habe behauptet, auf einige Kundenkontoinformationen zuzugreifen.

Ein leitender Kraken-Manager erklärte jedoch, dass Kundengelder niemals gefährdet gewesen seien.

Die jüngste Investition unterstreicht sowohl die Chancen als auch die Risiken, während die traditionelle Finanzwelt weiterhin in das Ökosystem digitaler Assets integriert wird.